Jean-Bernard Vuillème Schriftsteller

Jean-Bernard Vuillème - Schriftsteller

Das Werk des in La Chaux-de-Fonds lebenden Autors, Journalisten und Literaturkritikers Jean-Bernard Vuillème (geb. 1950) umfasst rund fünfzehn Bücher unterschiedlicher Gattungen. Neben Romanen, Erzählungen und Novellen hat er auch Essays und Sachbücher zu historischen Themen wie zur Geschichte des Neuenburger Schokoladenherstellers Suchard verfasst. Die lange Liste seiner Romane - die mit «Le Règne de Pléthore» (1983) beginnt und vorläufig mit «M. Karl & Cie» (2011) endet - umfasst zwei Werke, die in deutscher Übersetzung erschienen sind. Sein Buch «Face à dos» (1999) wurde unter dem Titel «Mit dem Gesicht zum Rücken» (2003), sein autobiografischer Roman «Le Fils du lendemain» (2006), der von der Identitätsfindung eines Mannes über die Suche nach seinem biologischen Vater handelt, unter dem Titel «Der Sohn danach» (2010) publiziert. Einen direkten Bezug zur Biografie des Schriftstellers hat auch sein neues Romanprojekt. Die Geschichte geht von jenen Orten aus, an denen Vuillème zwischen 1950 und 2012 gelebt hat. Sie assoziiert die damit verbundenen Erinnerungen mit den Erzählungen jener Menschen, denen der Autor bei Besuchen dieser «lieux de mémoire» begegnet. Im Zentrum der Erzählstruktur steht mit dem Ort als «générateur de récits» (Jean-Bernard Vuillème) ein wichtiges Motiv seines Werks, für das er unter anderem mit dem Preis der Schweizerischen Schillerstiftung (1995) und dem Prix Bibliomedia (2012) ausgezeichnet worden ist.

Mit einem Projektbeitrag in der Höhe von CHF 10 000 würdigt der Stiftungsrat einen wichtigen Vertreter der französischsprachigen Literatur und unterstützt die Arbeit an einem vielversprechenden Roman über Orte als Schnittpunkte von Erzählungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart.