Finanzmarkt-regulierung

Die G20 hat sich verpflichtet, das globale Finanzsystem einer fundamentalen Reform zu unterziehen. Zentrale Regulierungsanpassungen haben einerseits die Systemstabilität erhöht und andererseits einen effektiveren und weiterreichenden Kundenschutz geschaffen.

Internationale Bestrebungen

Die Regulierungsvorhaben der EU und auch weiterer Länder sind bereits weit fortgeschritten und teilweise schon finalisiert. Massgebend sind in der EU insbesondere die European Market Infrastructure Regulation (EMIR), die Markets in Financial Instruments Directive (MiFID II) und die dazugehörige Markets in Financial Instruments Regulation (MIFIR). In den USA heisst das zentrale Regulierungsprojekt Dodd-Frank Act.

Schweizer Regulierungsansätze

Auch in der Schweiz wird die staatliche Regulierung im Bereich der Finanzmärkte stetig überprüft und optimiert. Eine wirksame Regulierung dient nicht nur dem Finanzsektor, sondern ist auch ein wichtiger Teil der Rahmenbedingungen für den Wirtschaftsstandort Schweiz. Entsprechend misst die Schweiz einer modernen Finanzmarktregulierung einen hohen Stellenwert bei. In diesen Zusammenhang sind die drei geplanten neuen Gesetze im Finanzmarktbereich zu nennen: Finanzdienstleistungsgesetz, Finanzinstitutsgesetz sowie Finanzmarktinfrastrukturgesetz. Mit diesen Reformvorhaben wird gleichzeitig auch die Systematik der Finanzmarktgesetze vereinfacht und modernisiert. Das EFD stellt die Koordination und Kohärenz der verschiedenen Massnahmen sicher.

Auf der Basis einer Kundensegmentierung verlangt das FIDLEG Informations-, Dokumentations- und Rechenschaftspflichten des Finanzdienstleisters gegenüber dem Kunden. Ebenfalls muss der Finanzdienstleister Eignungs- und Angemessenheitsprüfungen vornehmen. Ausserdem will das FIDLEG die Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche von Kunden gegenüber Finanzdienstleistern erleichtern.

UBS anerkennt das Bedürfnis für eine einheitliche, produktneutrale Regulierung des Vertriebs und begrüsst einen massvollen Ausbau des Anlegerschutzes. Die Wahl- und Anlagefreiheit der Kunden sollte aber durch die Regulierung nicht eingeschränkt werden.

Finweb des SIF

FIDLEG / FINIG auf der Webseite des SIF

Was wir dazu meinen: UBS anerkennt das Bedürfnis für eine einheitliche, produktneutrale Regulierung des Vertriebs und begrüsst einen massvollen Ausbau des Anlegerschutzes. Die Wahl- und Anlagefreiheit der Kunden sollte aber durch die Regulierung nicht eingeschränkt werden. UBS hat ihre Position im Rahmen der Vernehmlassung zum Gesetzesvorschlag eingebracht.

Mit dem FINIG wird die Aufsicht über sämtliche Finanzdienstleister, welche in irgendeiner Form das Vermögensverwaltungsgeschäft betreiben, in einem einheitlichen Erlass geregelt. Damit werden auch die unabhängigen Vermögensverwalter erfasst. In Bezug auf das FINIG begrüsst UBS eine einheitliche Regulierung der verschiedenen Akteure.

- Finweb des SIF

- FIDLEG / FINIG auf der Webseite des SIF

Was wir dazu meinen: UBS hat ihre Position im Rahmen der Vernehmlassung zum Gesetzesvorschlag eingebracht.

Mit dem FinfraG wird die Regulierung der Finanzmarktinfrastrukturen und des Handels mit Derivaten an die Entwicklungen des Marktes und an internationale Vorgaben angepasst. Insbesondere gelten mit dem FinfraG auch in der Schweiz künftig die drei zentralen Pflichten des Derivatehandels:

  • Abrechnung über eine zentrale Gegenpartei,
  • Meldung an ein Transaktionsregister und
  • Minderung der Risiken.

FinfraG ist für den Finanzplatz wichtig: Die Vorlage leistet einen wichtigen Beitrag für eine robuste und effiziente Finanzmarktinfrastruktur, insbesondere im Bereich des OTC-Derivatehandels. Für UBS ist es wichtig, dass eine zeitnahe Regelung gefunden wird und angemessene Übergangsfristen vorgesehen sind.

- Finweb des SIF

- FinfraG auf der Webseite des SIF

Was wir dazu meinen: UBS hat ihre Position im Rahmen der Vernehmlassung zum Gesetzesvorschlag eingebracht.