FATCA und AIA – Einhaltung von Steuervorschriften

Vorschriften zur Bekämpfung grenzüberschreitender Steuerflucht

Der Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA) und der Automatische Informationsaustausch (AIA) sind globale Vorschriften zur Bekämpfung der Steuerflucht. Diese Initiativen verlangen von Banken und Depotstellen wie UBS, den Steuerstatus ihrer Kunden zu dokumentieren und gegebenenfalls bestimmte Kunden- und Kontoangaben an die jeweiligen Steuerbehörden weiterzuleiten. Fonds und kollektive Kapitalanlagen sowie professionell verwaltete Anlagegesellschaften müssen ebenfalls ihre Anleger dokumentieren und Kundeninformationen an die jeweiligen Steuerbehörden weiterleiten. UBS ist zur Einführung der FATCA und AIA Bestimmungen verpflichtet und hält sich an die lokalen Vorschriften und Richtlinien der Länder, in denen sie tätig ist.

Was bedeutet das für Sie, unsere Kunden?

Um unseren FATCA und AIA Verpflichtungen nachzukommen, werden wir gegebenenfalls zusätzliche steuerbezogene Informationen von Ihnen einfordern müssen. Der Einfluss von US FATCA, UK FATCA und des AIA auf Ihre Kundenbeziehung zu UBS hängt von den Produkten oder Dienstleistungen ab, die Sie bei UBS beziehen, sowie vom Sitz der UBS-Einheit, mit der Sie einen Vertrag abgeschlossen haben.

US FATCA

Die Vereinigten Staaten haben FATCA in 2014 eingeführt, um die Steuerflucht von US-Steuerzahlern, die Finanzkonten im Ausland halten, zu verhindern. Aufgrund von zwischenstaatlichen Vereinbarungen der USA mit anderen Ländern und daraus resultierenden lokalen Gesetzen sind Finanzinstitute weltweit zur Einhaltung der FATCA-Bestimmungen verpflichtet. Finanzinstitute müssen eine Sorgfalts-Prüfung bei ihren Kunden durchführen und US-Personen an die amerikanische Steuerbehörde (IRS) melden.  Seit der Einführung von US FATCA müssen deshalb Kunden zusätzliche Dokumente einreichen, damit ihr FATCA-Status festgelegt werden kann. Diese Dokumente hängen vom Sitz der UBS-Einheit in der der Kunde sein Konto führt, den investierten Produkten und dem Kundentyp ab. Es kann sich dabei um US-Steuerformulare, schriftliche Erklärungen oder Eigenerklärungsformulare handeln.

UK FATCA

Halten Kunden ein Konto bei UBS in Grossbritannien, seinen Überseegebieten oder der englischen Krone unterstehenden Gebieten, muss aus den Dokumenten ihr Wohnsitzland und ihr FATCA-Status hervorgehen.

Automatischer Informationsaustausch (AIA)

2014 veröffentlichte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) den Standard für den automatischen Informationsaustausch, um den Austausch von Steuerinformationen unter den teilnehmenden Staaten zu erleichtern. Die Behandlung von Konten im Rahmen des AIA ist ähnlich wie diejenige gemäss FATCA. Das heisst, die Dokumentation der Kunden in Bezug auf steuerrelevante Informationen wird erweitert.

AIA - Wichtigste Informationen

  • Der Zeitpunkt für die Umsetzung des AIA hängt davon ab, wann die Länder miteinander Vereinbarungen über den Austausch von Informationen schliessen.
  • Kunden, die ihr Konto in der Europäischen Union (EU) halten, sind für AIA-Zwecke ab dem 1. Januar 2016 zu dokumentieren. 
  • Weitere wichtige Finanzzentren wie die Schweiz, Singapur und Hongkong folgen 2017.
  • Die Dokumentation hängt vom Sitz der UBS Einheit und vom Kundentyp ab. Im Allgemeinen wird eine Eigenerklärung verlangt, die unter anderem das steuerliche Wohnsitzland des Kontoinhabers und die Steuernummer (TIN) bestätigt.

Weitere Angaben zu FATCA und zum AIA finden Sie in den Factsheets und den FAQs der einzelnen Unternehmensbereiche.

UBS und ihre Mitarbeiter dürfen keine Steuerberatung erbringen. Für weitere generische Informationen zu diesen regulatorischen Anforderungen können Sie sich aber gern an Ihren UBS-Kundenberater wenden.