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Leichter Anstieg des Immobilienblasenindex

Zürich Media Releases Switzerland

Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index stand im 1. Quartal 2017 nach einem moderaten Anstieg bei 1,39 Punkten in der Risikozone. Die Zunahme der Eigenheimpreise übertraf die Entwicklung von Mieten und Einkommen. Auch stieg die Nachfrage nach Buy-to-let-Investitionen trotz erhöhter Marktrisiken weiter.

Zürich, 5. Mai 2017 – Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index verharrte im 1. Quartal 2017 bei 1,39 Indexpunkten in der Risikozone. Gegenüber dem geringfügig revidierten Wert des Vorquartals legte der Index moderat zu. Ausschlaggebend war die leichte Beschleunigung der nominalen Preisanstiege bei Eigenheimen, während Einkommen und Mieten stagnierten. Zudem erhöhte sich die Nachfrage nach Buy-to-let-Investitionen.

Kauf-Mietpreis-Verhältnis verschlechtert sich weiter

Die stagnierenden Mieten führten im 1. Quartal 2017 zum zehnten Mal in Folge zur Verschlechterung des Kauf-Mietpreis-Verhältnisses. Dennoch zeigt der Anteil der Kreditanträge an UBS für nicht zum Eigengebrauch vorgesehene Liegenschaften wieder einen leichten Aufwärtstrend. Denn mittels grosszügigem Fremdkapitaleinsatz können mit Buy-to-let-Investitionen hohe Eigenkapitalrenditen erzielt werden.

Die ungebrochen hohe Zahl an Baubewilligungen lässt darauf schliessen, dass die Bautätigkeit im laufenden Jahr (zu) stark bleiben wird. So schätzen wir, dass dieses Jahr der Neubau von Wohnungen die zusätzliche Wohnungsnachfrage um fünf- bis zehntausend Einheiten übertreffen wird. Damit dürften insbesondere die Mieten für Neubauten ihren Sinkflug fortsetzen. Die Zeiten für Vermieter werden also nochmals schwieriger. Die Investitionsnachfrage nach Eigenheimen ist primär auf die fest verankerte Erwartung anhaltender Tiefzinsen zurückzuführen. Im Falle einer Trendwende dürfte die starke Nachfrage nach Buy-to-let-Investitionen aber abrupt enden lassen.

Reduktion der Ungleichgewichte absehbar

Leicht gedämpft wurde die Entwicklung des Immobilienblasenindex hingegen durch eine höhere Inflationsrate. Der Anstieg der Konsumentenpreise um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal war jedoch eher ein Einmaleffekt. So rechnet das UBS Chief Investment Office Wealth Management im Mittel für das Gesamtjahr mit einer Inflationsrate von nur 0,4 Prozent. Dennoch dürften die Ungleichgewichte auf dem Eigenheimmarkt bis Ende Jahr leicht abnehmen. Aktuelle Vorlaufindikatoren deuten auf eine Beschleunigung des Wirtschaftswachstums hin, während eine Stagnation der Eigenheimpreise bis Ende Jahr zu erwarten ist.

UBS Swiss Real Estate Bubble Index – 1. Quartal 2017

UBS Swiss Real Estate Bubble Index – 1. Quartal 2017

Regionale Analyse: Auswahl der Gefahrenregionen

Die regionale Gefahrenkarte zeigt diejenigen Regionen, von denen – im Falle einer schweizweiten Korrektur – die grössten volkswirtschaftlichen Risiken ausgehen. Die Analyse stützt sich auf die Bevölkerungsgrösse, das Preisniveau sowie die Preisentwicklung bei Eigenheimen. Die Auswahl der Gefahrenregionen ist dabei an den Stand des UBS Swiss Real Estate Bubble Index gekoppelt. Leerstands- oder Liquiditätsrisiken werden nicht berücksichtigt.

Regionale Gefahrenkarte – 1. Quartal 2017

Gefahrenregionen für den Schweizer Wohnimmobilienmarkt und Regionen mit Preiskorrektur seit 2013 von mehr als 5 Prozent

Regionale Gefahrenkarte – 1. Quartal 2017

UBS Switzerland AG

 

Kontakte

Claudio Saputelli, Leiter Swiss & Global Real Estate, Chief Investment Office WM
Tel. +41-79-513 50 45

Dr. Matthias Holzhey, Leiter Swiss Real Estate Investments, Chief Investment Office WM
Tel. +41-44-234 71 25

Der Report UBS Swiss Real Estate Bubble Index kann unter folgendem Link im Internet abgerufen werden: www.ubs.com/swissrealestatebubbleindex-de.

Der Index erscheint vierteljährlich. Der nächste Publikationstermin ist der 8. August 2017.

www.ubs.com