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UBS-Konsumindikator: Es geht aufwärts mit dem Inlandstourismus

Zürich Media Releases Switzerland

Der UBS-Konsumindikator ist im Februar von 1,44 auf 1,50 Punkte gestiegen und lässt auf einen soliden privaten Konsum im 1. Quartal schliessen. Der Inlandstourismus hat mit einem deutlichen Plus im Januar die Talsohle durchschritten. Die negative Stimmung im Detailhandel bremst hingegen den Anstieg des Konsumindikators.

Zürich, 29. März 2017 – Der UBS-Konsumindikator ist im Februar von 1,44 auf 1,50 Punkte geklettert. Der Anstieg wurde vom Inlandstourismus getrieben, der sich von den Folgen des Frankenschocks Anfang 2015 erholt. Die Hotellogiernächte verbuchten gegenüber dem Vorjahresmonat ein spürbares Plus von 5,5%. Der schneereiche Januar und die beginnenden Sportferien lockten viele Schweizer in die Berge. Aufgeschlüsselt nach Tourismusregionen verzeichneten vor allem Graubünden (+12,0%) und das Wallis (+7,5%) ein robustes Wachstum, während die Anzahl Logiernächte in der Region Basel (-22,1%) deutlich gesunken ist. Angesichts des milden Wetters im Vorjahresmonat sollte das gesamtschweizerische Wachstum allerdings nicht überschätzt werden. Der Inlandstourismus durchschritt jedoch nach seiner Talfahrt nach dem Frankenschock die Talsohle und erreichte das Niveau von 2014. Zudem wurden im Januar 2017 erstmals die Zahlen von vierzehn Schweizer Jugendherbergen miteinbezogen, die dem Wachstum der Logiernächte zusätzlich künstlichen Aufwind verschafft haben dürften. Auf dem Automobilmarkt ist ebenfalls ein positiver Trend erkennbar. So haben im Vorjahresvergleich die Neuimmatrikulationen von Autos mit 0,7% leicht zugenommen. Der Rückgang des KOF-Index für die Stimmung im Detailhandel von -3 auf -12 Punkte mahnt hingegen zur Vorsicht.

UBS rechnet für das laufende Jahr mit einem BIP-Wachstum von 1,4%. Auch wenn nicht von einem deutlichen Wirtschaftswachstum ausgegangen werden kann, so dürfte es breiter abgestützt ausfallen als im letzten Jahr. Der private Konsum würde von einer solchen positiven Entwicklung profitieren. Die Schweizer Wirtschaft ist dabei sich an den starken Franken anzupassen. Dennoch birgt das laufende Jahr mit den Wahlen in Frankreich nicht zu unterschätzende Risiken. Sollten sich dort die Rechtspopulisten um Marine Le Pen überraschend durchsetzen, könnte dies für die Eurozone, aber auch für die Schweiz spürbare Auswirkungen haben.

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