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UBS KMU Barometer: Kleine und mittlere Industrieunternehmen erholen sich weiter

Zürich Media Releases Switzerland

Die Situation der Industrieunternehmen beider Grössen liegt unter dem langjährigen Schnitt. Dennoch stieg das KMU Barometer nochmals auf -0,16 Punkte im Oktober, während das der Grossunternehmen marginal auf -0,24 Punkte fiel. Auch bei den Dienstleistern sind die Grossunternehmen stärker unter Druck.

Zürich, 01. Dezember 2016 – Das Barometer der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Industrie (exkl. Baugewerbe) verbesserte sich im Oktober im Vergleich zum September wieder leicht von -0,35 auf -0,16 Punkte. Einem stärkeren Anstieg standen vor allem die pessimistischeren Erwartungen über künftige Bestellungseingänge und das Produktionsniveau im Weg. Aus denselben Gründen sank das Barometer der Grossunternehmen im Vormonatsvergleich von -0,23 auf -0,24 Punkte. Beide Barometer liegen mit diesen negativen Werten unter dem langjährigen Durchschnitt. Die pessimistischen Erwartungen deuten darauf hin, dass die Erholung in der Industrie immer noch äusserst fragil ist. Vor allem die exportorientierten Firmen leiden nach wie vor unter dem starken Schweizer Franken. Zwar verbesserte sich die Geschäftslage bei vielen Industrieunternehmen in den letzten Monaten, aber die Gewinnsituation blieb schwierig.

Margendruck auch im Dienstleistungssektor

Zusätzlich zum KMU Barometer, der sich auf die Lage von KMU sowie Grossunternehmen in der Industrie fokussiert, wurde die Situation der Dienstleistungsunternehmen angeschaut. Während sie ihre allgemeine Geschäftslage immer noch als gut beurteilten, leiden sie, wie bereits in den Vorquartalen, unter sinkenden Erträgen. Bei den Grossunternehmen ist die Situation auch im laufenden Quartal deutlich angespannter als bei den KMU. In den kommenden Monaten dürfte sich die Margensituation der Dienstleister wenig ändern, erwarten doch beide Unternehmensgrössen anhaltend sinkende Preise.

Schwierigkeiten mit der Ertragslage belasten insbesondere den Detailhandel und den Tourismus. Beide Branchen leiden seit der starken Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro im Jahr 2011 unter dem intensiven Wettbewerbsumfeld. Im Tourismus hat sich die Abwärtsdynamik sowohl bei den Grossunternehmen als auch bei den KMU verlangsamt. Bei den Detailhändlern ist der Abwärtstrend hingegen ungebrochen, wie auch die seit 21 Monaten rückläufigen Daten über die Detailhandelsumsätze des Bundesamtes für Statistik zeigen.

Abnehmende Dynamik im Baugewerbe

Wie bereits in den Vormonaten sanken im Baugewerbe, dessen Entwicklung zusätzlich zum Industrie- und Dienstleistungssektor angeschaut wurde, weiterhin die Preise und die wirtschaftliche Dynamik. Während sich die Ertragslage bei den KMU weiter verschlechterte, stabilisierte sie sich bei den Grossunternehmen erstmals seit dem Anfangsquartal 2015 auf tiefem Niveau. Die etwas besseren Zahlen bei den grossen Bauunternehmen können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Geschäftslage seit dem zweiten Quartal 2010 nicht mehr so schlecht beurteilt wurde wie jetzt. Auch bei den Architektur- und Ingenieurbüros litten die Grossunternehmen weniger unter schlechten Erträgen als die KMU. Gemäss der Erwartung der Unternehmen dürfte sich die unterschiedliche Entwicklung in den nächsten Monaten fortsetzen. Während die Grossunternehmen von steigenden Preisen ausgehen, rechnen die KMU mit einem tieferen Preisniveau.

UBS KMU Barometer

UBS KMU Barometer

Quellen: KOF, UBS

Berechnung des UBS KMU Barometers
Das UBS KMU Barometer basiert auf der monatlichen Befragung der KOF in der Industrie (ohne Bau). Es berechnet sich als erste Hauptkomponente von 17 Subindikatoren für die gesamte Industrie, aufgeteilt nach KMU (bis 200 Mitarbeitende) und Grossunternehmen (ab 200 Mitarbeitende). Es wird derart skaliert, dass sein Mittelwert Null und seine Varianz 1 ist.

Industrie

KMU Barometer - Industrie

Quellen: KOF, UBS

Dienstleistungen

KMU Barometer - Dienstleistungen

Quellen: KOF, UBS

Wichtiger Hinweis
Die Werte der verschiedenen Indikatoren sind saisonal geglättet. Die Auswertung erfolgt mittels sogenanntem Diffusionsindex: Das Resultat entspricht dem Mittel des Anteils der Unternehmen mit positiver beziehungsweise negativer Trendmeldung. Er vermittelt daher keine prozentualen Veränderungsraten.

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