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UBS KMU Barometer: Talsohle in der Industrie scheint durchschritten

Zürich Media Releases Switzerland

Bei allen Unternehmensgrössen hat sich die wirtschaftliche Lage in der Industrie im zweiten Quartal 2016 etwas verbessert. Das Barometer der Grossunternehmen stieg um 0,52 Punkte auf 0,24 Punkte, dasjenige der kleinen und mittleren Unternehmen von -0,18 auf -0,16 Punkte.

Zürich, 2. Juni 2016 – Die Barometer für die Industrieunternehmen lagen im zweiten Quartal auf dem höchsten Stand seit Oktober 2014. Bei den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) trugen im April 2016 vor allem der gestiegene Bestellungseingang und der etwas höhere Auftragsbestand zum Vormonat zur Verbesserung bei. Die Erwartungen für die Bestellungseingänge fürs dritte Quartal waren jedoch nicht so rosig, was einen stärkeren Anstieg des KMU-Barometers verhindert haben dürfte. Bei den Grossunternehmen waren insbesondere die gestiegenen Bestellungseingänge im Vergleich zum Vorjahr, ebenfalls höhere Auftragsbestände zum Vormonat sowie das höhere Produktionsniveau für den Anstieg verantwortlich.

Bauunternehmen erfreuten sich guter Wirtschaftslage trotz sinkender Aufträge

Im Baugewerbe war die wirtschaftliche Lage im zweiten Quartal 2016 bei beiden Unternehmensgrössen in etwa gleich. Sie beurteilten ihre aktuelle wirtschaftliche Lage immer noch als gut, obwohl sich die Dynamik in den letzten Monaten weiter verlangsamte. Sowohl die KMU wie auch die Grossunternehmen kämpften mit rückläufigen Aufträgen und erodierenden Gewinnen, wobei die KMU bei beiden Indikatoren etwas stärker davon betroffen waren. Da beide Unternehmensgrössen mit sinkenden Preisen im dritten Quartal 2016 rechnen, dürfte der Margendruck in naher Zukunft nicht nachlassen.

Die grossen Architektur- und Ingenieurbüros schätzten die Nachfrage im April wieder leicht besser ein als im Vormonat und auch besser als die KMU der Branche. Sowohl deren Nachfrage als auch deren Auslastung stagnierten gegenüber den Vormonaten. Beide Unternehmensgruppen beurteilten ihre Geschäftslage im zweiten Quartal 2016 besser als das Baugewerbe. Dennoch betrachteten sie ihren Beschäftigungsstand als zu hoch, was widersprüchlich anmutet.

Kleine Dienstleister schnitten besser ab als grosse

Die Grossunternehmen im Dienstleistungssektor erachteten ihre Geschäftslage im zweiten Quartal 2016 zwar immer noch als gut, aber wesentlich schlechter als im Schlussquartal 2015 und als die KMU. Bei den KMU verschlechterte sich die Einschätzung in den vergangenen Quartalen nur marginal, unter anderem dank etwas geringerem Ertrags- und Preisdruck. Nach einer langen Phase mit steigender Nachfrage kämpften sowohl die KMU wie auch die Grossunternehmen im zweiten Quartal 2016 mit einem Nachfragerückgang, was den Preis- und somit Margendruck mittelfristig verstärken könnte.

Bei den grossen Detailhändlern verbesserte sich die Geschäftslage im April 2016 leicht, lag aber immer noch unter dem Niveau vor Aufgabe der EURCHF-Kursuntergrenze. Die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der KMU verharrte unverändert zu den Vormonaten auf tiefem Niveau. Die gesamte Branche kämpfte weiterhin mit tiefen Margen und mit niedrigeren Erträgen als im Anfangsquartal 2016. Auch die Preise blieben unter Druck und die Unternehmen gehen fürs laufende Quartal von sinkenden Preisen aus. Diese schwierige wirtschaftliche Situation reflektiert sich in der Beschäftigung, welche die Unternehmen als zu hoch bezeichneten.

Während die Grossunternehmen im Tourismus das zweite Quartal 2016 genau gleich wie im ersten Quartal als gerade befriedigend bewerteten, litten die KMU weiterhin unter der aktuellen Wirtschaftssituation. Der schneearme Winter dürfte neben der Währungssituation eine zusätzliche Belastung gewesen sein. Die Erträge waren weiterhin unabhängig von der Unternehmensgrösse unter Druck und die Firmen erwarten im laufenden Quartal keine Erholung bei den Umsätzen. Die Margenprobleme im Tourismus dürften im laufenden Quartal also weiter bestehen bleiben.

UBS KMU Barometer

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Quellen: KOF, UBS

Industrie

Industrie UBS KMU Barometer

Quellen: KOF, UBS

Dienstleistungen

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Quellen: KOF, UBS

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