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Wachstumsdreieck Basel-Zürich-Zentralschweiz

Zürich/Basel Media Releases Switzerland

 

Zug ist der wettbewerbsfähigste Kanton der Schweiz, gefolgt von Zürich und Basel-Stadt. Dies zeigt der Kantonale Wettbewerbsindikator 2014. Herausforderungen wie die Umsetzung der Masseinwanderungsinitiative, die geplante Unternehmenssteuerreform oder ein Rückgang der Erwerbsbevölkerung könnten das Wachstumspotenzial jedoch einschränken.

Zürich/Basel, 4. März 2014 – UBS Chief Investment Office publiziert den Kantonalen Wettbewerbs-indikator (KWI) 2014. Der KWI zeigt anhand einer zehndimensionalen Analyse das relative Potenzial der Kantone, ihre Wirtschaftsleistung nachhaltig zu steigern. Die Kantone Zug und Zürich verfügen gemäss dem KWI 2014 über das höchste langfristige Wachstumspotenzial aller Schweizer Kantone. Eine überdurchschnittliche Wettbewerbsfähigkeit wird den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft, Aargau sowie den Zentralschweizer Kantonen Luzern, Nidwalden und Schwyz attestiert. Dahinter folgt ein dichtes Mittelfeld von Kantonen mit solider Wettbewerbsfähigkeit, angeführt von den Westschweizer Kantonen Waadt und Genf. Graubünden, Wallis, Uri und Jura fallen in die Gruppe der Kantone mit geringer relativer Wettbewerbsfähigkeit.

Wachstumsleader bis 2025

Gemäss dem KWI 2014 zeichnet sich ein Wachstumsdreieck zwischen Basel, Zürich und der Zentralschweiz ab. Wird das Wirtschaftswachstum der Vergangenheit bis ins Jahr 2025 fortgeschrieben, ergibt eine Modellrechnung (siehe Seite 4) für die Kantone in diesem Dreieck überdurchschnittlich hohe reale Wachstumsraten von deutlich über 2 Prozent pro Jahr. In Bern sowie in der Ost- und Westschweiz – mit Ausnahme des Kantons Waadt – dürfte das Wachstum leicht tiefer ausfallen als im Landesdurchschnitt. Das schwächste Wirtschaftswachstum werden gemäss Modellrechnung die Kantone Jura und Uri aufweisen. Aber auch die Bergkantone Wallis und Graubünden dürften nur leicht über 1 Prozent pro Jahr zulegen.

Masseneinwanderungsinitiative als Herausforderung

Die Fortschreibung des Wachstums der vergangenen Jahre unterstellt eine positive Entwicklung der Schweizer Volkswirtschaft. Doch insbesondere die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative könnte das Wachstumspotenzial der Schweiz negativ beeinflussen. Einerseits könnten Spannungen mit der EU den europäischen Marktzugang einschränken. Stark betroffen wären Kantone, die einen bedeutenden Teil ihrer Wirtschaftsleistung in den EU-Raum exportieren. Andererseits dürfte eine bindende Kontingentierung das Angebot an Arbeitskräften limitieren und verteuern. Da in den Kantonen Tessin, Genf und Waadt die Beschäftigungszunahme der letzten Jahre stark durch Grenzgänger und Zuwanderer getrieben war, dürften diese Kantone die Kontingentierung am meisten spüren. Auch dürfte die Tourismusbranche ohne günstige Arbeitskräfte aus dem Ausland an Wettbewerbsfähigkeit verlieren, worunter insbesondere die Kantone Graubünden und Wallis leiden würden.

Kantonaler Wettbewerbsindikator (KWI) 2014

Quelle: UBS

Interpretation des KWI

Der Kantonale Wettbewerbsindikator (KWI) von UBS vergleicht die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Kantone untereinander. Die Wettbewerbsfähigkeit eines Kantons beschreibt sein Potenzial zur nachhaltigen Steigerung seiner Wirtschaftsleistung. Der KWI zeigt die relative wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Kantone in Form einer Rangordnung auf: Je höher der KWI-Wert eines Kantons, desto wettbewerbsfähiger ist er relativ zu den anderen. Kantone mit tiefen KWI-Werten haben somit nicht zwangsläufig ein tiefes absolutes Wachstumspotenzial; sie haben bloss relativ zu den anderen Kantonen unterdurchschnittliche Wachstumschancen. Da die Schweiz bei verschiedenen renommierten Studien zu den wettbewerbsfähigsten Ländern weltweit gehört, sind auch Kantone mit einem tiefen KWI-Wert international gesehen durchaus wettbewerbsfähig.

Die Unterschiede unter den Kantonen sind teilweise gering. Bei der Interpretation des KWI sind individuelle, das Wachstumspotenzial einschränkende Voraussetzungen, wie geografische und historische Gegebenheiten, zu berücksichtigen. Auch ist der KWI kein Indikator für die Wohnattraktivität, da er sich ausschliesslich auf das wirtschaftliche Wachstumspotenzial eines Kantons konzentriert.

Die zehn Säulen der Wettbewerbsfähigkeit

Das Kernstück des KWI ist die zehndimensionale Analyse der Stärken und Schwächen eines Kantons. Diese mehrdimensionale Betrachtung der kantonalen Volkswirtschaften bietet ein flexibles Basiswerkzeug für regional-strategische Entscheidungen und zeigt Handlungsfelder auf. Dies kann Firmen und Investoren bei der Standortwahl dienen und Kantone dabei unterstützen, sich bestmöglich für die kommenden Herausforderungen zu positionieren. Als Beispiel wird das Profil von Zug, dem Kanton mit der höchsten relativen Wettbewerbsfähigkeit, und von Jura, dem Kanton mit der tiefsten relativen Wettbewerbsfähigkeit, gezeigt:

Quelle: UBS

Die Profile aller Kantone sind im Bericht «Kantonaler Wettbewerbsindikator» unter folgendem Link im Internet abrufbar: www.ubs.com/kantonalerwettbewerbsindikator-de.

Das Wachstumsdreieck Basel-Zürich-Zentralschweiz
Geschätztes jährliches Wachstumspotenzial bis 2025

Quelle: UBS

UBS AG

Kontakt

Elias Hafner, Ökonom
Hauptverantwortlicher des KWI
CIO Swiss & Global Real Estate
Tel. +41 44 234 48 03

Dr. Matthias Holzhey, Ökonom
CIO Swiss & Global Real Estate
Tel. +41 44 234 71 25

Claudio Saputelli, Ökonom
Leiter CIO Swiss & Global Real Estate
Tel. +41 44 234 39 08

Der Research-Bericht «Kantonaler Wettbewerbsindikator» kann unter folgendem Link im Internet abgerufen werden: www.ubs.com/kantonalerwettbewerbsindikator-de.


www.ubs.com