Generalversammlung 2006

Traktanden

Traktandum 5: Kapitalherabsetzung, Rückkaufsprogramm, Nennwertrückzahlung und Aktiensplit

5.1. Vernichtung von Aktien aus dem Rückkaufsprogramm 2005/2006

A. Antrag
Der Verwaltungsrat beantragt, 37100 000 Aktien, die im Rahmen des an der Generalversammlung 2005 genehmigten Rückkaufsprogramms erworben wurden, definitiv zu vernichten und das Aktienkapital entsprechend um CHF 29 680 000.00 herabzusetzen.

Artikel 4 Absatz 1 der Statuten wird entsprechend angepasst.

B. Erläuterungen
Die ordentliche Generalversammlung vom 21. April 2005 hat den Verwaltungsrat beauftragt, eigene Aktien im Gesamtwert von maximal CHF 5Milliarden über eine zweite Handelslinie an der virt-x zurückzukaufen, um diese später zu vernichten. Bis zum 7. März 2006 wurden 37 100 000 Aktien mit einem Gesamtwert von CHF 4026 420 553 zurückgekauft. Der durchschnittliche Kaufpreis der Titel betrug gerundet CHF 108.53. Der von der Generalversammlung bewilligte Höchstbetrag wurde nicht ausgeschöpft.

Der Verwaltungsrat beantragt nun der Generalversammlung, der Vernichtung von 37 100 000 Aktien zuzustimmen und das Aktienkapital in Artikel 4 Absatz 1 der Statuten entsprechend herabzusetzen.

Die Revisionsstelle Ernst & Young AG hat in einem besonderen Revisionsbericht zuhanden der Generalversammlung bestätigt, dass am 31. Dezember 2005 die Forderungen der Gläubiger auch bei herabgesetztem Kapital voll gedeckt waren und die Liquidität der Bank gesichert bleibt.

5.2. Genehmigung eines neuen Rückkaufsprogramms 2006/2007

A. Antrag
Der Verwaltungsrat beantragt, den folgenden Beschluss zu fassen: «Der Verwaltungsrat wird ermächtigt, eigene Aktien im Gesamtwert von maximal CHF 5 Milliarden über eine zweite Handelslinie an der virt-x zurückzukaufen. Diese Aktien sind definitiv zur Vernichtung bestimmt und fallen daher nicht unter die 10%-Schwelle für eigene Aktien im Sinne von Artikel 659 des Schweizerischen Obligationenrechtes. Die notwendige Statutenänderung (Herabsetzung des Aktienkapitals) wird der ordentlichen Generalversammlung 2007 zur Genehmigung unterbreitet.»

B. Erläuterungen
Im Interesse einer optimalen Kapitalbewirtschaftung sollen auch künftig Aktien zur Vernichtung zurückgekauft werden, sofern die Kapitalausstattung der Bank dies erlaubt. Der Verwaltungsrat schlägt deshalb vor, ihn zu ermächtigen, eigene Aktien im Gesamtwert von maximal CHF 5 Milliarden zurückzukaufen. Das Rückkaufsprogramm 2006/ 2007 wurde am 14. Februar 2006 angekündigt.

Der Verwaltungsrat hat sich entschieden, erneut ein zweistufiges Vorgehen zu wählen, bei welchem die Aktionäre an einer ersten Generalversammlung den Grundsatzentscheid fällen und an der nächsten Generalversammlung über die definitive Vernichtung der Titel beschliessen. Dies hat den Vorteil, dass durch die Zustimmung der Aktionäre zur späteren Vernichtung einer maximalen Anzahl Aktien diese nicht mehr unter das gesetzliche Verbot fallen, mehr als 10% der eigenen Aktien zu halten. Mit diesem Vorgehen gewinnt UBS grössere Flexibilität, die im Interesse der laufenden Handels- und Kapitalmanagementaktivitäten der Bank liegt.

Die Revisionsstelle Ernst & Young AG hat in einem besonderen Revisionsbericht zuhanden des Verwaltungsrates bestätigt, dass aus heutiger Sicht die Forderungen der Gläubiger auch bei der zusätzlich beantragten Herabsetzung des Kapitals gedeckt sind und die Liquidität der Bank gesichert bleibt.

5.3. Einmalausschüttung in Form einer Nennwertrückzahlung

A. Antrag
Der Verwaltungsrat beantragt, zusätzlich zur Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2005 eine Nennwertrückzahlung im Betrag von CHF 0.60 pro ausgegebene Aktie vorzunehmen.

Artikel 4 Absatz 1 und 4a der Statuten werden entsprechend angepasst.

B. Erläuterungen
2005 realisierte UBS AG aus dem Verkauf der Private Banks & GAM (SBC Wealth Management Group) an Julius Bär einen ausserordentlichen Gewinn nach Steuern von rund CHF 3,7 Milliarden. Mit einer einmaligen, steuerprivilegierten Ausschüttung werden UBS Aktionäre an diesem Gewinn beteiligt - zusätzlich zur bereits erhöhten Dividende von brutto CHF 3.20 gemäss Traktandum 2. Der Verwaltungsrat beantragt daher, den Aktionären eine Rückzahlung von CHF 0.60 pro Aktie zu leisten, mittels einer Herabsetzung des Nennwertes von CHF 0.80 auf CHF 0.20 je Namenaktie. Diese Ausschüttung erfolgt ohne Abzug der eidgenössischen Verrechnungssteuer von 35% und unterliegt für Privatpersonen in der Schweiz nicht der Einkommenssteuer. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Generalversammlung und der Eintragung der Kapitalherabsetzung und der Nennwertrückzahlung in das Handelsregister, erfolgt die Auszahlung am 12.Juli 2006 an jene Aktionäre, welche am 7. Juli 2006 UBS-Aktien halten.

5.4. Aktiensplit

A. Antrag
Der Verwaltungsrat beantragt nach Vollzug der Kapitalherabsetzung und der Nennwertrückzahlung, den Nennwert der dann ausgegebenen Aktien im Verhältnis 1:2 zu splitten und die Zahl der Aktien entsprechend zu erhöhen.

Artikel 4 Absatz 1 und 4a der Statuten werden entsprechend angepasst.

B. Erläuterungen
Nach dem beantragten Split im Verhältnis 1:2 wird die UBS-Aktie einen Nennwert von CHF 0.10 haben und an den Börsen einen Kurswert aufweisen, welcher besser ins internationale Umfeld passt. Die Handelbarkeit und damit die Liquidität werden durch die niedrigeren Kurswerte verbessert.

5.5. Statutenänderungen

5.5.1. Statutenanpassungen
(Artikel 4 Absatz 1 und Artikel 4a der Statuten)


A. Antrag
Sofern die Generalversammlung den Anträgen des Verwaltungsrates zu den Traktanden 5.1, 5.3 und 5.4 zustimmt, beantragt der Verwaltungsrat, die Artikel 4 Absatz 1 und Artikel 4a der Statuten in folgender Fassung zu genehmigen:

Artikel 4 Absatz 1
Das Aktienkapital der Gesellschaft beträgt CHF 210306504.40 (zweihundertzehn Millionen dreihundertsechstausend fünfhundertvier Franken und vierzig Rappen). Es ist eingeteilt in 2103 065044 Namenaktien mit einem Nennwert von je CHF 0.10. Das Aktienkapital ist voll liberiert.

Artikel 4a
Mitarbeiterbeteiligungspläne von Paine Webber Group Inc., New York («PaineWebber»)
Das Aktienkapital erhöht sich, unter Ausschluss des Bezugsrechtes der bisherigen Aktionäre, um höchstens CHF 364 700.20, entsprechend höchstens 3 647 002 voll zu liberierenden Namenaktien von je CHF 0.10, durch Ausübung von Optionen, die den Mitarbeitern von PaineWebber in Ablösung ihrer bisherigen Optionspläne beim Vollzug des Vertrages über den Zusammenschluss vom 12. Juli 2000 eingeräumt wurden. Das Bezugsverhältnis, die Fristen und weitere Einzelheiten wurden von Paine- Webber festgelegt und von der UBS AG übernommen. Der Erwerb von Aktien durch die Ausübung von Optionsrechten sowie jede nachfolgende Übertragung der Aktien unterliegen der Eintragungsbeschränkung von Artikel 5 der Statuten.

B. Erläuterungen
Die neuen Artikel 4 Absatz 1 und Artikel 4a der Statuten sind das Ergebnis der unter den Traktanden 5.1., 5.3. und 5.4 beantragten Beschlüsse:

Sollten die Aktionäre einzelne Anträge des Verwaltungsrates zu den Traktanden 5.1., 5.3. und 5.4. ablehnen, wird Artikel 4 Absatz 1 bzw. Artikel 4a der Statuten entsprechend angepasst. Bei Annahme sämtlicher Anträge des Verwaltungsrates zu den Traktanden 5.1, 5.3 und 5.4 werden die unter diesem Traktandum 5.5 beschlossenen Statutenänderungen erst nach Durchführung der Kapitalherabsetzung und Nennwertrückzahlung gemäss Traktanden 5.1 und 5.3 (d.h. nach Ablauf der gesetzlichen Wartefrist von 2 Monaten) ins Handelsregister eingetragen.

5.5.2. Herabsetzung des Schwellenwertes für Traktandierungsbegehren (Artikel 12 Absatz 1 der Statuten)

A. Antrag
Sofern die Generalversammlung dem Antrag des Verwaltungsrates zum Traktandum 5.3 zustimmt, beantragt der Verwaltungsrat, den Artikel 12 Absatz 1 in folgender Fassung zu genehmigen:

Artikel 12 Absatz 1
Aktionäre, die Aktien im Nennwert von CHF 62 500 vertreten, können innert einer von der Gesellschaft publizierten Frist schriftlich unter Angabe der Anträge die Traktandierung von Verhandlungsgegenständen verlangen.

B. Erläuterungen
Sofern die Generalversammlung die Nennwertrückzahlung gemäss Antrag des Verwaltungsrates zu Traktandum 5.3. genehmigt, soll auch der Schwellenwert für Traktandierungsbegehren herabgesetzt werden. Die Herabsetzung erfolgt dabei proportional zur Reduktion des Aktienkapitals, damit weiterhin 312 500 Namenaktien (625 000 Namenaktien nach dem Aktiensplit) dazu berechtigen, die Traktandierung eines Verhandlungsgegenstandes zu verlangen. Der Verwaltungsrat möchte mit dieser Massnahme sicherstellen, dass Aktionärsrechte durch die Nennwertreduktion nicht geschmälert werden.

Der neue Artikel 12 Absatz 1 der Statuten wird nur zusammen mit der unter Traktandum 5.3. beschlossenen Nennwertrückzahlung ins Handelsregister eingetragen.