Vergütung 2017

UBS erzielte 2017 ein ausgezeichnetes Finanzergebnis, bewahrte eine starke Kapitalposition und erreichte das Ziel, Nettokosten einzusparen. Unsere Grundsätze der Gesamtvergütung geben einen Rahmen dafür vor, wie nachhaltige Leistung und umsichtige Risikobereitschaft gegeneinander abzuwägen sind, und legen das Augenmerk auf das Verhalten sowie einwandfreie Risikomanagementpraktiken. Unsere Vergütungsstruktur ist mit unseren strategischen Prioritäten abgestimmt und ermutigt unsere Mitarbeiter zur Fokussierung auf unsere Kunden, zu nachhaltiger Wertschöpfung und zur Erfüllung höchster Leistungsstandards.

2017 Performance und Pool für leistungsabhängige Zuteilungen

Unser bereinigter1 Vorsteuergewinn nahm um 16% auf 6,2 Milliarden Franken zu. Der den Aktionären zurechenbare Reingewinn belief sich auf 1,1 Milliarden Franken (2016: 3,2 Milliarden Franken). Er beinhaltete eine Nettoabschreibung auf latente Steueransprüche in Höhe von 2,9 Milliarden Franken. Ohne die Nettoabschreibung auf latente Steueransprüche wäre das den Aktionären zurechenbare Konzernergebnis im Vorjahresvergleich um 22% gestiegen. Diese Nettoabschreibung hatte keinen Einfluss auf unsere Fähigkeit, Kapital an die Aktionäre zurückzuführen und einen unwesentlichen Einfluss auf unser hartes Kernkapital (CET1, vollständig umgesetzt).

Mit einer harten Kernkapitalquote (CET1) von 13,8% und einer verbesserten Leverage Ratio des harten Kernkapitals (CET1) von 3,7% (beide auf Basis einer vollständigen Umsetzung) verfügen wir weiterhin über eine starke Kapitalposition. Der Verwaltungsrat beabsichtigt, eine Dividende von 0.65 Franken pro Aktie vorzuschlagen, was gegenüber 2016 einer Erhöhung um 8% entspricht. Ausserdem wird UBS ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von bis zu 2 Milliarden Franken über die nächsten drei Jahre lancieren. 2018 können Aktien für
maximal 550 Millionen Franken zurückgekauft werden.

Basierend auf den Ergebnissen 2017 des Konzerns und der Unternehmensbereiche belief sich der Gesamtpool für leistungsabhängige
Zuteilungen auf 3,1 Milliarden Franken. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme um 6%. Bei der Festlegung des Pools für leistungsabhängige Zuteilungen berücksichtigt das Compensation Committee eine Reihe von finanziellen Faktoren wie die risikobereinigte Profitabilität und die Kapitalstärke, die finanzielle Tragbarkeit, das Risikoprofil und den Fokus auf die Aktionärserträge. Die Neubewertungen der latenten Steueransprüche reflektieren nicht die Geschäftsperformance und liegen ausserhalb der Kontrolle des Managements. Deshalb haben sie, wie bereits in den Vorjahren, als die Bewertungseffekte positiv waren, keinen Einfluss auf die Finanzierung des Pools für leistungsabhängige Zuteilungen. Der Pool für leistungsabhängige Zuteilungen für die Konzernleitung einschliesslich des Group CEO lag bei 74,2 Millionen Franken. Dies entspricht einem Anstieg von 3,1%.

Vergütungsphilosophie und -struktur 2017

Unsere Vergütungsphilosophie bringt die Interessen unserer Anleger, Kunden und Mitarbeiter miteinander in Einklang. Seit der Einführung unseres aktuellen Gesamtvergütungssystems im Jahr 2012 ist dieses weitgehend unverändert geblieben. Die Konsistenz unseres Ansatzes stärkt weiterhin unsere Kultur nachhaltiger Leistung, persönlicher Verantwortung und angemessener Risikobereitschaft. Zudem schafft unser Ansatz Klarheit bei Vergütungsdiskussionen mit unseren Mitarbeitern und Aktionären.

Um unsere Kultur und unseren Risikomanagement-Ansatz zu stärken und zudem die Wichtigkeit von nachhaltigen Ergebnissen zu betonen, erfolgt die variable Vergütung bei UBS zum wesentlichen Teil in Form einer aufgeschobenen Vergütung anstatt eines Long-term Incentive Plans. Die maximal realisierbare Vergütung kann die Höhe der gewährten Zuteilung, mit Ausnahme von Marktbewegungen und Veränderungen der Renditen der Instrumente, nicht übersteigen. Entsprechend verfügen unsere Vergütungspläne über keinen Hebeleffekt, wie beispielsweise Multiplikatoren, weshalb sie nicht zu übertriebener Risikobereitschaft animieren. Wir sind der Meinung, dass UBS eine der längsten Aufschubfristen in der Finanzbranche
aufweist. 

Das Compensation Committee hat unsere Vergütungsgrundsätze und -struktur überprüft und weitere Verbesserungen vorgenommen, um unseren Vergütungsansatz noch besser auf unsere langfristige Strategie sowie die Interessen unserer Aktionäre und Kunden abzustimmen, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und die regulatorischen Anforderungen zu erfüllen. Wir haben beispielsweise, um konkurrenzfähig zu bleiben, die Obergrenze für die unmittelbaren
leistungsabhängigen Barzahlungen auf zwei Millionen Franken angehoben, ohne Auswirkung auf die Höhe der Gesamtvergütungen aller betroffener Mitarbeiter inklusive Konzernleitungsmitglieder. Zudem haben wir die Anforderungen für den Group CEO und die übrigen Konzernleitungsmitglieder im Zusammenhang mit dem
Aktienbesitz wesentlich erhöht.