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Generalversammlung der UBS

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Die Aktionäre der UBS wählten an der ordentlichen Generalversammlung vom 18. April in Basel Ernesto Bertarelli in den Verwaltungsrat. Zustimmung erhielt auch der Antrag des Verwaltungsrates, für das Geschäftsjahr 2001 anstelle der Ausschüttung einer Dividende eine Nennwertrückzahlung von CHF 2.00 pro Aktie vorzunehmen. Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel ging in seiner Rede ausführlich auf die Themen Corporate Governance und Management-Entlöhnung ein. Er gab die Höhe seiner gesamten Bezüge für 2001 mit 12.5 Mio. CHF bekannt. An der Generalversammlung nahmen 2347 Aktionärinnen und Aktionäre teil, welche 323 986 488 Stimmen vertraten.

Die Aktionäre der UBS haben an der ordentlichen Generalversammlung vom 18. April Jahresbericht und Konzernrechnung für 2001 genehmigt und den Mitgliedern des Verwaltungsrates und der Konzernleitung Entlastung erteilt. Markus Kündig, nebenamtlicher Vizepräsident des Verwaltungsrates, trat an der Generalversammlung infolge Erreichens der Altersgrenze von seinem Amt zurück. Die Aktionäre wählten Ernesto Bertarelli, CEO von Serono International AG, für eine vierjährige Amtszeit als neues Mitglied in den Verwaltungsrat.

Kapitalherabsetzung durch Nennwertrückzahlung und Aktienvernichtung
Die Generalversammlung stimmte dem Antrag des Verwaltungsrates zu, anstelle der Ausschüttung einer Dividende eine Nennwertrückzahlung von CHF 2.00 pro Aktie vorzunehmen. Ebenfalls genehmigt wurde die definitive Vernichtung von 28'818'690 Aktien, die - gestützt auf einen Beschluss der Generalversammlung von 2001 - zurückgekauft worden waren. Durch die beiden Beschlüsse wird das Aktienkapital insgesamt um rund CHF 2,6 Milliarden herabgesetzt.

Fortschrittliche Corporate Governance
In seiner Präsidialadresse ging Marcel Ospel detailliert auf die Führungsverantwortung und die Kompetenzaufteilung bei UBS ein. Er betonte die gesetzlich definierte Rolle des Verwaltungsrates als oberstes Leitungsgremium der Gesellschaft, insbesondere bei der strategischen Führung des Konzerns, bei wichtigen Personalentscheiden und im Risikobewilligungs- und Risikoüberwachungsprozess. Er verdeutlichte die Mechanismen zur Wahrung der Aktionärsinteressen anhand der drei wichtigen Ausschüsse des Verwaltungsrates: Das Audit Committee, welches die Rechnungslegung und die entsprechenden Kontrollmechanismen überwacht, der Nominationsausschuss, der die Zusammensetzung des Verwaltungsrates vorschlägt, und der Kompensationsausschuss, welcher die Entlöhnung der obersten Führungsebene festlegt.

Zudem hielt Marcel Ospel fest, dass Corporate Governance für UBS kein neues Anliegen ist. Der Konzern setzt seit 1998 modernste internationale Normen um, welche regelmässig auf den neusten Stand gebracht werden. UBS erfüllt sowohl die Anforderungen der amerikanischen Börsenaufsicht SEC, als auch die neu erarbeiteten Regeln des schweizerischen Wirtschaftsverbandes economiesuisse und der Schweizer Börse.

Kompensationspolitik im Interesse der Aktionäre
UBS legt bereits seit 1998 die Gesamtkompensation von Verwaltungsrat, Konzernleitung und Group Managing Board im Geschäftsbericht offen, ebenso die Gesamtzahl der Aktien und Optionen, die von dieser Gruppe gehalten werden.

Die am 17. April 2002 neu verabschiedeten Corporate Governance - Richtlinien der SWX fordern eine weitergehende Offenlegung, die UBS im Jahresbericht 2002 umsetzen wird. Bereits an der Generalversammlung gab Marcel Ospel als Verwaltungsratsmitglied mit der gesamthaft höchsten Entschädigung bekannt, dass seine Bezüge (Barbezüge, Aktien und Optionen) für das Jahr 2001 12.5 Mio. CHF betragen haben. Während die neue Richtlinie der SWX die Transparenz erhöht, kann nach Ansicht der UBS die Publikation individueller Vergütungen Missbräuche nicht verhindern. Eine wirksame Corporate Governance bleibt weiterhin die beste Voraussetzung für eine Kompensationspolitik im Sinne der Aktionäre.

Bei UBS werden Leistungsorientierung, Kontrolle und nachhaltige Ausrichtung an Aktionärsinteressen durch verschiedene Elemente gewährleistet. Der Kompensationsausschuss, der von einem unabhängigen Verwaltungsratsmitglied geleitet wird, trifft sämtliche Entscheide zur Entlöhnung der obersten Führungsebene und bürgt für die Einhaltung der festgelegten Regeln. Die Gesamtkompensation dieser Führungskräfte besteht neben einem Grundsalär aus einer leistungsgebundenen Komponente. Auf dieser Grundlage werden für die Führungskräfte am Jahresanfang individuelle Ziele definiert und zum Zeitpunkt der Erfolgsbeurteilung mit den effektiv erreichten Ergebnissen verglichen. Abweichungen schlagen sich in der Kompensation direkt nieder. Im Jahr 2001 hat dies beispielsweise dazu geführt, dass die Gesamtbezüge der Führung unter Ausklammerung des Managements von PaineWebber um durchschnittlich 22% zurückgingen. Die Gesamtkompensation der Angehörigen der obersten Führungsebene der UBS wird zu 50% in bar und zu 50% in Aktien ausgerichtet, wobei die Aktien während 5 Jahren gesperrt bleiben. Der Kompensationsausschuss kann weitere Optionen zuteilen, die ebenfalls gesperrt sind.

Auch Peter Wuffli, Präsident der Konzernleitung, ging in seinem Referat auf Salärfragen ein. Er unterstrich, dass bei UBS alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leistungsbezogen entlöhnt werden. Aktienbeteiligungspläne stehen sämtlichen Mitarbeitern offen und lassen sie als Aktionäre am Erfolg der UBS teilhaben.

Zukunftsgerichtete Unternehmenskultur
Sowohl der Verwaltungsratspräsident als auch der Präsident der Konzernleitung zeigte sich zuversichtlich für die Zukunft der UBS. Sie betonten die überzeugende Strategie des Unternehmens, die sich auch in den Turbulenzen des vergangenen Jahres bewährt hat, die hochkarätige Kundenbasis und die Professionalität der Mitarbeitenden. Als wichtigen Erfolgsfaktor bezeichnete Peter Wuffli auch die Unternehmenskultur, die Neuem gegenüber stets offen ist, ohne Bewährtes unbedacht über Bord zu werfen. UBS hat diese Stärke bei zahlreichen Akquisitionen der vergangenen Jahre unter Beweis gestellt und ist daraus immer gestärkt hervorgegangen.

Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft

Peter Wuffli betonte schliesslich auch die Verantwortung des Unternehmens gegenüber der Gemeinschaft, die mit der Schaffung eines "Corporate Responsibility Committee, zusammengesetzt aus Mitgliedern des Verwaltungsrates, der Konzernleitung und des Group Managing Board, im vergangenen Jahr unterstrichen wurde. Dieser Ausschuss dient als wichtiges Forum, um Themen wie Bekämpfung der Geldwäscherei, Terrorismusfinanzierung, aber auch Nichtdiskriminierung am Arbeitsplatz oder gemeinnützige Einsätze von Mitarbeitern, auf höchster Ebene zu diskutieren.



Basel, 18. April 2002
UBS AG

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