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UBS mit Gewinn von CHF 1 205 Millionen im 4. Quartal

Zürich / Basel Quarterly Results

Viertes Quartal 2009

  • Den UBS-Aktionären zurechenbarer Reingewinn von CHF 1 205 Millionen; alle Unternehmensbereiche erzielten im 4. Quartal 2009 einen Vorsteuergewinn

  • Niedrigere Kosten, tiefere Wertberichtigungen für eigene Verbindlichkeiten sowie eine Steuergutschrift führten zu einer Verbesserung gegenüber dem Vorquartal

Effizienzsteigerung und Kostenkontrolle

  • Aufgrund der Anfang 2009 initiierten Kostensenkungs- und Effizienzprogramme reduzierten sich die Fixkosten 2009 deutlich auf CHF 20,2 Milliarden. Dies entspricht im Grossen und Ganzen der für 2010 festgelegten Zielvorgabe von CHF 20 Milliarden

  • Der Personalbestand sank während des Jahres um 16% auf 65 233 Mitarbeiter. Dies entspricht weitgehend der für 2010 vorgesehenen Zielgrösse von 65 000

Finanzkraft

  • BIZ-Kernkapitalquote (Tier 1) von 15,4% per 31. Dezember 2009, verglichen mit 11,0% per 31. Dezember 2008; FINMA Leverage Ratio von 3,9% im 4. Quartal 2009, gegenüber 2,5% im 4. Quartal 2008

  • Risiken und Bilanz weiter reduziert: Die Aktiven1 gingen gegenüber dem Vorjahr um 21% auf CHF 919 Milliarden zurück und die gesamten risikogewichteten Aktiven sanken im Vorjahresvergleich um 32% auf CHF 207 Milliarden per 31. Dezember 2009

Nettoneugelder und verwaltete Vermögen

  • Nettoneugeldabflüsse im 4. Quartal 2009 von CHF 33,2 Milliarden bei Wealth Management & Swiss Bank, von CHF 12,0 Milliarden bei Wealth Management Americas und von CHF 11,0 Milliarden bei Global Asset Management

  • Verwaltete Vermögen von CHF 2 233 Milliarden per 31. Dezember 2009, plus 3% gegenüber dem Vorjahr bzw. minus 1% verglichen mit dem Vorquartal

Kommentar des CEO und Ausblick

  • UBS liegt gemäss Group CEO Oswald J. Grübel mit dem Aufbau der neuen UBS im Plan. Dies belegen auch die Rückkehr in die Gewinnzone sowie die verstärkte Kapitalbasis

  • Die Ursachenbekämpfung der Nettoneugeldabflüsse hat weiterhin Priorität. Das Management ist zuversichtlich, dass mit greifbaren Erfolgen die Reputation wieder steigt

  • Die erzielten Fortschritte bei der Effizienzsteigerung, der Risikoreduktion sowie dem Neuaufbau und der Neuausrichtung der Geschäfte dürften sich in den kommenden Quartalen positiv auswirken

CEO Oswald J. Grübel kommentiert die Ergebnisse des 4. Quartals wie folgt: «Anfang 2009 war die Krise auf ihrem Höhepunkt. Ende letztes Jahr ist UBS in die Gewinnzone zurückgekehrt und hat damit eines ihrer prioritären Ziele erreicht. Wir haben die Transformation von UBS mit Entschlossenheit vorangetrieben, und die Bank ist heute fokussiert, effizient und robust. Wir erwarten, dass mit der Rückkehr zur Profitabilität auch das Kundenvertrauen und unsere Reputation wieder steigen.»

Gewinn von CHF 1 205 Millionen im 4. Quartal

UBS weist für das 4. Quartal einen den UBS-Aktionären zurechenbaren Reingewinn von CHF 1 205 Millionen aus (Vorquartal: Verlust von CHF 564 Millionen).

Der Vorsteuergewinn von Wealth Management & Swiss Bank stieg um 40% von CHF 792 Millionen auf CHF 1 109 Millionen, hauptsächlich aufgrund des tieferen Personalaufwands und anderen, damit zusammenhängenden Kostensparmassnahmen. Die Erträge blieben gegenüber dem 3. Quartal praktisch unverändert.

Der Vorsteuergewinn von Wealth Management Americas erhöhte sich um 62% von CHF 110 Millionen auf CHF 178 Millionen aufgrund leicht gestiegener Erträge. Die Hauptgründe für diese Verbesserung sind ein ausserordentlicher Zinsertrag, höhere Gebühreneinnahmen sowie ein tieferer Personalaufwand.

Global Asset Management steigerte den Vorsteuergewinn von CHF 130 Millionen auf CHF 284 Millionen. Der Ertragsrückgang wurde durch den tieferen Personalaufwand mehr als ausgeglichen.

Die Investment Bank wies einen Vorsteuergewinn von CHF 297 Millionen aus, nach einem Verlust von CHF 1 370 Millionen im Vorquartal. Das 4. Quartal 2009 war geprägt von einem Marktabschwung auf breiter Front, niedrigeren Volumen und eingeschränkteren Handelschancen, welche die Erträge der Einheiten Equities sowie Fixed Income, Currencies and Commodities (FICC) beeinträchtigten. Im Investment Banking Department nahmen die Erträge gegenüber dem Vorquartal zu. Im Ergebnis des 4. Quartals enthalten ist ein Verlust von CHF 24 Millionen auf eigenen Schuldtiteln, die als finanzielle Verpflichtungen zum Fair Value bilanziert sind. Im 3. Quartal hatte dieser Verlust CHF 1 436 Millionen betragen. Die Wertberichtigungen für Kreditrisiken gingen von CHF 243 Millionen auf CHF 70 Millionen zurück. Der Geschäftsaufwand nahm aufgrund niedrigerer Abgrenzungen für variable Vergütungen ab.

Das Corporate Center wies einen Vorsteuerverlust aus fortzuführenden Geschäftsbereichen von CHF 956 Millionen aus, nachdem er im Vorquartal bei CHF 255 Millionen gelegen hatte. Das Resultat für das 4. Quartal beinhaltet eine Neuzuweisung von Negativerträgen von der Investment Bank an Corporate Center, bedingt durch Anpassungen bei der Berechnung eigener Verbindlichkeiten aus vorhergehenden Berichtsperioden.

Im Ergebnis des 4. Quartals ist eine Steuergutschrift von CHF 480 Millionen berücksichtigt, die in erster Linie der Neubewertung latenter Steuerverpflichtungen zuzuschreiben ist, hauptsächlich in den USA.

Business division performance: 4Q09 vs 3Q09

Gesamtjahr 2009

Der den UBS-Aktionären zurechenbare Reinverlust verringerte sich für das Gesamtjahr 2009 auf CHF 2 736 Millionen, gegenüber CHF 21 292 Millionen im Vorjahr. Bereinigt um unten erwähnte buchhalterische Effekte belief sich der operative Vorsteuergewinn für 2009 auf CHF 1,4 Milliarden. Im Jahr 2009 entstand die grösste buchhalterische Belastung durch Verluste auf eigenen Schuldtiteln, die als finanzielle Verpflichtungen zum Fair Value verbucht wurden. Diese Verluste auf eigenen Verbindlichkeiten sind auf die verbesserte Wahrnehmung der Kreditwürdigkeit von UBS im Jahr 2009 zurückzuführen – eine zwar positive Entwicklung, die jedoch eine Nettobelastung von CHF 2,0 Milliarden zur Folge hatte. Die anderen Posten betrafen einen Verlust im Zusammenhang mit dem Abschluss des Verkaufs von UBS Pactual (CHF 1,4 Milliarden), Restrukturierungskosten (CHF 0,8 Milliarden) sowie einen Gewinn im Zusammenhang mit der Pflichtwandelanleihe, die zuvor von der Schweizerischen Eidgenossenschaft gehalten worden war und im August 2009 gewandelt wurde (CHF 0,3 Milliarden).

Nettoneugelder und verwaltete Vermögen

Wealth Management & Swiss Bank – Der Abfluss von Nettoneugeldern belief sich im 4. Quartal 2009 auf CHF 33,2 Milliarden, gegenüber CHF 16,7 Milliarden im Vorquartal. Von der italienischen Steueramnestie waren verwaltete Vermögen in Höhe von CHF 22,8 Milliarden betroffen, von denen CHF 14,3 Milliarden bei UBS geblieben sind. Insgesamt belief sich der Mittelabfluss von Schweizer Kunden auf CHF 5,9 Milliarden, verglichen mit CHF 3,9 Milliarden, während bei den Firmen- und institutionellen Kunden Nettoneugeldzuflüsse zu verzeichnen waren. Bei den internationalen Kunden beliefen sich die Abflüsse auf CHF 27,3 Milliarden, gegenüber CHF 12,9 Milliarden. In der Region Asien/Pazifik war die Nettoneugeldentwicklung im 4. Quartal positiv.

Wealth Management Americas – Im 4. Quartal betrugen die Nettoneugeldabflüsse CHF 12,0 Milliarden, gegenüber CHF 9,9 Milliarden im 3. Quartal 2009. Grund dafür waren Abgänge von Finanzberatern sowie die begrenzte Neurekrutierung erfahrener Finanzberater. Die pro Finanzberater verwalteten Vermögen nahmen im Quartalsverlauf zu und zählen nach wie vor zu den höchsten in der Branche.

Global Asset Management – Im 4. Quartal 2009 beliefen sich die Nettoneugeldabflüsse auf CHF 11,0 Milliarden, gegenüber CHF 10,0 Milliarden im Vorquartal. Ohne Berücksichtigung der Mittelflüsse bei den Geldmarktfonds nahmen die Neugeldabflüsse von CHF 2,3 Milliarden auf CHF 5,7 Milliarden zu. Im Bereich Institutional stiegen die Abflüsse von CHF 1,2 Milliarden auf CHF 3,8 Milliarden. Ohne Berücksichtigung der Mittelflüsse bei den Geldmarktfonds lagen die Neugeldabgänge bei CHF 3,6 Milliarden, verglichen mit Nettozuflüssen von CHF 1,4 Milliarden im Vorquartal. Im Bereich Wholesale Intermediary verlangsamten sich die Nettoneugeldabflüsse von CHF 8,8 Milliarden auf CHF 7,2 Milliarden. Unter Ausklammerung der Mittelflüsse bei den Geldmarktfonds gingen die Nettoneugeldabflüsse in diesem Bereich von CHF 3,7 Milliarden auf CHF 2,1 Milliarden zurück.

Die verwalteten Vermögen beliefen sich auf CHF 2 233 Milliarden am 31. Dezember 2009, gegenüber CHF 2 258 Milliarden am 30. September 2009. Einflussfaktoren waren die oben erwähnten Nettoneugeldabflüsse sowie negative Wechselkurseffekte. Diese Faktoren wurden durch positive Marktentwicklungen teilweise kompensiert. Von den verwalteten Vermögen entfielen CHF 960 Milliarden auf Wealth Management & Swiss Bank, CHF 690 Milliarden auf Wealth Management Americas und CHF 583 Milliarden auf Global Asset Management. Verglichen mit dem Stand Ende 2008 erhöhten sich die verwalteten Vermögen von UBS von CHF 2 174 Milliarden um 3%.

Kapital und Bilanz

Am 31. Dezember 2009 wies UBS eine BIZ-Kernkapitalquote (Tier 1) von 15,4% aus, gegenüber 15,0% am 30. September 2009. Die risikogewichteten Aktiven (RWA) sanken im Verlauf des 4. Quartals um 2% auf CHF 207 Milliarden, während beim BIZ-Kernkapital (Tier 1) ein Zuwachs von CHF 0,2 Milliarden auf CHF 31,8 Milliarden zu verzeichnen war.

UBS reduzierte ihre Bilanz im 4. Quartal um weitere CHF 136 Milliarden. Die Bilanzsumme belief sich per 31. Dezember 2009 auf CHF 1 341 Milliarden. Gegenüber dem 31. Dezember 2008 wurde die Bilanz um 33% verkleinert, und die risikogewichteten Aktiven verminderten sich um 32%, indem die verbleibenden Risikopositionen deutlich reduziert wurden.

Ausblick

In den kommenden Quartalen erwartet UBS, dass sich die verbesserte operative Effizienz, die Risikominderung sowie der Neuaufbau und die Neuausrichtung ihrer Geschäfte positiv auswirken werden. UBS ist zuversichtlich, dass die von ihr ergriffenen Massnahmen zur Ursachenbekämpfung von Vermögensabflüssen erfolgreich sein werden. Doch für die unmittelbare Zukunft ist nach wie vor mit einer negativen Nettoneugeldentwicklung zu rechnen, verbunden mit einem gewissen Margendruck. Die Ergebnisse der Investment Bank sind immer stark von der Verfassung der Märkte abhängig, und im Januar waren die Kundenaktivitäten hoch. Natürlich lässt sich nicht vorhersagen, wie lange dieses attraktive Handelsumfeld anhalten wird. UBS geht jedoch davon aus, dass sich die Performance der Investment Bank im Jahr 2010 insgesamt verbessern wird, unter anderem weil die verbleibenden Risikopositionen die Ergebnisse weit weniger stark beeinflussen dürften.

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