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UBS mit Quartalsverlust von CHF 726 Millionen vor Steuern - im Rahmen der Gewinnwarnung vom 1. Oktober 2007

UBS beendete das dritte Quartal 2007 mit einem Verlust vor Steuern und Minderheitsanteilen von CHF 726 Millionen. Dies liegt innerhalb der am 1. Oktober angekündigten Bandbreite von CHF 600 bis 800 Millionen. Nach Steuern und Minderheitsanteilen resultiert ein den Aktionären zurechenbarer Konzernverlust von CHF 830 Millionen.

Marcel Rohner, Chief Executive Officer: «Das Ergebnis des dritten Quartals ist ohne Zweifel eine Enttäuschung. Wir haben aber Massnahmen ergriffen, um unsere Performance zu steigern. Unser neues Führungsteam ist dabei, die für diese Verluste verantwortlichen Schwachstellen zu beheben. Dazu gehören Bewirtschaftung, Volumen und Struktur unserer Bilanz. Hinzu kommen Verbesserungen im Bereich Marktrisikomanagement und -kontrolle.»

Gründe für die verschlechterte Performance von UBS im dritten Quartal sind umfangreiche Verluste und Abschreibungen auf Handelsbeständen im Zusammenhang mit hypothekarisch gesicherten Wertschriften im US-Subprime-Markt für Wohnliegenschaften (Residential Mortage-Backed Securities). Dies führte im Bereich Fixed Income, Currencies and Commodities der Investment Bank zu einem negativen Erfolgsbeitrag von CHF 4,2 Milliarden.

Auf den betroffenen Wertschriftenbeständen, die umfangreich sind und sich zum Teil noch in den Büchern von UBS befinden, wurden seinerzeit zwar bis zu einem gewissen Grad Gegenpositionen eingegangen mit dem Ziel, das bei normalen Marktbedingungen bestehende Risiko einzudämmen. Die Korrektur im US-Subprime-Sektor fiel speziell im August aber derart drastisch und unvermittelt aus, dass die Märkte illiquid wurden. Dies führte zu substanziellen Bewertungsverlusten, auch auf Positionen mit hohem Kreditrating. Der US-Immobilienmarkt blieb im Berichtsquartal geschwächt, was UBS bei der Bewertung ihrer Bestände an hypothekarisch gesicherten Wertpapieren per Ende September berücksichtigt hat.

Alle übrigen Geschäftseinheiten von UBS zeigen anhaltende Stärke. Das Wealth Management hat ein ausgezeichnetes Quartal hinter sich und arbeitet profitabler denn je. Die Fähigkeit zur Akquisition von Neugeldern ist ungebrochen, wie der starke Zufluss von CHF 40,2 Milliarden im Wealth Management im dritten Quartal zeigt. Die Einkünfte im Wealth und Asset Management blieben hoch, gestützt auf die verwalteten Vermögen, die per 30. September 2007 einen Stand von CHF 3100 Milliarden erreichten.

Für UBS als Ganzes fiel der Ertrag aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft deutlich höher aus als im dritten Quartal 2006 und ging gegenüber dem historischen Höchststand des zweiten Quartals nur unwesentlich zurück. Gründe dafür - abgesehen vom starken Abschneiden im Wealth und Asset Management - sind auch der Gewinnzuwachs im Vorjahresvergleich im Aktienemissionsgeschäft sowie im Advisory-Business innerhalb der Investment Bank. Hinzu kommen hohe Einkünfte im Bereich Equities. Im Zwölfmonatsvergleich erhöhten sich die Handelserträge auf einigen Gebieten ebenfalls, insbesondere bei den Aktienderivaten, im Prime Brokerage, bei den Zinsderivaten und Staatsanleihen wie auch beim kundenseitigen Vertrieb im Geldmarkt-, Währungs- und Rohstoffgeschäft.

Trotz der enttäuschenden Ergebnisse im dritten Quartal weist UBS für die ersten neun Monate 2007 eine starke Performance aus. Für diese Periode beläuft sich der den Aktionären zurechenbare Reingewinn aus fortzuführenden Geschäftsbereichen auf CHF 7713 Millionen. Ohne den Gewinn aus dem Verkauf der Julius-Bär-Beteiligung im zweiten Quartal und die Kosten für die Schliessung von DRCM hätte sich ein Gewinn von CHF 6016 Millionen ergeben, verglichen mit CHF 8349 Millionen vor einem Jahr.

Ausblick

Das vierte Quartal begann mit guten Resultaten aus allen Geschäftseinheiten inklusive der Investment Bank. Der Bereich Fixed Income, Currencies and Commodities bleibt jedoch nach wie vor den künftigen Marktentwicklungen ausgesetzt. Eine weitere Verschlechterung im amerikanischen Häuser- und Hypothekenmarkt oder eine Rating-Herabstufung von hypothekarisch gesicherten Wertpapieren könnte zusätzliche Abschreibungen auf ihren Positionen erforderlich machen. UBS erwartet deshalb nicht, dass sich das vierte Quartal weiter so gut entwickelt wie in der Anfangsphase, oder dass sich die gegenwärtigen Schwierigkeiten kurzfristig überwinden lassen. Konkret bedeutet dies, dass die Investment Bank für die letzten drei Monate des Jahres wahrscheinlich keinen positiven Beitrag zum Gesamtergebnis von UBS leisten wird. Die weitere Marktentwicklung bleibt ungewiss, doch ausgehend von der aktuellen Situation sollte UBS im vierten Quartal 2007 wieder profitabel sein.

3. Quartal 2007

  • Verlust vor Steuern und Minderheitsanteilen von CHF 726 Millionen im dritten Quartal, innerhalb der am 1. Oktober angekündigten Bandbreite von CHF 600 bis 800 Millionen Franken. (Der den Aktionären zurechenbare Konzernverlust beträgt CHF 830 Millionen nach Steuern und Minderheitsanteilen.)

  • Solide Performance in den ersten neun Monaten 2007, mit einem den Aktionären zurechenbaren Reingewinn von CHF 7713 Millionen aus fortzuführenden Geschäftsbereichen.

  • Die weitere Marktentwicklung bleibt ungewiss, doch ausgehend von der aktuellen Situation sollte UBS im vierten Quartal 2007 wieder profitabel sein.

  • Wie am 1. Oktober 2007 angekündigt, enthalten die Ergebnisse des dritten Quartals umfangreiche Verluste und Abschreibungen auf Handelsbeständen von hypothekarisch gesicherten Wertschriften im US-Subprime-Markt für Wohnliegenschaften (Residential Mortage-Backed Securities). Dies führte im Bereich Fixed Income, Currencies and Commodities der Investment Bank zu einem negativen Erfolgsbeitrag von CHF 4,2 Milliarden.

  • Die Geschäftseinheiten ausserhalb der betroffenen Investment Bank-Bereiche zeigen anhaltende Stärke. Das Aktienemissionsgeschäft und das Advisory-Business haben hervorragend abgeschnitten. Im Wealth Management erreichte der Neugeldzufluss im dritten Quartal CHF 40,2 Milliarden. Die Einkünfte im Wealth und Asset Management blieben hoch, gestützt auf verwaltete Vermögen von CHF 3100 Milliarden per 30. September 2007.

Kennzahlen zur Erfolgsmessung

UBS misst ihren Erfolg an vier Kennzahlen - mit dem Ziel, für ihre Aktionäre kontinuierlich steigende Renditen zu erwirtschaften. Alle Kennzahlen werden auf Basis der fortzuführenden Geschäftsbereiche berechnet. Die ersten beiden, die Eigenkapitalrendite und das verwässerte Ergebnis pro Aktie, beziehen sich auf den gesamten Konzern. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis sowie die Neugeldzahlen beschränken sich auf das Finanzdienstleistungsgeschäft. Auf dieser Basis präsentieren sich die Kennzahlen für das dritte Quartal 2007 wie folgt:

  • Annualisierte Eigenkapitalrendite für die ersten neun Monate 2007 von 20,7%, gegenüber 26,0% in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Beträchtliche Verluste innerhalb der Investment Bank konnten durch den Nachsteuergewinn von CHF 1926 Millionen aus dem Verkauf der Julius-Bär-Beteiligung im zweiten Quartal 2007 nur teilweise kompensiert werden. Ohne Berücksichtigung dieses Gewinns sowie der Kosten für die Schliessung von DRCM im zweiten Quartal 2007 (CHF 229 Millionen nach Steuern) resultiert eine annualisierte Eigenkapitalrendite für die ersten neun Monate 2007 von 17,2%.

  • Negatives verwässertes Ergebnis pro Aktie von CHF 0.49, verglichen mit einem verwässerten Gewinn von CHF 1.07 pro Aktie im dritten Quartal 2006.

  • Aufwand-Ertrags-Verhältnis im Finanzdienstleistungsgeschäft von 115,2%, eine deutliche Zunahme gegenüber den 73,8% des dritten Quartals 2006.

  • Der Neugeldzufluss erreichte im dritten Quartal 2007 CHF 38,3 Milliarden, gegenüber CHF 41,9 Milliarden im dritten Quartal 2006. Die Wealth-Management-Einheiten verzeichneten im Berichtsquartal Zuflüsse in Höhe von CHF 40,2 Milliarden, verglichen mit CHF 26,8 Milliarden im dritten Quartal 2006. Im internationalen und Schweizer Wealth-Management-Geschäft erhöhten sich die Neugelder um CHF 11,7 Milliarden auf CHF 35,1 Milliarden, mit starken Zuflüssen aus allen Regionen. Im europäischen Wealth Management belief sich der Neugeldzufluss auf rekordhohe CHF 7,3 Milliarden, gegenüber CHF 2,7 Milliarden im dritten Quartal 2006. Dies reflektiert stärkere Zuflüsse in allen Märkten mit Ausnahme Italiens. Im US-amerikanischen Wealth Management stiegen die Neugelder von CHF 3,4 Milliarden im dritten Quartal 2006 auf CHF 5,1 Milliarden im Berichtsquartal, gestützt auf Zuflüsse von Neukunden, die dank der erhöhten Anzahl Finanzberater hinzugewonnen wurden. Im Asset Management wurden in den Bereichen Institutionelle und Finanzintermediäre (Wholesale Intermediary) insgesamt Abflüsse von CHF 2,8 Milliarden verzeichnet, verglichen mit Zuflüssen von CHF 15,5 Milliarden im Vorjahresquartal. Aus gewissen Aktienprodukten mit unbefriedigender Performance zogen institutionelle Kunden Mittel ab, was durch Zuflüsse in gemischte, alternative und quantitative Mandate teilweise ausgeglichen wurde. Im Geschäft mit Finanzintermediären wurden die Abflüsse aus Fixed-Income-Mandaten durch Zuflüsse in andere Anlagekategorien nur unvollständig kompensiert. Im Schweizer Privatkundengeschäft erreichten die Neugelder CHF 0,9 Milliarden im dritten Quartal 2007, verglichen mit einem Abfluss von CHF 0,4 Milliarden im dritten Quartal 2006, hauptsächlich dank höherer Zuflüsse von bestehenden Kunden.

Ergebnisse des Finanzdienstleistungsgeschäfts

Der Verlust im operativen Kerngeschäft (den Aktionären zurechenbares Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen) belief sich auf CHF 1086 Millionen, verglichen mit einem Reingewinn von CHF 2114 Millionen vor einem Jahr und einem Gewinn von CHF 3455 Millionen im zweiten Quartal (darin nicht enthalten sind der Verkauf der Julius-Bär-Beteiligung und die Kosten für die Schliessung von DRCM). Inklusive diese beiden Faktoren ergibt sich für das zweite Quartal 2007 ein Gewinn von CHF 5152 Millionen.

Global Wealth Management & Business Banking

Der Vorsteuergewinn von Global Wealth Management & Business Banking erreichte mit CHF 2388 Millionen Franken im dritten Quartal 2007 einen neuen Höchststand und stieg gegenüber dem zweiten Quartal 2007 um CHF 47 Millionen oder 2%.

Die Geschäftseinheit Wealth Management International & Switzerland erzielte im dritten Quartal 2007 einen Rekordgewinn vor Steuern von CHF 1616 Millionen. Dies entspricht einem Anstieg von 5% gegenüber dem Vorquartal. Der Geschäftsertrag erhöhte sich um 4%, und die vermögensabhängigen Einnahmen stiegen aufgrund der Zunahme der durchschnittlichen verwalteten Vermögen. Die nicht vermögensabhängigen Einkünfte gingen infolge geringerer Kundenaktivitäten im Berichtsquartal jedoch leicht zurück.

Der Geschäftsaufwand wuchs gegenüber dem zweiten Quartal 2007 um 3%, bedingt durch den höheren Personalbestand und den Effekt abgegrenzter Bonuszahlungen. Der Sachaufwand verzeichnete lediglich eine marginale Zunahme.

Wealth Management US wies für das dritte Quartal 2007 einen Vorsteuergewinn von CHF 181 Millionen aus - eine Zunahme von 12% gegenüber dem Vorquartal (CHF 161 Millionen). In US-Dollar betrachtet stieg der Vorsteuergewinn um 14% auf rekordhohe USD 151 Millionen. Diese Verbesserung ist dem tieferen Sachaufwand zuzuschreiben, der infolge stark rückläufiger Kosten für Rechtsfälle zurückging.

Der Geschäftsertrag in CHF verringerte sich um 1%, nahm jedoch in US-Dollar betrachtet um 1% zu.

Der Geschäftsaufwand sank gegenüber dem zweiten Quartal 2007 um 2% bzw. um 1% in US-Dollar, was auf tiefere Kosten für Rechtsfälle zurückzuführen ist. Der Personalaufwand stieg um 1%. Gründe dafür waren die Vergütungen an Finanzberater, die aufgrund von Mehrerträgen zunahmen, sowie die gestiegenen Salärkosten.

Business Banking Switzerland erzielte im dritten Quartal 2007 einen Gewinn vor Steuern von CHF 591 Millionen, gegenüber CHF 637 Millionen im zweiten Quartal 2007. Im zweiten Quartal hatte die Einheit von Bewertungsgewinnen auf Aktienbeteiligungen profitiert. Der Geschäftsertrag nahm im Vergleich zum Vorquartal trotz eines erhöhten Zinserfolgs leicht ab. Leicht rückläufig war auch der Sachaufwand, bedingt durch tiefere abgegrenzte Bonuszahlungen.

Global Asset Management

Global Asset Management erzielte im dritten Quartal 2007 einen Vorsteuergewinn von CHF 369 Millionen, verglichen mit CHF 66 Millionen im zweiten Quartal, in dem die Kosten für die Schliessung von DRCM von CHF 384 Millionen enthalten waren. Unter Ausklammerung dieser Kosten ging der Vorsteuergewinn gegenüber den CHF 450 Millionen im zweiten Quartal 2007 um 18% zurück. Dies ist primär zurückzuführen auf niedrigere Performance-Fees.

Der Geschäftsertrag ging im Vergleich zum Vorquartal um 13% auf CHF 942 Millionen zurück. Im Bereich Institutional lagen die Erträge bei CHF 503 Millionen im dritten Quartal 2007, gegenüber CHF 642 Millionen im zweiten Quartal 2007, bedingt durch tiefere Performance-Fees aus alternativen und quantitativen Anlagen sowie aus dem brasilianischen Asset-Management-Geschäft. Die Einkünfte im Bereich Wholesale Intermediary verzeichneten eine geringfügige Zunahme von CHF 436 Millionen im Vorquartal auf CHF 439 Millionen im dritten Quartal 2007, in erster Linie dank der Integration von UBS Hana Asset Management. Dies wurde durch rückläufige Performance-Fees teilweise neutralisiert.

Der Geschäftsaufwand belief sich im dritten Quartal 2007 auf CHF 573 Millionen, verglichen mit CHF 1012 Millionen im Vorquartal. Die Ausgaben verringerten sich gegenüber dem zweiten Quartal 2007 um 9%, exklusive der Kosten im Zusammenhang mit der Auflösung von DRCM. Zurückzuführen ist dies hauptsächlich auf die tieferen anreizbasierten Vergütungen. Der Personalaufwand belief sich im dritten Quartal 2007 auf CHF 413 Millionen. Adjustiert um die DRCM-Schliessungskosten entspricht dies einer Abnahme von 10% gegenüber dem zweiten Quartal 2007 - die anreizbasierten Vergütungen gingen im Einklang mit den Performance-Fees zurück. Der Sachaufwand verringerte sich von CHF 124 Millionen im zweiten Quartal 2007 auf CHF 107 Millionen im dritten Quartal (DRCM-Schliessungskosten nicht eingerechnet). Hauptgrund dafür waren rückläufige Rechtskosten, IT-Kosten sowie Reise- und Repräsentationsspesen.

Investment Bank

Die Investment Bank wies im dritten Quartal 2007 einen Verlust von CHF 3680 Millionen aus, verglichen mit einem Vorsteuergewinn von CHF 1083 Millionen im dritten Quartal 2006.

Der Geschäftsertrag lag im dritten Quartal 2007 bei minus CHF 1419 Millionen. In der Vergleichsperiode des Vorjahres hatte sich diese Zahl auf plus CHF 4500 Millionen belaufen.

Das Equities-Geschäft verzeichnete im dritten Quartal 2007 Erträge in Höhe von CHF 1709 Millionen, was ungefähr dem Stand des dritten Quartals 2006 entspricht. Eine schlechte Performance auf dem Gebiet Statistical Arbitrage und anderen Bereichen des Eigenhandels führte zu Verlusten, die durch Mehreinkünfte in den meisten übrigen Sparten des Equity-Geschäfts fast vollständig kompensiert werden konnten. Die Cash-Equity-Erträge wuchsen aufgrund des global ausgedehnten Geschäftsvolumens im Berichtsquartal - die Anzahl verarbeiteter Transaktionen erreichte einen Höchststand. Entsprechend kletterten die Kommissionseinnahmen auf ein neues Rekordhoch. Im Derivatbereich blieben die Erträge sehr hoch, mit steigenden Einkünften in allen Regionen, gestützt auf zusätzliche Einnahmen aus strukturierten Produkten. Im Prime Brokerage nahmen die Erträge markant zu, bedingt durch die Steigerung der Anzahl Kunden sowie des durchschnittlichen Kundenvolumens. Teilweise neutralisiert wurde diese Entwicklung durch tiefere Spreads. Bei den börsengehandelten Derivaten wurde erneut ein Rekordquartal registriert, was sich durch erhöhte Volatilität und höhere Volumen erklärt. Letztere stiegen nicht zuletzt dank der Akquisition des globalen Futures- und Optionsgeschäfts von ABN AMRO im Jahr 2006.

Der Bereich Fixed Income, Currencies and Commodities (FICC) verzeichnete einen Negativertrag in Höhe von CHF 4226 Millionen im dritten Quartal, gegenüber einem positiven Beitrag von CHF 1964 Millionen im Vergleichsquartal des Vorjahres. Im Rates-Business waren beträchtliche Verluste im Geschäft mit Mortgage-Backed und Asset-Backed Securities zu verzeichnen, verursacht durch Wertberichtigungen auf dem CDO-Portfolio (Collateralized Debt Obligations) und auf Handelspositionen im Zusammenhang mit US-Subprime-Hypotheken für Wohnliegenschaften. Der Markt für hypothekarisch besicherte Wertschriften (Residential Mortgage-Backed, Securities) brach im August ein und machte zusätzlich Abschreibungen auf Structured Notes erforderlich. Credit Fixed Income erlitt Verluste im Eigenhandel mit US-Krediten. Die Abschreibungen im Leveraged-Finance-Geschäft beschränkten sich auf CHF 480 Millionen, wobei sowohl FICC als auch das Investment Banking betroffen waren. Trotz dieser grossen Verluste konnten gewisse FICC-Bereiche gute Ergebnisse ausweisen. Im Rates-Business verzeichneten sowohl das Derivat- als auch das Geschäft mit Staatsanleihen hohe Kundenerträge. Die Emerging Markets glänzten mit sehr starken Zuwachsraten, insbesondere in Lateinamerika als Folge der Akquisition von Banco Pactual im Jahr 2006, aber auch in der Region Asien/Pazifik. Im Geldmarkt-, Währungs- und Rohstoffgeschäft wurden hohe Erträge bei den Derivaten und in den Emerging Markets erzielt - sowie ein Rekordergebnis im FX-Spothandel. Bei den Commodities waren die Erträge rückläufig. Gründe dafür waren der Abbau von Eigenhandelspositionen sowie die niedrige Marktvolatilität während der Sommermonate, was ein vermindertes Kundenvolumen in den Strom- und Gasmärkten zur Folge hatte. Teilweise ausgeglichen wurde dies durch starkes Ertragswachstum bei Edelmetallen, beim Rohöl und bei strukturierten Commodities-Produkten.

Im Investment Banking stieg der Ertrag im Vergleich zum dritten Quartal 2006 um 38% auf CHF 1103 Millionen. Dies entspricht dem zweitbesten je erzielten Ergebnis. Die Regionen Europe, Middle East and Africa sowie Americas registrierten zweistellige Wachstumsraten. Im asiatisch-pazifischen Raum konnten die Erträge dagegen nicht an das ausserordentlich hohe Vorjahresresultat anknüpfen. Im Advisory-Business nahmen die Erträge deutlich zu, so auch im Aktienkapitalmarktgeschäft. Der Rückgang bei den Anleihenemissionen als Folge der verschlechterten Bedingungen auf den Kreditmärkten konnte dadurch mehr als ausgeglichen werden. Im Vergleich zum Rekordergebnis des zweiten Quartals 2007 nahmen die Erträge im Investment Banking um 16% ab. Alle Sparten mussten Einbussen hinnehmen, einzig im Advisory konnte das Ergebnis gesteigert werden.

Der Geschäftsaufwand im dritten Quartal 2007 ging im Vergleich zur Vorjahresperiode um 34% zurück.

Der Personalaufwand verringerte sich um 49%, bedingt durch tiefere abgegrenzte Bonuszahlungen sowie die veränderte Gewichtung der Cash- und Aktienkomponenten. Teilweise ausgeglichen wurde dies durch den Anstieg der Salärkosten infolge der höheren Anzahl Mitarbeiter. Vorzeitig verbuchte Kosten für die aktienbasierte Kompensation von «Good Leavers» waren der Hauptgrund für die Erhöhung der aktienbasierten Vergütung um 3%.

Der Sachaufwand nahm gegenüber dem dritten Quartal 2006 um 7% auf CHF 801 Millionen zu, bedingt durch höhere Belegungskosten, die durch erhöhten Bürobedarf sowie höhere Mietkosten verursacht wurden. Gestiegene Projekt- und Beratungskosten trugen ebenfalls zu einer Erhöhung des Sachaufwands bei.

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