UBS News

UBS erzielt Resultat von CHF 3 504 Millionen im ersten Quartal 2006

Zürich / Basel Quarterly Results

  • Den UBS-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis von CHF 3 504 Millionen (inkl. Reingewinn von CHF 290 Millionen aus dem Verkauf von Motor-Columbus).

  • Zurechenbares Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit von CHF 3 190 Millionen.

  • Beitrag von CHF 3 048 Millionen aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft – eine Steigerung von 32%.

  • Verwässertes Ergebnis pro Aktie von CHF 3.08 (+ 32% gegenüber dem ersten Quartal 2005) und Eigenkapitalrendite von 30,6%; beide Werte deutlich oberhalb der revidierten Kennzahlen zur Leistungsmessung.

  • Bestes je erzieltes Quartalsergebnis – dies reflektiert die starke Stellung von UBS auf all ihren Geschäftsfeldern, die positiven Auswirkungen steigender Börsen auf den Erfolg aus dem Handelsgeschäft sowie die wachsende Vermögensbasis im Wealth Management und im Asset Management.

  • Sehr starker Neugeldzufluss im ersten Quartal von CHF 48,0 Milliarden, davon CHF 33,6 Milliarden im Wealth-Management-Geschäft weltweit.

UBS erzielte im ersten Quartal 2006 ein Resultat von CHF 3 504 Millionen (den UBS-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis). Unter Ausklammerung des operativen Ergebnisses von Motor-Columbus sowie des Gewinnns aus deren Verkauf stieg das den UBS-Aktionären zurechenbare Ergebnis im Vergleich zum Vorjahresquartal um 29%.

Das Segment Industriebeteiligungen, in dem auch das Private-Equity-Portfolio geführt wird, steuerte CHF 456 Millionen oder 13% zu diesem Ergebnis bei. Der Beitrag aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft beläuft sich auf CHF 3 048 Millionen.

Clive Standish, Chief Financial Officer: «Die starke Ausgangslage in unseren Kerngeschäften hat es uns ermöglicht, die positiven Marktbedingungen vollumfänglich zu nutzen – und so das beste Quartalsergebnis unserer Geschichte zu erzielen. Der Handel konnte vom robusten Anstieg an den Märkten profitieren, während die wachsende Vermögensbasis im Wealth Management und Asset Management zu höheren vermögensabhängigen Einnahmen führte.»

Im Finanzdienstleistungsgeschäft lag der Geschäftsertrag im ersten Quartal 2006 insgesamt bei CHF 12 380 Millionen – das sind 26% mehr als im ersten Quartal 2005. Der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft fiel wiederum sehr hoch aus und entsprach 50% des Gesamtertrags. Hohe Einnahmen aus Courtagen und dem Fondsgeschäft sowie Rekorderträge im Portfolio Management konnten den Anstieg des Kommissionsaufwands – bedingt durch die Zunahme der Kundenaktivitäten – mehr als ausgleichen. Der Erfolg aus dem Zinsdifferenzgeschäft stieg primär infolge des erhöhten Volumens im Ausleihungsgeschäft von Wealth Mangement.

Der Geschäftsaufwand lag im ersten Quartal 2006 bei CHF 8 405 Millionen, 25% höher als die CHF 6 720 Millionen im Vorjahresquartal.

Der Personalaufwand stieg infolge höherer Lohnkosten und des im ersten Quartal abgegrenzten Aufwands für leistungsabhängige Vergütungen, die im Zuge der Ertragsentwicklung zunahmen. Der beträchtliche Anstieg des Sachaufwands gegenüber dem Vorjahresquartal ist auf den weiteren weltweiten Ausbau der Geschäftsaktivitäten sowie auf die Rückstellung von CHF 112 Millionen für den Vergleich mit der Sumitomo Corporation zurückzuführen.

Erneut konnten ausserdem Wertberichtigungen für Kreditrisiken aufgelöst werden, was sich positiv auf das Gesamtergebnis auswirkte.

Der Personalbestand im Finanzdienstleistungsgeschäft belief sich per 31. März 2006 auf 70 210 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 641 mehr als per 31. Dezember 2005 (69 569). Diese Zunahme verteilt sich auf praktisch sämtliche Geschäftseinheiten. In Amerika stieg die Mitarbeiterzahl um 220, in Asien/Pazifik um 470 und in Europa um 334. In der Schweiz ging der Personalbestand um 383 zurück, was auf den Transfer diverser Logistikfunktionen an die Edelweiss AG zurückzuführen ist. Ohne Berücksichtigung dieses Management-Buy-Out stieg der Personalbestand in der Schweiz um 267.

Der Neugeldzufluss im ersten Quartal 2006 betrug insgesamt CHF 48,0 Milliarden, gegenüber CHF 35,2 Milliarden im Vorjahresquartal. Die Wealth-Management-Einheiten verzeichneten Rekordzuflüsse von CHF 33,6 Milliarden, verglichen mit CHF 24,1 Milliarden im Vorjahresquartal. Zu verdanken war dies unter anderem dem europäischen Inlandgeschäft wie auch den asiatischen Märkten. Im Schweizer Retailkundengeschäft belief sich der Neugeldzufluss auf CHF 1,8 Milliarden. Global Asset Management konnte Zuflüsse im Umfang von CHF 12,6 Milliarden verbuchen. Institutionelle Kunden, namentlich in Europa und Amerika, trugen zum guten Ergebnis bei, ebenso das Geschäft mit Finanzintermediären weltweit.

Risikogewichtete Aktiven, BIZ-Kernkapitalquote

Die risikogewichteten Aktiven beliefen sich per 31. März 2006 auf CHF 311,8 Milliarden (per 31. Dezember 2005: CHF 310,4 Milliarden). Die Ausserbilanzpositionen stiegen vor allem aufgrund erhöhter Kreditfazilitäten für Kunden der Investment Bank sowie Derivatkontrakten auf Cross- Currency-Zinsswaps, angetrieben durch höhere Transaktionsvolumen. Dem standen niedrigere risikogewichtete Aktiven auf der Vermögensseite der Bilanz gegenüber, in erster Linie bei der Investment Bank. Dies war eine Folge erhöhter Netting-Möglichkeiten und kompensierte die Wachstumsentwicklung im Ausleihungsgeschäft von Global Wealth Management & Business Banking. Gleichzeitig kommt darin die Veräusserung von Motor-Columbus zum Ausdruck.

Das BIZ-Kernkapital (Tier 1) erhöhte sich von CHF 39,9 Milliarden per 31. Dezember 2005 auf CHF 40,3 Milliarden per 31. März 2006, bedingt durch starke Quartalsergebnisse, deren Effekt durch Dividenden, Aktienrückkäufe und eine Reduktion der Minderheitsanteile reduziert wurde. Die Tier-1-Kapitalquote blieb mit 12,9% im ersten Quartal 2006 unverändert gegenüber dem Jahresendstand 2005.

Ausblick

Am günstigen Umfeld hat sich seit Jahresanfang nichts geändert, und UBS hat ihre starke Stellung auf den Märkten gefestigt oder weiter ausgebaut. Die zu erwartenden M&ATransaktionen sind viel versprechend, die Kundenzugänge robust, die Kapitalmärkte aktiv und die makroökonomischen Fundamentaldaten stabil.

Clive Standish: «Was den Ausblick von UBS angeht, bleiben wir zuversichtlich, selbst wenn sich die Bedingungen ändern. Um sicherzustellen, dass wir Chancen ungeachtet der jeweiligen Marktverhältnisse so gut wie möglich nutzen können, werden wir unsere Kosten sowie Risiken jeglicher Art unter Kontrolle halten, gleichzeitig aber weiterhin in unsere Kerngeschäfte investieren.»

Kennzahlen zur Leistungsmessung

Im Laufe der letzten sechs Jahre hat UBS ihren Erfolg konsequent an vier Kennzahlen gemessen – mit dem Ziel, für ihre Aktionäre kontinuierlich attraktive Renditen zu erwirtschaften. Seit der Definition dieser Kennzahlen hat sich UBS weiterentwickelt und ihre Kundenbasis vergrössert. Dementsprechend war gegen Ende letzten Jahres ein Punkt erreicht, an dem die ursprünglichen Ziele immer wieder übertroffen worden waren.

Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, hat UBS – wie bereits im Februar bekannt gegeben – ihre Kennzahlen angepasst. Neu gelten folgende Zielvorgaben, die im Durchschnitt über Zeitabschnitte mit sich verändernden Marktverhältnissen erreicht werden sollen. Ab 2006 wird UBS

  • eine Steigerung des Unternehmenswerts anstreben, indem sie eine nachhaltige Eigenkapitalrendite nach Steuern von mindestens 20% erreicht (die bisherige Zielspanne betrug 15–20%);

  • das verwässerte Ergebnis je Aktie – anstatt des unverwässerten Ergebnisses – als Referenzwert für die angestrebte Mehrwertschaffung für die Aktionäre verwenden. Zielgrösse bleibt nach wie vor ein zweistelliges jährliches Wachstum;

  • das Erzielen eines deutlichen Wachstumstrends beim Neugeldzufluss für das gesamte Finanzdienstleistungsgeschäft, einschliesslich Global Asset Management und Business Banking Switzerland, anstreben (diese Kennzahl wurde zuvor nur auf das Wealth- Management-Geschäft angewandt).

Das Ziel, das Aufwand-Ertrags-Verhältnis im Finanzdienstleistungsgeschäft auf einem Niveau zu halten, das jenes der führenden Konkurrenten von UBS nicht übersteigt, bleibt unverändert. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis bezieht sich ausschliesslich auf das Finanzdienstleistungsgeschäft, um Verzerrungen durch das Segment Industriebeteiligungen zu vermeiden, welches im ersten Quartal 2006 ein Aufwand-Ertrags-Verhältnis von 63,8% auswies.

Ergebnisse im Verhältnis zu den Finanzzielen des Konzerns

Das UBS-Ergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit im Vergleich zu den revidierten Zielen ergibt für das erste Quartal 2006 folgendes Bild:

  • Die annualisierte Eigenkapitalrendite lag bei 30,6%, praktisch unverändert gegenüber den 30,7% im ersten Quartal 2005 und deutlich über der Mindestzielsetzung von 20%. Grund dafür ist die Steigerung des den UBS-Aktionären zurechenbaren Ergebnisses. Dieses wurde durch das höhere durchschnittliche Eigenkapital infolge hoher einbehaltener Gewinne kompensiert.

  • Das verwässerte Ergebnis pro Aktie belief sich auf CHF 3.08, das sind 32% oder CHF 0.74 mehr als die im ersten Quartal 2005 erzielten CHF 2.34. Dies ist auf die Erhöhung des den UBS-Aktionären zurechenbaren Gewinns sowie auf die 2%ige Reduktion der Anzahl durchschnittlich ausstehender Aktien als Folge der anhaltenden Rückkaufsprogramme zurückzuführen.

  • Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis im Finanzdienstleistungsgeschäft blieb mit 68,4% leicht unterhalb der im ersten Quartal 2005 ausgewiesenen 69,5%. Die starke Zunahme des Geschäftsertrags reflektiert die gestiegenen Einkünfte in allen Geschäftseinheiten, welche die Erhöhung des Personal- und Sachaufwands überkompensierten.

  • Der sehr starke Neugeldzufluss erreichte CHF 48,0 Milliarden, im Vergleich zu CHF 35,2 Milliarden im ersten Quartal 2005.

Ergebnisse des Finanzdienstleistungsgeschäfts

Global Wealth Management & Business Banking

Im ersten Quartal 2006 belief sich der Vorsteuergewinn von Global Wealth Management & Business Banking auf CHF 2 021 Millionen.

Wealth Management International & Switzerland erzielte im ersten Quartal 2006 einen Rekordgewinn vor Steuern von CHF 1 276 Millionen. Dies entspricht einem Plus von 14% gegenüber dem vierten Quartal 2005.

Der Geschäftsertrag erreichte im ersten Quartal 2006 mit CHF 2 642 Millionen ein neues Rekordhoch und stieg gegenüber dem vierten Quartal 2005 um 9%. Die vermögensabhängigen Erträge erhöhten sich um 6% infolge des Anstiegs der verwalteten Vermögen. Höhere Zinseinkünfte als Ausdruck des wachsenden Ausleihungsgeschäfts wirkten sich positiv auf das Ergebnis aus, während die Zunahme der Kundenaktivitäten zu höheren transaktionsbasierten Einnahmen führte.

Der Geschäftsaufwand stieg um 5%, hauptsächlich infolge höherer leistungsabhängiger Vergütungen und einer Zunahme des Personalbestands. Der Sachaufwand ging gegenüber dem vierten Quartal 2005 (in welchem besonders hohe Ausgaben für Gebäude- und IT-Infrastruktur zu verzeichnen waren) um 18% zurück.

Die Erträge im europäischen Wealth-Management-Geschäft nahmen weiter zu, nicht zuletzt dank den freundlichen Bedingungen an den Finanzmärkten. Im ersten Quartal 2006 waren die Erträge zum ersten Mal höher als die Kosten. Die mittelfristigen Aussichten in diesem Geschäft bleiben gut. Bezüglich Profitabilität dürfte der positive, durch hohe Neugeldzuflüsse unterstützte Trend weiter anhalten, während die Kostenentwicklung schwieriger vorauszusehen ist.

Der Neugeldzufluss im ersten Quartal 2006 betrug CHF 24,7 Milliarden, fast doppelt so viel wie die CHF 13,2 Milliarden des vierten Quartals 2005. Die internationale Kundschaft steuerte CHF 21,8 Milliarden dazu bei, gestützt auf hohe Zuflüsse im europäischen Inlandgeschäft und ein weiteres starkes Quartal im Geschäft mit asiatischen Kunden. Schweizer Kunden vertrauten UBS Neugelder im Umfang von CHF 2,9 Milliarden an – ein Rekordergebnis, das mit saisonal bedingten Abflüssen von CHF 0,2 Milliarden im vierten Quartal 2005 kontrastiert. Die Bruttomarge auf verwalteten Vermögen stieg gegenüber dem vierten Quartal 2005 um vier auf 105 Basispunkte im ersten Quartal 2006. Im selben Zeitraum verbesserte sich das Aufwand- Ertrags-Verhältnis um 2,1 Prozentpunkte und fiel gegenüber dem Vorquartal auf 51,6%.

Der Gewinn vor Steuern von Wealth Management US belief sich im ersten Quartal 2006 auf CHF 186 Millionen. Dies entspricht einer Steigerung von 124% gegenüber den im vierten Quartal 2005 erzielten CHF 83 Millionen. In US-Dollar gerechnet bedeutet dies eine Zunahme des operativen Ergebnisses von 127% im Vergleich zum vierten Quartal 2005, bedingt durch gestiegene Erträge und bedeutend tiefere Rückstellungen für Rechtsrisiken.

Der Geschäftsertrag lag im ersten Quartal 2006 bei CHF 1 478 Millionen, was einer Steigerung von 5% gegenüber dem vierten Quartal 2005 entspricht. Auf US-Dollar-Basis nahm der Geschäftsertrag um 6% zu. Dies ist auf hohe vermögensabhängige Einkünfte zurückzuführen, gestützt auf das umfangreichere Anlagevolumen in Managed Accounts, sowie auf gestiegene Zinseinkünfte infolge höherer Spreads im Ausleihungsgeschäft. Der Anstieg der transaktionsbasierten Einnahmen sowie Gewinne im Zusammenhang mit den NYSEBörsensitzen, welche beim Going Public gegen Aktien getauscht wurden, wirkten sich ebenfalls positiv auf das Ergebnis aus. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich von 94,1% im vierten Quartal 2005 auf 87,4% im Berichtsquartal.

Die verwalteten Vermögen beliefen sich per 31. März 2006 auf CHF 768 Milliarden (CHF 752 Milliarden per 31. Dezember 2005). In US-Dollar betrachtet entspricht dies einem Anstieg von 3%, der primär auf Neugeldzuflüssen beruht. Diese lagen im ersten Quartal 2006 bei CHF 8,9 Milliarden, während sie im vierten Quartal 2005 CHF 6,5 Milliarden und im Vorjahresquartal CHF 8,7 Milliarden betrugen. Inklusive Zinsen und Dividenden vergrösserte sich der Neugeldzufluss von CHF 11,8 Milliarden im Vorquartal auf CHF 14,3 Milliarden im ersten Quartal 2006.

Im Business Banking Switzerland wurde im ersten Quartal 2006 ein Vorsteuergewinn von CHF 559 Millionen erwirtschaftet. Dies entspricht einer Zunahme von 3% gegenüber dem vierten Quartal 2005. Beim Geschäftsertrag war eine leichte Zunahme zu verzeichnen, hervorgerufen durch höhere verwaltete Vermögen und ein verbessertes Ergebnis bei den abgegrenzten erwarteten Kreditrisikokosten. Diese Entwicklung wirkte den rückläufigen Zinserträgen aus dem schrumpfenden Recovery-Portfolio entgegen. Der Geschäftsaufwand nahm infolge höherer Personalkosten (inklusive einer einmaligen Zusatzzahlung an pensionierte Mitarbeiter in der Schweiz) ebenfalls zu.

Der Neugeldzufluss erhöhte sich um CHF 1,2 Milliarden gegenüber dem vierten Quartal 2005 auf CHF 1,8 Milliarden im Berichtsquartal, nachdem eine Anzahl bestehender Custody-Kunden ihre Verwaltungsmandate aufstockten. Das Kreditportfolio von Business Banking Switzerland belief sich im ersten Quartal 2006 auf CHF 141,9 Milliarden und blieb damit im Vergleich zum Jahresendstand 2005 praktisch unverändert.

Global Asset Management

Global Asset Management erzielte im ersten Quartal 2006 einen Gewinn vor Steuern von CHF 374 Millionen. Dies entspricht einem Anstieg von 23% im Vergleich zu den CHF 305 Millionen im vierten Quartal 2005. Diese Zunahme ist den höheren performancebasierten Einkünften in den Bereichen alternative und quantitative sowie traditionelle Anlagen zuzuschreiben, verbunden mit höheren vermögensabhängigen Einnahmen als Folge von Neugeldzuflüssen und höheren Bewertungen an den Finanzmärkten. Der Sachaufwand verringerte sich, während die Personalkosten im Zuge der anhaltenden Geschäftsexpansion zunahmen.

Im institutionellen Geschäft belief sich der Neugeldzufluss im ersten Quartal 2006 auf CHF 7,1 Milliarden (CHF 4,3 Milliarden im Vorquartal). Ohne Berücksichtigung der Bewegungen in den Geldmarktfonds wurden Neugelder von CHF 5,1 Milliarden registriert, mit bedeutenden Zuflüssen in alternative und quantitative Multi-Manager-Produkte, in Fixed-Income- sowie in Asset-Allocation-Fonds, was den Abfluss bei den Aktienmandaten mehr als wettmachte. Im Geschäft mit Finanzintermediären (Wholesale Intermediary) waren Zuflüsse von CHF 5,5 Milliarden im Vergleich zu CHF 6,6 Milliarden im vierten Quartal 2005 zu verzeichnen. Ohne Abflüsse aus Geldmarktfonds beliefen sich die Neugelder auf CHF 6,5 Milliarden. Starke Zuflüsse waren bei Asset-Allocation-Fonds in sämtlichen Regionen sowie bei Aktienfonds in Europa zu beobachten.

Die von Global Asset Management verwalteten Vermögen beliefen sich per 31. März 2006 auf CHF 801 Milliarden (CHF 765 Milliarden per 31. Dezember 2005). Die gute Verfassung der Finanzmärkte und hohe Neugeldzahlen unterstützten diese Entwicklung.

Investment Bank

Die Investment Bank wies im ersten Quartal 2006 einen Gewinn vor Steuern von CHF 1 750 Millionen aus. Diese beste je erzielte Quartalsperformance liegt 34% über dem Resultat des ersten Quartals 2005. Alle drei Geschäftsbereiche verzeichneten hohe Erträge, die stärker anstiegen als die Kosten. Diese nahmen hauptsächlich aufgrund höherer Personalaufwendungen zu – ein Ausdruck des Ertrags- und Geschäftswachstums. Zusätzlich belastet wurde das erste Quartal 2006 durch die Rückstellung im Zusammenhang mit einem Vergleich mit der japanischen Sumitomo Corporation. Gegenüber dem vierten Quartal 2005 stieg der Vorsteuergewinn um 28%.

Der Geschäftsertrag des ersten Quartals 2006 belief sich insgesamt auf CHF 5 970 Millionen, was im Vergleich zum ersten Quartal 2005 einer Zunahme von 36% entspricht.

Die Erträge aus dem Bereich Equities erreichten CHF 2 844 Millionen und nahmen im Vergleich zum ersten Quartal 2005 um 73% zu, nachdem die sich abzeichnende Verbesserung der Marktverhältnisse gegen Ende letzten Jahres im Berichtsquartal anhielt. Markantes Wachstum verzeichneten das Derivatgeschäft, insbesondere in Asien, sowie das Prime Brokerage. Die Erträge im Aktienhandel stiegen besonders stark an, gestützt auf höhere Handelsvolumina in Europa und Asien. Der Eigenhandel erzielte ebenfalls eine gute Performance. Auch börsengehandelte Derivate sowie aktiengebundene Produkte waren im Berichtsquartal gefragt und profitierten von der Erholung im Markt für Wandelanleihen. Die Gewinne im Zusammenhang mit NYSE-Börsensitzen, welche beim Going Public gegen Aktien eingetauscht wurden, sowie der Teilverkauf eines Anteils an Babcock & Brown (ein Spezialist für strukturierte Finanzierung und Syndizierung) verliehen der Ertragslage zusätzlichen Auftrieb. Im Vergleich zum vierten Quartal 2005 nahmen die Erträge im Bereich Equities um 48% zu, mit Steigerungen in fast allen Geschäftsbereichen.

Die Erträge von Fixed Income, Rates and Currencies (FIRC) nahmen im Vergleich zum ersten Quartal 2005 um 7% auf CHF 2 448 Millionen zu. Dies war einerseits auf die solide Performance etablierter Geschäftszweige und andererseits auf die Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Schweizer Franken zurückzuführen. Im Rates-Business konnte ein Zuwachs generiert werden, der durch das gute Ergebnis bei den Derivaten verstärkt wurde. Die Erträge aus Commodities, namentlich im Energiegeschäft, nahmen gegenüber dem ersten Quartal 2005 deutlich zu. Metalle schnitten insgesamt sehr gut ab, vor allem im Umfeld der Edelmetalle; dies als Folge der signifikant höheren Nachfrage nach (und Volatilität von) Gold. Trotz der höheren Erträge im High-Yield-Handel ging das Ergebnis von Credit Fixed Income insgesamt zurück. Credit Default Swaps zur Absicherung des Kreditportofolios verzeichneten Verluste von CHF 95 Millionen, während im ersten Quartal 2005 noch ein Gewinn von CHF 91 Millionen resultierte. Municipal Securities verharrten praktisch auf Vorjahresniveau. Im Principal Finance verbesserte sich das Ergebnis, während es im Commercial Real Estate rückläufig war. Dagegen wurden im Foreign Exchange sowie im Cash & Collateral Trading durchwegs sehr hohe Erträge erzielt, gestützt auf die starke Zunahme der Handelsvolumina und das generell günstige Umfeld. Im Vergleich zum vierten Quartal 2005 steigerte FIRC die Erträge um 35%, mit Zunahmen in praktisch allen Geschäftsbereichen.

Im Investment Banking nahm der Ertrag gegenüber dem ersten Quartal 2005 um 43% auf CHF 666 Millionen zu. Dieses sehr gute Resultat reflektiert das Ertragswachstum in sämtlichen Regionen und insbesondere in Europa. Die Erträge im Advisory Business verzeichneten im Vergleich zum Vorjahresquartal eine deutliche Zunahme. Das Wachstum im Kapitalmarktbereich (Debt und Equity) fiel nicht ganz so hoch aus, doch generierte der Bereich Syndicated Finance solide Ergebnisse. Im Vergleich zum Rekordresultat des vierten Quartals 2005, das auch von saisonalen Effekten profitierte, gingen die Erträge im Investment Banking um insgesamt 22% zurück. Einzig der Bereich Syndicated Finance vermochte die Erträge zu steigern.

Der Geschäftsaufwand der Investment Bank stieg gegenüber dem ersten Quartal 2005 um 36% auf CHF 4 220 Millionen im ersten Quartal 2006. Die Personalkosten stiegen im selben Zeitraum um 32% auf CHF 3 194 Millionen, bedingt durch höhere abgegrenzte Cash-Bonuszahlungen aufgrund steigender Erträge sowie durch höhere Saläre und die grössere Anzahl Mitarbeiter. Der aktienbasierte Teil der Vergütung nahm im Vergleich zum ersten Quartal 2005 um 36% zu. Dies reflektiert die höhere Anzahl zugeteilter Aktien sowie die Aktienkursentwicklung, wodurch die rückläufige Tendenz bei den Kosten für Optionsprogramme neutralisiert wurde. Der Sachaufwand stieg um 62% auf CHF 799 Millionen. Dies war primär auf Rückstellungen für Rechtsrisiken zurückzuführen, unter anderem auch auf die Rückstellung von CHF 112 Millionen für den Vergleich mit der Sumitomo Corporation.

Das Marktrisiko der Investment Bank, gemessen am Value at Risk (99% Konfidenzniveau, 10 Tage Haltedauer), lag im ersten Quartal 2006 bei CHF 429 Millionen, gegenüber CHF 315 Millionen im Vorquartal. Während das Zinssatzrisiko nach wie vor die grösste VaR-Komponente der Investment Bank bildet, erhöhte sich der relative Anteil der Aktien in der Berichtsperiode.