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Generalversammlung der UBS

Zürich Investor Releases

 

Die Aktionäre der UBS stimmten an der ordentlichen Generalversammlung vom 16. April unter anderem für eine Herabsetzung der Traktandierungsschwelle sowie für eine Verkürzung der Amtsdauer von Verwaltungsratsmitgliedern. Zustimmung erhielt ebenfalls die vom Verwaltungsrat beantragte Dividende von CHF 2 pro Aktie. Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel thematisierte in seiner Rede die Sicherheit der Altersvorsorge und betonte die anhaltende Bedeutung des bewährten schweizerischen Drei-Säulen-Prinzips. An der Generalversammlung nahmen 2529 Aktionärinnen und Aktionäre teil, welche 279'720'040 Stimmen vertraten.

Die Aktionäre der UBS haben an der ordentlichen Generalversammlung vom 16. April Jahresbericht und Konzernrechnung für 2002 genehmigt und den Mitgliedern des Verwaltungsrates und der Konzernleitung Entlastung erteilt. Die vom Verwaltungsrat beantragte Dividende von CHF 2 pro Aktie erhielt ebenfalls Zustimmung.

Herabsetzung der Traktandierungsschwelle
Die Generalversammlung hiess den Antrag des Verwaltungsrates gut, die Schwelle für die Einreichung von Traktandierungsbegehren zu reduzieren. Bis anhin mussten Aktionäre, die einen Verhandlungsgegenstand zur Traktandierung beantragten, einzeln oder zusammen Aktien im Nennwert von mindestens CHF 1 Million vertreten. Die Anzahl der dafür erforderlichen Aktien hatte sich infolge der Nennwertrückzahlungen der letzten beiden Jahre erhöht.
Mit der beschlossenen Änderung wird die Schwelle auf CHF 250 000 und damit auf 312 500 Aktien herabgesetzt.

Verwaltungsrat: Verkürzung der Amtsdauer und Bestätigungswahlen
Die Aktionäre stimmten ebenfalls für die beantragte Verkürzung der Amtsdauer der Verwaltungsratsmitglieder von vier auf drei Jahre. Dies entspricht neueren Corporate-Governance-Standards und schafft mehr Flexibilität.
Peter Böckli, Johannes A. de Gier und Rolf A. Meyer wurden an der Generalversammlung als Mitglieder des Verwaltungsrates für weitere drei Jahre im Amt bestätigt.

Kapitalherabsetzung
Im Rahmen der beiden letztjährigen Rückkaufsprogramme erwarb UBS über eine zweite Handelslinie an der SWX Swiss Exchange insgesamt 75 970 080 eigene Aktien im Wert von rund CHF 5,5 Milliarden. Die Generalversammlung genehmigte die definitive Vernichtung dieser Titel und die entsprechende Herabsetzung des Aktienkapitals um 6%.
Die Aktionäre der UBS stimmten einem neuen Rückkaufsprogramm im Gesamtwert von maximal CHF 5 Milliarden zu. Diese Aktien werden ebenfalls über eine zweite Handelslinie an der SWX Swiss Exchange zurückgekauft und sind zur Vernichtung bestimmt. Die zur Herabsetzung des Aktienkapitals notwendige Statutenänderung wird der Generalversammlung 2004 unterbreitet.

Sicherheit der Altersvorsorge
In seiner Präsidialadresse ging Marcel Ospel auf die Diskussion im Zusammenhang mit der Altersvorsorge ein. Er betonte die Nachhaltigkeit des schweizerischen Drei-Säulen-Prinzips, das mit seinen drei unterschiedlichen Finanzierungssystemen angesichts der demografischen Entwicklungen und aktuellen Auswirkungen der schwachen Finanzmärkte einen gewissen natürlichen Risikoausgleich bietet. Im Hinblick auf die anstehenden demografischen Probleme plädierte er zudem für den Aufbau einer "Vierten Säule", eines Arbeitsmarktes für Leute, die nach dem offiziellen Pensionierungsalter weiterhin tätig sein können und wollen. Im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Diskussion um die Probleme der Zweiten Säule unterstrich Marcel Ospel die Notwendigkeit einer verstärkten Professionalität und Transparenz in der Verwaltung von Vorsorgegeldern. Mit einer Öffnung des Wettbewerbs und einer breiten Auswahl von Anbietern soll die höchste Dienstleistungsqualität gewährleistet werden. Versicherte sollten zudem ihr eigenes Risikoprofil wählen können. Damit würde der ohnehin untaugliche Mindestzinssatz mittelfristig überflüssig.
Marcel Ospel erinnerte ausserdem an den langfristigen Charakter von Vorsorgegeldern und an die Unverzichtbarkeit der Generationensolidarität. Kurzfristige Reaktionen auf Marktzyklen, bei denen Aktien in Boomphasen gekauft und in Baissen zugunsten von tiefverzinslichen Obligationen verkauft werden, bezeichnete er als verhängnisvoll.
Über das Thema Altersvorsorge hinausgehend, appellierte Marcel Ospel an Wirtschaftsführer und Politiker zur vermehrten konstruktiven Zusammenarbeit im Interesse der Lösung der drängenden Gegenwartsprobleme.

Chancen nutzen in einem schwierigen Umfeld
Peter Wuffli, Präsident der Konzernleitung, zeigte in seinem Referat auf, wie UBS im gegenwärtigen Umfeld Chancen zur Weiterentwicklung ihrer Marktposition nutzen will. Basierend auf ihrer heutigen Plattform werde UBS primär organisch wachsen, so Peter Wuffli.
Peter Wuffli zeigte die erzielten Fortschritte im organischen Wachstum auf, beispielsweise im europäischen Wealth Management und im Aufbau des Investment Banking in den USA. Als weiteren Erfolgsfaktor nannte er die attraktive UBS-Unternehmenskultur, die gerade in schwierigen Zeiten von Bedeutung ist.

Zürich, 16. April 2003
UBS AG

Die Referate von Marcel Ospel, Verwaltungsratspräsident, und Peter Wuffli, Präsident der Konzernleitung.