UBS News

UBS erzielt Reingewinn von 942 Millionen Franken im dritten Quartal

Investor Releases

UBS erzielte im dritten Quartal 2002 einen Reingewinn nach Steuern von CHF 942 Millionen, 4% mehr als im Vorjahr, jedoch 29% weniger als im zweiten Quartal 2002. Vor Goodwill lag der Reingewinn 2% über dem Ergebnis des Vorjahres und 24% unter jenem des zweiten Quartals 2002. Ungeachtet der Kurskorrekturen an den Aktienmärkten erwiesen sich die diversifizierten Ertragsströme der UBS erneut als Vorteil. Die Kosten konnten weiter gesenkt und den Marktgegebenheiten angepasst werden. Im Wealth-Management-Geschäft erzielten UBS PaineWebber und Private Banking einen ausgezeichneten Neugeldzufluss von CHF 12,7 Milliarden.

UBS erzielte im dritten Quartal 2002 einen Reingewinn nach Steuern von CHF 942 Millionen. Dies entspricht gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahres einer Steigerung von 4%, im Vergleich zum zweiten Quartal 2002 jedoch einer Abnahme von 29%. Vor Goodwill-Abschreibungen betrug der Reingewinn CHF 1247 Millionen, 2% mehr als im dritten Quartal 2001 und 24% weniger als im zweiten Quartal 2002.

Der Gewinnrückgang im Vergleich zum zweiten Quartal reflektiert die Beeinträchtigung der vermögensabhängigen Einnahmen durch die weltweiten Aktienkurskorrekturen, die Schwäche im Corporate-Finance-Sektor und die rückläufigen Aktivitäten von Investoren. Negativ wirkten sich auch die Resultate der Private-Equity-Einheit UBS Capital aus, die unter weiteren Wertverlusten auf ihrem Portfolio litt.

Peter Wuffli, Präsident der Konzernleitung: «Unsere Ergebnisse zeigen erneut, dass wir in der Lage sind, unsere Kosten an die Marktbedingungen anzupassen. Sämtliche Geschäftseinheiten haben die Flexibilität ihrer Kostenbasis bewiesen.»
Der Geschäftsertrag des Konzerns belief sich im dritten Quartal auf CHF 8000 Millionen, 8% weniger als im Vorjahr und 11% weniger als im zweiten Quartal 2002. UBS Warburg erzielte im Aktiengeschäft mit einer Ertragssteigerung von 39% gegenüber dem Vorjahr ein sehr starkes Ergebnis, das die ungünstigeren Bedingungen im Devisengeschäft ausgleichen konnte. Im Monat Juli verzeichnete UBS Warburg im Aktiengeschäft sogar einen Rekord bei den Kommissionseinnahmen. Im Privatkundengeschäft erzielte UBS weiterhin stabile Margen, obwohl die vermögensabhängigen Einnahmen in diesem Quartal unter den Kurskorrekturen an den Aktienmärkten litten.

Geschäftsaufwand und Personalbestand erreichten am Ende des Berichtsquartals den tiefsten Stand seit dem Zusammenschluss mit PaineWebber im Jahr 2000. UBS hatte in Spitzenzeiten den Aufbau von Überkapazitäten bewusst vermieden. Infolge der Konjunkturverschlechterung hat der Konzern seinen Personalbestand schrittweise reduziert, ohne drastische Kürzungen vornehmen zu müssen. Zusammen mit einer Senkung der erfolgsabhängigen Entschädigungen reduzierte dies den Personalaufwand auf CHF 4411 Millionen (9% weniger als im dritten Quartal 2001, 8% weniger als im zweiten Quartal 2002). Einsparungen in praktisch allen Bereichen führten zu einem Rückgang des Sachaufwandes um 7% gegenüber dem Vorjahr und um 5% gegenüber dem zweiten Quartal 2002.

Die Ergebnisse im Kreditgeschäft bleiben solide in Anbetracht der verschlechterten Bedingungen an den internationalen Kreditmärkten. Die Wertberichtigungen für Kreditrisiken im dritten Quartal betrugen CHF 95 Millionen (CHF 171 Millionen im Vorjahr) und liegen damit rund die Hälfte - also ungewöhnlich weit - unter dem statistisch zu erwartenden Durchschnittswert über einen Kreditzyklus. Es ist nicht zu erwarten, dass eine derartige Outperformance im kommenden Jahr erneut erreicht werden kann, da die Prognosen für das internationale Kreditumfeld ungünstig bleiben. Die notleidenden Kredite nahmen im Vergleich zum zweiten Quartal um 7,6% auf CHF 11,6 Milliarden ab.

Die verwalteten Vermögen gingen infolge schwächerer Märkte um 6% zurück und beliefen sich auf CHF 2070 Milliarden. Im Wealth-Management-Geschäft erzielten UBS PaineWebber und Private Banking einen Netto-Neugeldzufluss von insgesamt CHF 12,7 Milliarden und bewiesen damit die Stärke der UBS im Privatkundengeschäft. Im US-Markt gewann UBS PaineWebber neue Kundengelder in Höhe von CHF 3,4 Milliarden (CHF 1,4 Milliarden im zweiten Quartal). Seit die Unternehmensgruppe Teil des UBS-Konzerns ist, verbesserte sie kontinuierlich ihre Wettbewerbsposition und steigerte ihren Marktanteil (gemessen am Umsatz im US-Vermögensverwaltungsmarkt) von 11,7% auf 13,7%. Im Private Banking verzeichnete UBS mit CHF 9,3 Milliarden ebenfalls einen starken Neugeldzufluss. Im Geschäft mit internationalen Privatkunden wurde sogar ein Rekordzufluss von CHF 9,8 Milliarden erzielt. Nachdem die italienische Steueramnestie im ersten Halbjahr den defensiven Charakter der europäischen Expansionsstrategie unter Beweis gestellt hatte, zeigte sich im dritten Quartal erneut ihr Wachstumspotenzial: Der Neugeldzufluss von CHF 2,5 Milliarden entspricht einer annualisierten Zuwachsrate von fast 40%.

Im Investment Banking demonstrieren die Marktanteilsgewinne von UBS Warburg den Fortschritt der Unternehmensgruppe beim Ausbau ihrer Wettbewerbsposition. In den USA erreichte UBS Warburg mit 3,9% ihren bisher höchsten Marktanteil und erbrachte damit einen Erfolgsnachweis für die getätigten Investitionen in die Rekrutierung von hochqualifizierten Mitarbeitern im Investment Banking.

Ergebnisse im Verhältnis zu den Finanzzielen des Konzerns
Vor Goodwill-Abschreibungen:

  • Die annualisierte Eigenkapitalrendite für die ersten neun Monate des Jahres (bereinigt um den Verkauf der Hyposwiss im ersten Quartal 2002) lag mit 14,6% nur leicht unter der Zielspanne von 15-20% und den 15,1%, die im Vorjahr erzielt wurden.

  • Der Gewinn pro Aktie betrug im dritten Quartal CHF 1.04. Dies entspricht einer Zunahme von 7% gegenüber dem Vorjahr. Der Rückkauf eigener Aktien wirkte sich sowohl auf den Gewinn pro Aktie als auch auf die Eigenkapitalrendite positiv aus.

  • Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis blieb mit 80,1% (79,9% im dritten Quartal 2001) praktisch unverändert. UBS Capital beeinträchtigte im Berichtsquartal das Aufwand-Ertrags-Verhältnis des Konzerns um 4%.



Ausblick 2002
Konsequentes Kostenmanagement leistete auch im dritten Quartal einen bedeutenden Beitrag an die Ergebnisse der UBS. Die Wachstumsinitiativen wurden trotz Kostendisziplin voran getrieben: In ihren Kerngeschäften erzielte UBS weitere Marktanteilsgewinne und ist dort so positioniert, dass im Falle einer wirtschaftlichen Erholung weitere und rasche Erfolge verzeichnet werden können.

Peter Wuffli: «Im gegenwärtigen Umfeld brauchen wir eine umsichtige Balance - zwischen den anerkannten defensiven Eigenschaften unseres Konzerns und unserer unternehmerischen Haltung gegenüber den mittel- und langfristigen Perspektiven unseres Unternehmens.»

Zurzeit zeichnet sich jedoch noch keine nachhaltige Erholung der Weltwirtschaft ab und das Vertrauen der Investoren in die Aktienmärkte bleibt tief. Aus diesem Grund bleibt der Ausblick für das Geschäftsjahr 2002 nach dem dritten Quartal unverändert: UBS erwartet nach wie vor nicht, dass ihre Ergebnisse im Jahr 2002 das Resultat des Vorjahres erreichen werden.

Zürich/Basel, 12. November 2002
UBS AG