UBS News

UBS mit detailliertem Ergebnis zum dritten Quartal 2000: Reingewinn nach Steuern von CHF 2'075 Millionen.

Investor Releases

UBS erzielte im dritten Quartal 2000 einen Reingewinn nach Steuern und Minderheitsanteilen von CHF 2'075 Millionen. Verglichen mit dem bereinigten Ergebnis des dritten Quartals 1999 entspricht dies einem Wachstum von 73%. Vor Goodwill beträgt der Gewinn pro Aktie CHF 5.46 und die annualisierte Eigenkapitalrendite 29,1%. Die im Konzern verwalteten Vermögen nahmen im dritten Quartal um 2% zu und beliefen sich Ende September auf CHF 1'746 Milliarden.

Wie bereits im Oktober berichtet, erzielte UBS mit einem Reingewinn nach Steuern und Minderheiten von CHF 2'075 Millionen ein ausgezeichnetes Ergebnis. In der Neunmonatsperiode 2000 beträgt der bereinigte Reingewinn CHF 6'498 Millionen (+80% im Vergleich zum bereinigten Neunmonatsergebnis 1999).

Vor Goodwill und bereinigt um Beteiligungsverkäufe, einmalige Kapitalgewinne und Rückstellungen entwickelten sich die Kerngrössen wie folgt:

  • Die annualisierte Eigenkapitalrendite erhöhte sich von 18,8% auf 29,1%;

  • Der Gewinn pro Aktie nahm von CHF 3.22 (drittes Quartal 1999) auf CHF 5.46 zu (+69,6%);

  • Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis betrug 68,0% gegenüber 71,4% im dritten Quartal 1999.


Infolge von Wertzuwächsen sowie eines verbesserten Nettozuflusses an Kundengeldern in allen Unternehmensgruppen nahmen die im Konzern verwalteten Vermögen im dritten Quartal um 2% zu.

Das ausgezeichnete Quartalsresultat ist einerseits auf ein sehr gutes Ergebnis bei UBS Warburg zurückzuführen, welche im Wertschriftengeschäft und Investment Banking ihren Vorsteuergewinn im Vergleich zum dritten Quartal 1999 mehr als verdoppeln konnte. Aufgrund ihrer erstklassigen Kundenfranchise und aufgrund eines relativ kleinen Engagements im Bereich der Telekommunikation, Medien und Technologie wurde das Resultat dieser Geschäftseinheit in geringerem Masse beeinträchtigt als generell in der Investment-Banking-Branche.

Andererseits erzielte UBS Schweiz ihr bestes Drittquartalsergebnis. Im Geschäft mit Privat- und Firmenkunden verzeichnete UBS dank weiteren Kostenmassnahmen ein nur leicht unter den Vorquartalen liegendes Quartalsergebnis. Das Private Banking erbrachte weiterhin eine gute Leistung und erzielte gegenüber dem Vorquartal in einem ruhigeren Marktumfeld ein höheres Resultat, gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahres eine Steigerung um 22%.

Kennzahlen UBS Konzern

Strategische Initiativen

Der Zusammenschluss von UBS und PaineWebber zu einem führenden globalen Finanzdienstleistungshaus konnte am 3. November, knapp 4 Monate nach Ankündigung, erfolgreich vollzogen werden. Im September hatten die UBS-Aktionäre beinahe einstimmig die Kapitalerhöhung zur Finanzierung des Kaufs genehmigt und im Oktober stimmten die PaineWebber-Aktionäre der Übernahme durch UBS mit grosser Mehrheit zu. Die Kombination von PaineWebbers starker Position im Vermögensverwaltungsgeschäft in den USA mit der internationalen Präsenz und Produktepalette von UBS eröffnet grosse Wachstumschancen. PaineWebber erweitert die Franchise der UBS um über 2,7 Millionen Anlagekunden und erhöht die im Konzern verwalteten Vermögen um rund CHF 850 Milliarden. Die Integration von PaineWebber in die Unternehmensgruppe UBS Warburg verläuft planmässig und wird bis Ende Jahr abgeschlossen sein. 98% der Mitarbeiter von PaineWebber haben den Anstellungsvertrag von UBS unterzeichnet. Der Capital-Markets-Bereich von PaineWebber wird in die entsprechende Einheit von UBS Warburg überführt. Die Private-Clients-Einheit von UBS Warburg wird mit den Private-Clients- und Asset-Management-Geschäften von PaineWebber zusammengefasst und unter deren Leitung weitergeführt. Im US-amerikanischen Privatkundengeschäft wird diese Einheit weiterhin unter der Marke PaineWebber auftreten.

Finanzierung der Transaktion: Zum Vollzug der Transaktion übernahm UBS 163,8 Millionen PaineWebber-Aktien zu einem Preis von USD 11,8 Milliarden (CHF 20,8 Milliarden). Gemäss vertraglicher Vereinbarung entrichtete UBS diesen Preis mit einer Barzahlung von USD 6,0 Milliarden (CHF 10,6 Milliarden) und der Bereitstellung von 40,6 Millionen UBS-Aktien. UBS gab in einer ersten Phase 12 Millionen Aktien aus Genehmigtem Kapital aus, setzte 7 Millionen Eigene Aktien aus den Finanzanlagen ein und beschaffte sich die übrigen Aktien über Wertschriftenleihe.

Ankündigung des Führungswechsels: Im Oktober gab UBS den Entscheid von Alex Krauer, Präsident des Verwaltungsrates, bekannt, auf die Generalversammlung vom 26. April 2001 von seinem Amt zurückzutreten. Als Nachfolger wird den Aktionären Marcel Ospel, Group Chief Executive Officer, vorgeschlagen. Als neuen Präsidenten der Konzernleitung hat der Verwaltungsrat Luqman Arnold bestimmt, der die Verantwortung für das Finanz- und Risikomanagement beibehalten wird. Um auch auf Verwaltungsratsstufe die Internationalität der UBS und ihrer Geschäftstätigkeit stärker zu reflektieren, wird der Generalversammlung zudem die Zuwahl von drei neuen, ausländischen Mitgliedern vorgeschlagen.

Aktienrückkauf: Am 6. November 2000 startete UBS ein Programm zum Erwerb Eigener Aktien, welches bis spätestens 30. Juni 2001 laufen wird. Die zurückgekauften Aktien sind nicht zur Vernichtung bestimmt, sondern werden im Rahmen der Kapitalbewirtschaftung zur Abschwächung des anhaltenden Trends der Kapitalbildung eingesetzt. Bis zum 27. November 2000 wurden 6,4 Millionen UBS-Aktien zu einem Durchschnittspreis von CHF 252 pro Aktie erworben.


Ausblick

UBS konnte ihre Profitabilität und ihr hohes Leistungsvermögen auch in einem ungünstigeren Marktumfeld fortsetzen und ein sehr gutes Resultat erzielen. Normalerweise ist das vierte Quartal das ruhigste und UBS rechnet nicht damit, dass dies im laufenden Jahr anders sein wird. Aus der Akquisition von PaineWebber erwartet der Konzern im laufenden Quartal eine einmalige Belastung durch Integrations- und Restrukturierungskosten.

UBS ist dennoch überzeugt, dass sie das Geschäftsjahr 2000 in einer sehr robusten Form abschliessen wird und der Konzern äusserst gut für weitere Erfolge positioniert ist. Das vierte Quartal wird zusammen mit dem Gesamtjahr 2000 am 22. Februar 2001 präsentiert werden.

Ergebnisse der Unternehmensgruppen

UBS Schweiz

Die Position der UBS als bester Schweizer Online-Broker wurde Ende September durch die erneute Auszeichnung der unabhängigen Internet-Rating-Agentur BlueSky Ratings TM bestätigt. Die Anzahl der e-banking-Verträge nahm im Berichtsquartal auf 534'000 zu, verglichen mit 506'000 Verträgen per Ende Juni. 20% aller Zahlungsaufträge sowie 12% aller Börsentransaktionen von UBS Schweiz werden inzwischen über die e-banking-Kanäle abgewickelt. Nach einer erfolgreichen zweimonatigen Pilotphase konnte UBS im September als eine der weltweit ersten Banken ihren Kunden die Abwicklung von Börsentransaktionen über WAP-Handys ermöglichen.

Privat- und Firmenkunden
Die Geschäftseinheit Privat- und Firmenkunden erzielte mit einem Gewinn vor Steuern von CHF 464 Millionen ein sehr gutes Ergebnis (+61% im Vergleich zum dritten Quartal 1999), auch wenn das Rekordresultat des zweiten Quartals nicht erreicht werden konnte (-12%). Der Geschäftsertrag nahm gegenüber dem zweiten Quartal 2000 um 5% ab. Dies ist auf niedrigere Zinseinkünfte und einmalige Erträge im Vorquartal zurückzuführen. Die erwarteten Wertberichtigungen für Kreditrisiken nahmen aufgrund der besseren Qualität des Kreditportfolios ab. Aufgrund des weiterhin konsequenten Kostenmanagements verringerte sich der Geschäftsaufwand um 3%. Vor Goodwill und Wertberichtigungen für Kreditrisiken nahm das Aufwand-Ertrags-Verhältnis gegenüber dem Vorquartal von 62% auf 64% zu. Die verwalteten Vermögen erhöhten sich als Folge von Neugeldzuflüssen um CHF 1 Milliarde auf CHF 440 Milliarden.

Im September kündigte UBS die Gründung einer eigenen Lebensversicherungsgesellschaft an, die im ersten Quartal 2001 operativ sein wird. Mit dieser Tochtergesellschaft verstärkt UBS ihre bisherige Position im Lebensversicherungsbereich.

UBS bietet in Zusammenarbeit mit Paynet die erste vollintegrierte Business-to-Business-Lösung im elektronischen Zahlungsverkehr an. Diese ermöglicht Firmenkunden den vollelektronischen Rechnungskreislauf zwischen Rechnungssteller, Finanzinstitut und Rechnungsempfänger. UBS plant, diese Dienstleistung im Verlaufe des kommenden Jahres für private Konsumenten auszubauen.

Private Banking
Der Gewinn vor Steuern im Private Banking erhöhte sich im Vergleich zum Vorquartal leicht auf CHF 887 Millionen und übertraf das dritte Quartal des Vorjahres um 22%. Der Geschäftsertrag blieb verglichen mit dem Vorquartal praktisch stabil, während der Geschäftsaufwand um 2% abnahm. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich leicht von 45% auf 44%. Die verwalteten Vermögen erhöhten sich im dritten Quartal um CHF 24 Milliarden auf CHF 707 Milliarden. Dies ist auf Wertzuwächse und einen Nettozufluss an Kundengeldern von CHF 0,5 Milliarden zurückzuführen.

Im Berichtsquartal lancierte UBS Schweiz das Investment Center, das die bestehenden Research-Aktivitäten und Vermögensverwaltungsdienstleistungen der beiden Geschäftseinheiten von UBS Schweiz zusammenfasst. Ziel ist die Entwicklung spezifischer Anlagestrategien für private Kunden.

Die Anzahl der Kundenmandate im Zusammenhang mit den vor kurzem eingeführten Dienstleistungen Active Portfolio Advisory (APA) und Active Portfolio Supervision (APS) nahm im dritten Quartal deutlich zu. APS liefert dem Kunden Anlageempfehlungen, sobald bestimmte Parameter seines Portfolios überschritten werden. APA ermöglicht zusätzlich den unmittelbaren Zugang zu einem Anlagespezialisten und massgeschneiderte Strategien.

Seit September bietet UBS Private Banking den Kunden von UBS Schweiz sowohl GAM-Fonds als auch die Verwaltung von Fondsportfolios durch GAM an. Aufgrund der Philosophie von GAM, dem Kunden weltweit Zugang zu den besten Fondsmanagern zu ermöglichen, erweitert sich das Angebot um unterschiedliche aktive Anlagestile und eine Palette von renommierten Fonds. UBS Private Banking wird ihre offene Fondsarchitektur weiterentwickeln und ihren Kunden über verschiedene Kanäle eine Auswahl der besten UBS-, GAM- und Drittfonds anbieten.


UBS Asset Management

Institutional Asset Management

Der Gewinn vor Steuern der Geschäftseinheit Institutional Asset Management betrug CHF 58 Millionen (-2% im Vergleich zum Vorquartal). Sowohl der Geschäftsertrag als auch der Geschäftsaufwand stiegen aufgrund der operativen Tätigkeit von O'Connor. Die verwalteten Vermögen erhöhten sich im dritten Quartal von CHF 525 Milliarden auf CHF 528 Milliarden in erster Linie aufgrund von Währungseinflüssen. Die Nettoabflüsse von Kundengeldern waren mit CHF 9 Milliarden deutlich geringer als in den Vorquartalen.

UBS Asset Management hat im dritten Quartal verschiedene Initiativen zum Ausbau ihrer Präsenz in Asien unternommen. In Japan plant UBS Asset Management zusammen mit Mitsubishi Corporation im nächsten Jahr eine Beratungsfirma im Bereich Immobilienfonds zu eröffnen und in Hongkong wird in den nächsten Monaten ein auf Grosschina spezialisiertes Aktienteam etabliert.

Investment Funds/GAM
Die Geschäftseinheit Investment Funds/GAM erzielte einen Vorsteuergewinn von CHF 26 Millionen. Der Geschäftertrag nahm gegenüber dem Vorquartal leicht ab, während der Geschäftsaufwand konstant blieb. Die verwalteten Vermögen erhöhten sich von CHF 225 Milliarden auf CHF 227 Milliarden aufgrund von Wertsteigerungen und einer leichten Zunahme beim Neugeldzufluss.

Im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung ihres internationalen Fondsvertriebs bietet UBS Asset Management seit kurzem Kunden und Mitarbeitern von Vertriebspartnern fondsbasierte Investmentlösungen über die Vertriebsplattform funds@ubs an. Erster Vertriebspartner ist Lufthansa Miles & More.

Mit dem Erwerb von Fondvest AG übernahm UBS Asset Management kürzlich eine auf unabhängige Beratungs- und Vertriebsleistungen im Fondsgeschäft spezialisierte Vermögensverwaltungsgesellschaft. Fondsvest bietet ihren Kunden den Zugriff auf eine umfassende Fondspalette von in- und ausländischen Anbietern. UBS sichert sich damit den Zugang zu einer unabhängigen Dienstleistungsplattform im Wachstumsmarkt des offenen Fondsvertriebs.


UBS Warburg

Corporate & Institutional Clients

Die Geschäftseinheit Corporate & Institutional Clients erzielte mit einem Gewinn vor Steuern von CHF 1'210 Millionen ein Ergebnis, welches gegenüber dem dritten Quartal 1999 einer Zunahme von 116% entspricht. Das Neunmonatsergebnis von CHF 4'075 Millionen vor Steuern oder +128% im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode belegt die starke Performance dieser Geschäftseinheit im laufenden Jahr.

UBS Warburg verbesserte sich auf der Rangliste der abgeschlossenen weltweiten Mergers and Acquisitions-Transaktionen vom sechsten auf den fünften Platz im dritten Quartal. UBS Warburg war Berater bei einer Reihe bedeutender Transaktionen, unter anderem bei der angekündigten Übernahme von World Online durch den italienischen Internet Service Provider Tiscali. Im internationalen Anleihengeschäft ist UBS Warburg führend bei den Eurobonds und liegt an fünfter Stelle bei sämtlichen internationalen Anleihen. Im internationalen Primärmarktgeschäft stieg die Unternehmensgruppe vom elften auf den neunten Rang auf.

Die Einkünfte aus dem Aktiengeschäft waren gegenüber dem zweiten Quartal aufgrund niedrigerer Marktvolumina leicht rückläufig, verglichen mit dem dritten Quartal 1999 wurden allerdings sehr starke Ergebnisse erzielt. Im Bereich Zinsen wurden unter anderem bei Derivaten und im Investment-Grade- & Emerging-Markets-Geschäft ausgezeichnete Resultate erreicht. Auch das Corporate-Finance-Geschäft erzielte bei anhaltend günstigen Marktbedingungen ein sehr gutes Ergebnis. Aus der kürzlich erfolgten Expansion im Bereich der hochverzinslichen Anleihen und im Leveraged Finance resultierten keine bedeutenden Bestände an nicht syndizierten Anleihen oder Kreditpositionen. UBS Warburg begann zudem erst vor kurzem, ihre Franchise in den Sektoren Telekommunikation, Medien und Technologie aufzubauen und ist deshalb von den zurzeit herrschenden Schwankungen in den Bewertungen nicht nennenswert betroffen. Der Personalaufwand erhöhte sich aufgrund erfolgsabhängiger Zahlungen um 37% gegenüber dem dritten Quartal 1999 auf CHF 2'193 Millionen.

Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis vor Goodwill verbesserte sich im Vergleich zum dritten Quartal 1999 von 78% auf 70%. Das Marktrisiko, ausgedrückt durch die durchschnittliche Value-at-Risk (VaR)-Beanspruchung, nahm von CHF 253 Millionen per Ende Juni auf CHF 238 Millionen ab. Vom gesamten Kreditportfolio wurden 2,1% als notleidend klassifiziert gegenüber 2,7% per Ende Juni.

Die im ersten Quartal 2000 lancierte web-basierte Business-to-Business-Lösung IBOL (Investment Banking Online) verzeichnete weiterhin steigende Benutzerzahlen. Über DebtWeb TM wurden im dritten Quartal Anleihen in Höhe von rund USD 12 Milliarden emittiert; in der Neunmonatsperiode beträgt das Gesamtvolumen USD 54 Milliarden. Die über DealKey TM neu emittierten Aktien betrugen im Berichtsquartal rund USD 17 Milliarden.

UBS Capital
Die im Private-Equity-Geschäft tätige UBS Capital verzeichnete in der Berichtsperiode einen Gewinn vor Steuern von CHF 46 Millionen. Der Geschäftsertrag nahm gegenüber dem zweiten Quartal, in dem Abschreibungen auf das Beteiligungsportfolio vorgenommen wurden, markant zu und betrug CHF 79 Millionen. Der Geschäftsaufwand verringerte sich im Vergleich zum Vorquartal um 30% auf CHF 33 Millionen. Der Buchwert des Beteiligungsportfolios erhöhte sich im dritten Quartal aufgrund von Neuinvestitionen im Umfang von CHF 0,7 Milliarden auf CHF 4,5 Milliarden.

Private Clients
Die Geschäftseinheit Private Clients verzeichnete gegenüber dem zweiten Quartal einen Rückgang der Verluste auf CHF 47 Millionen (im Vergleich zu CHF 69 Millionen im Vorquartal). Die verwalteten Vermögen nahmen um 19% auf CHF 44 Milliarden zu. Der Neugeldzufluss betrug CHF 8 Milliarden. Die grossen Veränderungen in Bezug auf den Neugeldzufluss reflektieren die relativ junge Entwicklungsphase dieses Geschäftsbereichs. Es ist nicht zu erwarten, dass dieses ausserordentliche Wachstum im vierten Quartal wiederholt werden kann.

Mit dem Vollzug des Zusammenschlusses wird das bisherige US-amerikanische Privatkundengeschäft von UBS Warburg zusammen mit PaineWebber die neue Geschäftseinheit Private Clients in den USA bilden. Das europäische und asiatische Geschäft sowie e-services werden in der neuen internationalen Private-Clients-Geschäftseinheit zusammengefasst. Unter Nutzung der bestehenden Ressourcen und aufbauend auf der Management- und Technologiekompetenz von PaineWebber sowie der existierenden Kundenfranchise wird UBS Warburg im Privatkundengeschäft ein auf vermögende Kunden ausgerichtetes beratungszentriertes Geschäftsmodell etablieren.

e-services
Im Projekt e-services wurden im Laufe des dritten Quartals die geplanten Meilensteine termingerecht erreicht: Die Financial Services Authority (FSA) erteilte die Banklizenz für UK einschliesslich der Zulassung für sämtliche EU-Länder. Ausserdem wurde die Real-Time-Plattform von e-services, welche die Abwicklung in mehreren Währungen und Sprachen erlaubt, erfolgreich fertiggestellt und getestet.

Aufgrund der geplanten Integration von e-services in die Einheit Private Clients und der sich daraus ergebenden strategischen Neufokussierung wurden die bestehenden Expansionspläne für e-services vorläufig gestoppt. Dies reduzierte den Geschäftsaufwand auf CHF 68 Millionen (-28% im Vergleich zum zweiten Quartal).

Der Zusammenschluss mit PaineWebber bietet UBS Warburg die einzigartige Chance, mit dem im US-Markt erfolgreichen beratungszentrierten Modell künftig auch vermögende europäische Privatkunden anzusprechen. Zusammen mit dem Private-Clients-Geschäft ausserhalb der USA wird e-services das Kernstück dieser neuen Initiative bilden. Zielgruppe sind die vermögenden Privat- und Anlagekunden. Die technische Plattform von e-services soll mit der Front-End-Technologie der führenden Systeme von PaineWebber verbunden werden.

Ergebnisse der Finanzrechnung

Der Geschäftsertrag nahm gegenüber dem dritten Quartal 1999 um 31% auf CHF 8'545 Millionen zu. Der Erfolg im Zinsengeschäft stieg auf CHF 1'831 Millionen (+30% verglichen mit der Vorjahresperiode). Dies ist auf die höheren Zinserträge aus dem Wertschriftenleihgeschäft sowie auf höhere Erträge im Kreditgeschäft zurückzuführen.
Aufgrund der weiterhin guten Verfassung der Schweizer Wirtschaft konnten in der Berichtsperiode früher gebildete Wertberichtigungen für Kreditrisiken im Umfang von CHF 142 Millionen aufgelöst werden. Demgegenüber betrugen die Wertberichtigungen für Kreditrisiken im dritten Quartal 1999 CHF 275 Millionen. Die bedeutende Reduktion des internationalen Kreditportfolios während der letzten zwei Jahre stärkt die Position der UBS angesichts der erwarteten ungünstigeren wirtschaftlichen Bedingungen im Ausland. Insbesondere in der Telekommunikationsindustrie ist das Engagement der UBS verhältnismässig niedrig. Diese Kredite betragen weniger als 2% des gesamten Kreditportfolios. Die insgesamt verbesserte Qualität des Kreditrisikos widerspiegelt sich auch in der im Berichtsquartal erzielten Abnahme der notleidenden Kreditpositionen um CHF 956 Millionen (-8%) auf CHF 11,1 Milliarden. Dies entspricht 3,9% des gesamten Kreditportfolios von CHF 282,4 Milliarden.

Der Erfolg im Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft erhöhte sich gegenüber der Vorjahresperiode um 26% auf CHF 3'865 Millionen. Die Courtagen entwickelten sich unter anderem aufgrund der verstärkten Kundenaktivitäten in der Unternehmensgruppe UBS Schweiz erfreulich und legten im Vergleich zum dritten Quartal 1999 deutlich zu. Im Emissionsgeschäft sowie im Corporate-Finance-Geschäft stiegen die Erträge gegenüber der Vorjahresperiode um 65% respektive 71%. Positiv entwickelten sich auch die Vermögensverwaltungsgebühren, die unter anderem aufgrund des neuen Geschäftsbereichs O'Connor deutlich zunahmen. Die gegenüber der Vorjahresperiode gestiegenen Einnahmen aus dem Anlagefondsgeschäft widerspiegeln den Beitrag der im vierten Quartal 1999 erworbenen GAM, die Zunahme der Fondsvermögen sowie den höheren Anteil der in Aktienfonds investierten Kundengelder.

Der Handelserfolg belief sich auf CHF 2'368 Millionen (+13% gegenüber dem dritten Quartal 1999). Die Erträge aus dem Aktiengeschäft lagen deutlich über dem Vorjahresquartal. Unter Berücksichtigung des Dividendenertrages nahmen sie im Vergleich zum zweiten Quartal 2000 nur leicht ab, aufgrund des saisonal bedingten Rückgangs der Handelsaktivitäten in den Sommermonaten.

Der Übrige Erfolg nahm gegenüber der Vorjahresperiode um 42% auf CHF 339 Millionen zu. Dies ist in erster Linie auf die darin enthaltenen Erträge der Klinik Hirslanden zurückzuführen, deren Ergebnis im vierten Quartal 1999 erstmals vollkonsolidiert wurde.

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich gegenüber dem dritten Quartal 1999 um 19% auf CHF 5'842 Millionen. Dies hängt vor allem mit höheren erfolgsabhängigen Zahlungen zusammen, die auf den guten Resultaten beruhen. Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 24% auf CHF 3'863 Millionen. Verglichen mit dem zweiten Quartal nahm er allerdings entsprechend dem geringeren Ertragswachstum um 11% ab. Der Personalbestand im Konzern erhöhte sich im dritten Quartal um 355 auf 48'099 Mitarbeiter, vor allem aufgrund von Personalzunahmen bei UBS Warburg.

Gegenüber dem dritten Quartal 1999 erhöhte sich der Sachaufwand leicht auf CHF 1'503 Millionen (+8%). Dies ist in erster Linie auf Währungseinflüsse sowie die Konsolidierung der Klinik Hirslanden zurückzuführen. Die Abschreibungen nahmen gegenüber der Vorjahresperiode um 12% auf CHF 476 Millionen zu, aufgrund gestiegener Goodwill-Abschreibungen im Zusammenhang mit den Akquisitionen von Allegis und GAM.


Stand der Restrukturierungsrückstellung

Von der fusionsbedingten Restrukturierungsrückstellung von insgesamt CHF 7'300 Millionen wurden seit Anfang 1998 CHF 6'143 Millionen verwendet. Davon entfielen CHF 81 Millionen auf das dritte Quartal 2000 und dienten unter anderem zur Abdeckung von Immobilienaufwendungen.
Mit dem Verkauf der Solothurner Bank an die Basler Versicherung im Oktober erfüllte UBS eine der letzten, im Zusammenhang mit der Fusion von Bankverein und Bankgesellschaft entstandenen Auflagen der Wettbewerbskommission. Die Veräusserung der Solothurner Bank wird in der UBS-Finanzrechnung des vierten Quartals 2000 ausgewiesen.


Zeitplan für das Quartalsreporting 2001

UBS wird am 22. Februar 2001 einen Finanzbericht zum vierten Quartal publizieren. Der Geschäftsbericht 2000 wird wie geplant am 15. März 2001 vorliegen. Im kommenden Jahr werden die Quartalsergebnisse bereits 6 Wochen nach Ende der entsprechenden Geschäftsperiode präsentiert. Dies bedeutet die Veröffentlichung am 15. Mai 2001 für das erste Quartal, am 14. August 2001 für das zweite Quartal und am 13. November 2001 für das dritte Quartal.

Zürich/Basel, 28. November 2000

UBS AG

Weitere Informationen zum UBS-Quartalsergebnis als pdf-Download verfügbar unter http://www.ubs.com/investor-relations:

  • Finanzbericht einschliesslich detaillierter Tabellen

  • Präsentation

Cautionary statement regarding forward-looking statements
This communication contains statements that constitute "forward-looking statements", including, without limitation, statements relating to the implementation of strategic initiatives, including the implementation of the integration of PaineWebber into UBS, and other statements relating to our future business development and economic performance.
While these forward-looking statements represent our judgments and future expectations concerning the development of our business, a number of risks, uncertainties and other important factors could cause actual developments and results to differ materially from our expectations.
These factors include, but are not limited to, (1) general market, macro-economic, governmental and regulatory trends, (2) movements in local and international securities markets, currency exchange rates and interest rates, (3) competitive pressures, (4) technological developments, (5) changes in the financial position or creditworthiness of our customers, obligors and counterparties, (6) our ability to carry out the integration of PaineWebber into UBS within the scheduled timeframe and to achieve the anticipated resulting benefits of the merger, and (7) other key factors that we have indicated could adversely affect our business and financial performance which are contained in our past and future filings and reports, including those with the SEC.
More detailed information about those factors is set forth in documents furnished by UBS and filings made by UBS or PaineWebber with the SEC. UBS is not under any obligation to (and expressly disclaims any such obligations to) update or alter its forward-looking statements whether as a result of new information, future events, or otherwise.