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UBS: Erfreuliches erstes Quartal 1999

Investor Releases

UBS erzielte im ersten Quartal 1999 ein Konzernergebnis vor Steuern von CHF 2'114 Millionen (+19%). Der Reingewinn nach Steuern und Minderheitsanteilen stieg um 21% auf CHF 1'621 Millionen, was einem Gewinn pro Aktie von CHF 7,67 und einer Eigenmittelrendite von 21,2% entspricht. Die verwalteten Vermögen erhöhten sich gegenüber Ende 1998 um 4,3% auf CHF 1'639 Milliarden. UBS ist zuversichtlich, 1999 eine gegenüber dem Vorjahr substanzielle Gewinnsteigerung zu erzielen.

Im ersten Quartal erzielte UBS einen Reingewinn von CHF 1'621 Millionen. Dies sind 21% mehr als in der Vergleichsperiode 1998. Der Geschäftsertrag stieg um 3% auf CHF 6,9 Milliarden, während sich der Geschäftsaufwand um 3% auf CHF 4,8 Milliarden reduzierte. Das Aufwand/Ertragsverhältnis verringerte sich von 70,6 % auf 66,5 %. Diese Zahlen bestätigen, dass sich die Profitabilität und Ertragskraft positiv entwickelten und sich UBS mit ihrer klaren strategischen Ausrichtung auf einem erfolgsorientierten Kurs befindet.

In der Konzernrechnung berücksichtigt ist ein Gewinn nach Steuern von CHF 90 Millionen aus dem Verkauf der Aktienbeteiligung an der Bank Julius Bär. Die substanziellen Erlöse aus der Veräusserung der 25%-Beteiligung an der Rentenanstalt sowie aus dem Verkauf des Handelsfinanzierungsgeschäfts ausserhalb der Schweiz an die Standard Chartered PLC werden indessen erst im zweiten Quartal 1999 verbucht werden.

(Anmerkung: Die Finanzrechnung wurde rückwirkend für das erste Quartal 1998 berechnet. In der Segmentrechnung liegt die entsprechende Vorjahresperiode indessen nicht vor.)

Ergebnisse der Segmentrechnung

Der Unternehmensbereich Private Banking erreichte im ersten Quartal 1999 einen Gewinn vor Steuern von CHF 709 Millionen. Das erzielte Ergebnis wurde durch tiefere Transaktionsvolumina an der Börse und damit niedrigere Einnahmen aus Kommissionen und Courtagen etwas beeinträchtigt. Indessen entspricht der Gewinn nach Steuern in etwa der Vorjahresperiode, bereinigt um die Einflüsse der im Verlaufe des Jahres 1998 getätigten Verkäufe von Tochtergesellschaften.

Die verwalteten Vermögen stiegen seit Ende 1998 um 4,3% auf CHF 633 Milliarden. In dieser Zahl nicht enthalten ist das im ersten Quartal von UBS übernommene Private-Banking-Geschäft der Bank of America in Europa und Asien. Der Aufbau des lokalen Private Banking ausserhalb der Schweiz wurde sowohl geografisch als auch personell planmässig vorangetrieben.

Die Division Warburg Dillon Read erzielte mit einem Gewinn vor Steuern von CHF 783 Millionen ein ausgezeichnetes Ergebnis. Verbunden mit einer Beruhigung auf den internationalen Finanzmärkten widerspiegelt dieses Resultat die Fokussierung der Geschäftstätigkeit auf nachhaltige Erträge und den Ausbau des Kundengeschäfts in den Kernbereichen. Die Ertragskraft konnte gegenüber der Vorjahresperiode mit einem um 25% reduzierten Personalbestand gesteigert werden. Sehr erfreulich entwickelte sich der Geschäftsbereich Aktien, speziell der Verkauf und Handel von europäischen Aktienprodukten. Auch das Zinsengeschäft leistete einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg. Das Corporate-Finance-Geschäft sowie der Bereich Treasury-Produkte entwickelten sich im Rahmen der Erwartungen.

Der Unternehmensbereich Privat- und Firmenkunden erwirtschaftete einen Gewinn vor Steuern von CHF 382 Millionen. Während die Erträge unter anderem aufgrund der positiven Entwicklung der Zinsmargen deutlich stiegen, blieben die Kosten dank eines konsequenten Kostenmanagements nahezu unverändert. Die verwalteten Vermögen erhöhten sich gegenüber Ende 1998 um 6% auf CHF 461 Milliarden.

Die Überführung von rund 2,5 Millionen Kunden auf eine einheitliche Informatikplattform verläuft planmässig. Bis Ende April 1999 waren rund 1,4 Millionen Kunden übertragen; der Rest folgt bis Ende Juli 1999.

Der Gewinn vor Steuern von UBS Brinson betrug im ersten Quartal CHF 68 Millionen. Der Geschäftsbereich Brinson erzielte ein zufriedenstellendes Ergebnis. Der Geschäftsbereich Phillips & Drew sah sich in Grossbritannien mit einem besonders schwierigen Marktumfeld konfrontiert, was sich auf die Ertragslage negativ auswirkte. Die verwalteten Vermögen stiegen seit Ende 1998 um 3% auf CHF 545 Milliarden, wovon CHF 364 Milliarden (+1%) auf die institutionelle Vermögensverwaltung entfielen. Die in UBS-Anlagefonds investierten Vermögen erhöhten sich um 5,8% auf CHF 181 Milliarden, was die klare Marktführerschaft in Europa und der Schweiz bestätigt.

Die im Private-Equity-Geschäft tätige UBS Capital erreichte einen Gewinn von CHF 48 Millionen. Da die Erträge im Zusammenhang mit getätigten Veräusserungen generiert werden, sind Kurzzeitvergleiche nicht sinnvoll. Die Kosten entwickelten sich im Rahmen der Erwartungen. Das Beteiliungsportfolio wies per Ende März 1999 einen Buchwert von CHF 1,9 Milliarden aus.

Ergebnisse der Finanzrechnung

Der Geschäftsertrag erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode 1998 um 3% auf CHF 6'918 Millionen. Der Erfolg im Zinsengeschäft verringerte sich um 6% auf CHF 1'674 Millionen. Dies ist zurückzuführen auf Erlösminderungen im Zusammenhang mit den im Verlaufe des Jahres 1998 getätigten Veräusserungen, der signifikanten Reduzierung des internationalen Kreditgeschäfts sowie niedrigeren Zinserträgen auf den Eigenen Mitteln. Die erfolgswirksamen Wertberichtigungen für Kreditrisiken lagen mit CHF 310 Millionen leicht unter den Erwartungen. In der Schweiz führte die positive wirtschaftliche Entwicklung zu einem Rückgang neuer notleidender Kredite. Insgesamt konnte die Qualität des Kreditportfolios weiter verbessert werden. Die notleidenden Kreditpositionen betrugen Ende März 1999 CHF 15,4 Milliarden, gegenüber CHF 15,7 Milliarden per Ende 1998 resp. CHF 16,7 Milliarden per Ende 1997. Diese waren zu rund 96% zurückgestellt, was sowohl im nationalen als auch internationalen Vergleich einen hohen Wert darstellt.

Der Erfolg im Dienstleistungs- und Kommissiongeschäft betrug CHF 2'958 Millionen. Der Rückgang um 9% ist unter anderem auf den Verkauf von Tochtergesellschaften im vergangenen Jahr zurückzuführen. Ausgezeichnet entwickelten sich die Erträge aus UBS-Fondsgesellschaften. Die Courtagen reduzierten sich infolge niedrigerer Transaktionsvolumina an der Schweizer Börse und die Einkünfte aus dem Emissionsgeschäft und Corporate Finance präsentierten sich, verglichen mit der aussergewöhnlich starken Vorjahresperiode, ebenfalls schwächer.

Der Handelserfolg erhöhte sich um 26% auf CHF 2'104 Millionen deutlich. Unterstützt durch die besseren Bedingungen auf den Finanzmärkten und den Ausbau des Kundengeschäftes stiegen die Erträge in Beteiligungspapieren (Aktien) sowie im Handel mit Zinsprodukten (Obligationen und übrige Zinsinstrumente) markant an. Die Erträge in Devisen und Noten verringerten sich leicht als Folge der Einführung der Europäischen Einheitswährung und damit reduzierter Devisenvolumina.

Der Übrige Erfolg inklusive Erfolg aus assoziierten Gesellschaften erhöhte sich um 76% auf CHF 492 Millionen, was zu einem bedeutenden Teil auf den Gewinn nach Steuern von CHF 90 Millionen aus dem Verkauf der Beteiligung an der Bank Julius Bär zurückzuführen ist.

Der Geschäftsaufwand reduzierte sich um 3% auf CHF 4'804 Millionen. Der Personalaufwand nahm um 4% auf CHF 3'297 Millionen zu. Die guten Resultate führten vor allem bei der Division Warburg Dillon Read zu erhöhten erfolgsabhängigen Zahlungen, welche die aus der Fusion und aus den Desinvestitionen resultierenden Einsparungen überkompensierten. Infolge fusionsbedingter Kostenersparnisse reduzierten sich der Sachaufwand um 15% auf CHF 1'125 Millionen und die Abschreibungen um 14% auf CHF 382 Millionen.

Stand der Restrukturierungsrückstellung

Von der fusionsbedingten und im Geschäftsjahr 1997 verbuchten Restrukturierungsrückstellung von CHF 7 Milliarden wurden seit Anfang 1998 insgesamt CHF 4'544 Millionen aufgewendet. Davon entfielen CHF 517 Millionen auf das erste Quartal 1999 und dienten zur Abdeckung von Personalmassnahmen (ausserhalb der Schweiz), IT-Integrationskosten und Immobilien-Aufwendungen.

Die Restrukturierungsrückstellung wird alle Kosten im Zusammenhang mit der Fusion abdecken und voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Jahre vollständig aufgewendet sein.

Jahr 2000

UBS leitete bereits 1996 Massnahmen zur EDV-technischen und betrieblichen Umstellung auf den Jahrtausendwechsel ein und trieb diese planmässig voran. Bis Ende März 1999 waren die Anpasssungarbeiten von über 85% der geschäftskritischen Systeme bereits abgeschlossen. Bis Mitte Jahr wird UBS die Jahrtausendfähigkeit der geschäftskritischen Systeme weitestgehend abgeschlossen haben. Die Teilnahme an einer Testserie ("Interbankentest y2k") hat die hohe Qualität der Vorbereitung nachgewiesen. Die umstellungsbedingten Kosten beliefen sich im ersten Quartal 1999 auf CHF 94 Millionen. Für das Gesamtjahr erwartet die Bank Kosten von rund CHF 370 Millionen.

Ausblick

Eine Hochrechnung des Quartalsergebnisses auf das Gesamtjahr ist vor dem Hintergund eines anspruchsvollen Finanzmarktumfelds sowie saisonaler Einflüsse nicht angebracht. Aufgrund der starken Marktposition und weiterer Synergieffekte ist UBS indessen zuversichtlich, im Jahre 1999 eine gegenüber dem Vorjahr substanzielle Gewinnerhöhung zu erzielen.

Zürich/Basel 27. Mai 1999

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