UBS Global Real Estate Bubble Index

September 2017 | 3 Min. Lesezeit

Der UBS Global Real Estate Bubble Index soll die Risiken von Immobilienblasen in globalen Finanzzentren abbilden. 2017 führt Toronto unseren Index an. Wir untersuchen die Wohnungsmärkte ausgewählter Städte auf der Liste und zeigen, wo man am längsten arbeiten muss, um eine Wohnung kaufen zu können.

UBS Global Real Estate Bubble Index 2017

Am höchsten erscheint die Gefahr einer Immobilienblase in Toronto. Dort ist das Risiko im vergangenen Jahr erheblich gestiegen. Auch Stockholm, München, Vancouver, Sydney, London und Hongkong befinden sich weiterhin auf gefährdetem Terrain. Hinzugekommen ist noch Amsterdam, dessen Immobilienmarkt seit letztem Jahr als überbewertet gilt. In Paris, San Francisco, Los Angeles, Zürich, Frankfurt, Tokio und Genf sind die Bewertungen ebenfalls hoch. Die Immobilienmärkte in Boston, Singapur, New York und Mailand scheinen im Gegensatz dazu fair bewertet und an der Unterbewertung Chicagos hat sich seit dem Vorjahr nichts geändert.

Wo muss man am längsten dafür arbeiten, um sich eine Wohnung kaufen zu können?

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Der Kauf einer Wohnung mit 60 Quadratmetern (650 Quadratfuß) übersteigt in den meisten Weltstädten das Budget eines qualifizierten Angestellten im Dienstleistungssektor mit durchschnittlichem Jahresgehalt. In Hongkong wäre es selbst beim Doppelten des stadtüblichen Durchschnittsgehalts schwierig, sich ein Apartment in dieser Größenordnung zu leisten. Auch in London, Paris, Singapur, New York und Tokio haben sich die Eigenheimpreise bei einem Preis-Einkommens-Verhältnis von 10:1 von den lokalen Einkommen entkoppelt. Unerschwinglicher Wohnraum ist häufig ein Zeichen einer starken Anlegernachfrage aus dem Ausland sowie strenger Bebauungs- und Mietmarktvorschriften. Geht die Nachfrage der Anleger zurück, steigt die Gefahr einer Preiskorrektur und die Aussichten auf langfristige Wertsteigerungen sinken.

In Chicago, Boston, Los Angeles, Mailand und Frankfurt ist Wohneigentum hingegen relativ erschwinglich, sodass das Risiko einer Preiskorrektur in diesen Städten begrenzt ist. Aufgrund des relativ hohen Einkommensniveaus ist der Kauf einer Eigentumswohnung auch in San Francisco und in den meisten europäischen Städten verhältnismäßig realisierbar, ausgenommen in Paris und London.

Nach dem UBS Global Real Estate Bubble Index hat sich das Blasenrisiko in ausgewählten Metropolen im Laufe der letzten fünf Jahre erheblich erhöht. Die realen Preise für Wohnimmobilien in diesen Großstädten sind seit 2011 innerhalb der Blasenrisikozone im Durchschnitt um 50 Prozent gestiegen. In anderen von uns betrachteten Finanzzentren liegt der Preisanstieg dagegen bei nur etwa 15 Prozent. Diese Diskrepanz steht in einem groben Missverhältnis zu den Unterschieden beim lokalen Konjunkturwachstum und bei den Inflationsraten.

Bei Interesse an weiteren Einzelheiten und Schwerpunktinformationen zu bestimmten Städten steht der gesamte Bericht zum Download zur Verfügung.

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