Helikopter gesucht

UBS House View «Oktober 2019»

Beim Drehen von Apocalypse Now lernte Regisseur Francis Ford Coppola: Wenn man etwas erreichen will, benötigt man staatliche Helikopter. Deshalb wählte er bekanntlich die Philippinen als Drehort, weil der damalige Präsident des Landes einwilligte, ihm Militärausrüstung zur Verfügung zu stellen.

Die Notwendigkeit staatlicher Helikopter war auch bei der letzten Presse konferenz des scheidenden Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, ein Thema. Auf die Frage, ob «Helikoptergeld» helfen würde, der europäischen Wirtschaft Impulse zu verleihen, sagte er: «Geld auf irgendeine Weise an die Bürger auszuhändigen [ist] Aufgabe der Fiskalpolitik, nicht der Geldpolitik», fügte aber noch hinzu: «Ich glaube, es ist höchste Zeit, dass die Fiskalpolitik Verantwor­tung übernimmt.»

Aus Sicht von Zentralbankvertretern ist es zwar vielleicht «höchste Zeit», dass die Fiskalpolitik Verantwortung übernimmt, wir sehen aber noch keine Helikopter voller Geld am morgendlichen Horizont aufsteigen. Ungeachtet unserer Meinung über die filmischen Leistungen von Apocalypse Now oder darüber, ob Helikopter­geld wirtschaftlich sinnvoll ist, betrachte ich in diesem Monthly Letter, wie sich die Entwicklungen in der Fiskal­ und Geldpolitik unserer Ansicht nach auf die Märkte auswirken.

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