Zusammenfassung

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld für Infrastruktur ist nach den meisten Kriterien positiv. Dazu zählen insbesondere das über Erwarten starke Wirtschaftswachstum, die überdurchschnittliche Inflation und die sinkenden Zinssätze (auch wenn sie nur langsam nachgeben). Nach zwei Jahren mit einer guten Kursentwicklung an den öffentlichen Märkten liegt der Nennereffekt hinter uns.

Die Bewertungen von Infrastrukturanlagen am Privatmarkt sind gesunken, die Konkurrenz um die Transaktionen hat aber ebenfalls abgenommen. Das «größte Wahljahr in der Geschichte der Menschheit» liegt ebenfalls hinter uns, was eine gewisse politische Unsicherheit beseitigt.

Nachdem das gesamtwirtschaftliche Umfeld und die Stimmung wieder positiver geworden sind, gehen den Pessimisten unserer Meinung nach allmählich die Ausreden aus. Wir beurteilen die Entwicklung der Branche im Jahr 2025 zuversichtlich.

Doch da ist auch eine unumstößliche Tatsache: Es ist nicht mehr so leicht, mit Infrastruktur Geld zu verdienen. Manager müssen die zugrunde liegenden Unternehmen sehr gut kennen, um erfolgreich zu sein.

Ein konträrer Ansatz für langfristige Themen

Trotz unserer positiven Prognose für die Branche müssen wir uns ehrlich fragen: Besteht an den Infrastrukturmärkten eine Herdenmentalität? Unserer Ansicht nach lautet die Antwort «ja».

Diese Besorgnis ist durchaus berechtigt, da die gleiche Debatte derzeit auch an den öffentlichen Märkten geführt wird. Dort haben die technologischen Disruptionen Fragen zu überlaufenen Trades und hohen Bewertungen aufgeworfen. Infrastruktur wird auch von disruptiven Trends und langfristigen Themen wie den 4Ds – Dekarbonisierung, Digitalisierung, Deglobalisierung und demografischer Wandel – beeinflusst.

Hier möchten wir klarstellen, dass wir diese Megatrends nach wie vor zuversichtlich beurteilen. Wir sind überzeugt, dass sie unsere Welt verändern werden und bedeutende Anlagechancen bieten. Es wäre jedoch unehrlich, nicht zuzugeben, dass ein gewisser Hype vorhanden ist, insbesondere beim Thema saubere Energie und bestimmten Bereichen der digitalen Infrastruktur.

Mit Blick auf die Fundamentaldaten des Infrastruktursektors stellen wir jedoch fest, dass die Konsensgewinnerwartungen an das Wachstum (EBITDA) börsennotierter Infrastruktur recht solide sind.

Erneuerbare Energien und Rechenzentren verzeichnen ein starkes Wachstum, was die positive Stimmung zum Teil erklärt. Was jedoch heraussticht, ist die Stärke in allen Sektoren, einschließlich Straßen, Entsorgung und Versorgung.

Diese Gewinnschätzungen zeigen zwar möglicherweise nicht das Gesamtbild der Fundamentaldaten privater Infrastruktur. Es lässt sich aber kaum leugnen, dass die positive Performance verschiedener Teilsektoren einen Unterschied zwischen der allgemeinen Stimmung und den tatsächlichen Fundamentaldaten aufdeckt.

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