Glossar Relevante Begriffe

Unser Glossar enthält weitere Informationen zur ETF-Terminologie.

Name

Erklärung

Alpha

Das Alpha ist ein Mass für die risikobereinigte Rendite. Es reflektiert die Mehrrendite des Fonds gegenüber seiner Benchmark.

Anleihen

Anleihen sind - in der Regel verzinsliche - Wertpapiere, die aus Sicht des Emittenten zur kurz- oder langfristigen Finanzierung beziehungsweise aus Sicht des Anleihenkäufers zur Kapitalanlage dienen. Der Anleihengläubiger erwirbt mit dem Kauf das Recht auf Rückzahlung des ausgewiesenen Anleihebetrages sowie der festgelegten Verzinsung. Ein wichtiger Indikator für die Fähigkeit des Emittenten, die Anleihe durch Zinszahlungen zu bedienen und den Anleihebetrag zurückzuzahlen, ist die Kreditqualität.

Backwardation

Backwardation bezeichnet eine Preisstruktur am Terminmarkt, bei der der Preis für länger laufende Terminkontrakte  eines Wirtschaftsgutes niedriger ist als der für kürzer laufende Kontrakte. Ein Grund für eine solche Terminmarktstruktur kann eine akute Knappheit des betreffenden Wirtschaftsgutes sein - die aktuell vorhandene Nachfrage wird in diesem Fall grösser eingeschätzt als die Nachfrage in der Zukunft. Die gegenteilige Marktsituation wird als Contango bezeichnet.

Benchmark exposure

Eine Benchmark oder ein Referenzindex ist ein Vergleichsmassstab zur Messung des Anlageerfolgs. Die Benchmark definiert ein Referenz- oder Vergleichsportfolio, anhand dessen die Wertentwicklung des tatsächlichen Portfolios gemessen werden kann. Bei einem hohen Benchmark Exposure für bestimmte Marktbereiche konzentriert sich der Investor auf die für diesen Markt massgeblichen Referenzindizes. Einen einfachen und kostengünstigen Zugang zu Benchmarks bieten ETFs.

Beta

Das Beta ist ein Mass für die Volatilität der Fondsperformance im Vergleich zur Performance einer Benchmark. Es zeigt inwieweit die Fondsperformance den Marktbewegungen folgt. Ein Beta von 1 signalisiert, dass die Fondsperformance den Marktbewegungen folgt. Ein Beta von weniger als 1 bedeutet, dass der Fonds eine geringere Volatilität aufweist als der Markt. Ein Beta grösser als 1 bedeutet, dass der Fonds eine höhere Volatilität aufweist als der Markt. Ein negatives Beta signalisiert, dass der Fonds abwärts tendiert, wenn der Markt steigt und umgekehrt.

Blue chip

Aktie eines bonitätsmässig erstklassigen Unternehmens. Ursprüngliche Bedeutung des Worts: Splitter eines Diamanten.

Börsenkapitalisierung

Auch: Marktkapitalisierung, Kapitalisierung. Wert eines Unternehmens, berechnet aufgrund der Kurse der Beteiligungspapiere dieses Unternehmens. Dabei wird der Kurswert, den ein solches Wertpapier (Aktie, Partizipationsschein usw.) an einem bestimmten Stichtag hat, mit der Gesamtzahl der Titel der entsprechenden Wertpapierkategorie multipliziert.

Buy and Hold

Buy and Hold - auf Deutsch "Kaufen und Halten" - ist die Bezeichnung für eine Investmentstrategie, bei der Wertpapieranlagen langfristig im Portfolio gehalten werden und das Depot nicht aufgrund kurzfristiger Kursschwankungen laufend umgeschichtet wird. Diese Strategie zielt darauf ab, Transaktionskosten durch häufiges An- und Verkaufen zu vermeiden und von möglichen Kursgewinnen über einen längeren Zeitraum zu profitieren.

Cash-flows

Finanzanalyse: Während einer bestimmten Periode (z.B. während eines Jahres) erarbeitete Mittel eines Unternehmens. Der Cashflow ist die Summe von Reingewinn, Abschreibungen und Rückstellungen während der betreffenden Periode. Ausserordentliche oder periodenfremde Aufwendungen und Erträge sollen aus der Berechnung des Cashflows ausgeklammert werden, damit der ermittelte Gesamtertrag die tatsächliche Ertragskraftentwicklung des betreffenden Unternehmens möglichst klar widerspiegelt. Ebenso soll das Bild nicht durch extreme Veränderungen bei der Bildung oder Auflösung stiller Reserven verfälscht werden. Der Cashflow ist ein wichtiger Bewertungsmassstab bei Kapitalanlagen wie auch bei der Kreditgewährung.

Contango

Contango beschreibt eine Preissituation bei Warentermingeschäften, bei der weiter in der Zukunft liegende Terminkontrakte eines Wirtschaftsgutes teurer sind als Kontrakte mit kürzeren Laufzeiten. Eine Contango-Situation hängt meist damit zusammen, dass Waren, die erst zu einem späteren Termin geliefert werden, länger gelagert werden müssen - aufgrund der Lagerkosten werden sie deshalb mit einem Preisaufschlag gehandelt. Die gegenteilige Marktsituation wird als Backwardation bezeichnet.

Dividendenrendite

Auch: Aktienrendite. Kennzahl der Rentabilität einer Aktienanlage, die sich aus der Höhe der Dividende im Vergleich zum jeweiligen Aktienkurs bestimmen lässt und einen Vergleich mit der am übrigen Kapitalmarkt erzielbaren Verzinsung ermöglicht.

Dividendenstarke Aktien

Dividendenstarke Aktien sind Titel mit hohen Ausschüttungen an die Anteilseigner, also die Aktionäre. Ein Indikator bei der Identifizierung dividendenstarker Aktien ist eine hohe Dividendenrendite. Sie bezeichnet das Verhältnis von ausgeschüttetem Gewinn zur Marktkapitalisierung des Unternehmens. Diese Kennzahl kann sowohl auf Basis der zuletzt gezahlten Dividende als auch auf Grundlage von erwarteten künftigen Dividenden berechnet werden.

Exchange Traded Fund (ETF)

Ein ETF ist ein Fonds, der die Wertentwicklung des ihm zugrunde liegenden Index abbildet und der an der Börse ge- und verkauft werden kann. Ebenso wie ein klassischer Fonds ist ein ETF ein Sondervermögen, ist also von einer Zahlungsunfähigkeit des ETF-Anbieters nicht betroffen, und genauso wie Aktien können ETFs jederzeit an der Börse und ausserbörslich gehandelt werden. Da ETFs an einen zugrunde liegenden Index gekoppelt sind, handelt es sich um passive Anlageinstrumente, die lediglich die Wertentwicklung ihres Basiswertes nachvollziehen. Steigt also der Wert des zugrunde liegenden Index, steigt auch der Wert des ETF.

Forward-Kontrakt

Vereinbarung zweier Parteien, eine bestimmte Menge eines Gutes zu den zuvor festgelegten Bedingungen zu kaufen bzw. zu verkaufen, wobei Lieferung und Zahlung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Im Unterschied zu den standardisierten Future werden Forward-Kontrakte ausserbörslich abgeschlossen.

Free Float

Anteil jener Aktien eines Unternehmens, die sich nicht in festen Händen (des Gründers, Managements) befinden. Der FreeFloat kann jederzeit an der Börse gehandelt werden.

Futures-Kontrakt

Standardisierter, an einer Börse gehandelter Terminkontrakt, bei dem der Käufer an einem bestimmten Fälligkeitstag und zu einem bestimmten Preis eine festgesetzte Menge einer qualitativ definierten Ware (Warenterminkontrakt) oder einen festgelegten Betrag eines Finanzinstruments (Financial Future) zu kaufen oder zu verkaufen hat.

Haircut

Ein Haircut bezeichnet die verminderte Wertansetzung von Sicherheiten, die unter anderem bei Wertpapierleihgeschäften durch den Entleiher hinterlegt werden müssen. Beträgt der Haircut zum Beispiel 5 Prozent, dann müssen die Sicherheiten mindestens 105 Prozent der entliehenen Wertpapiere abdecken. Wertpapierleihgeschäfte von UBS ETFs sind zu mindestens 105 Prozent überbesichert. Bei in der Schweiz domizilierten ETFs kommt der jeweilige Haircut hinzu.   

Implizite Dividendenstrategien

Eine implizite Dividendenstrategie ist ein indirekter Weg, in überdurchschnittlich dividendenstarke Aktien zu investieren. Diese Strategie konzentriert sich zum einen auf Substanzaktien - also Aktien, die sich durch niedrige Kurs-Buchwert- und Kurs-Gewinnverhältnisse auszeichnen. Interessant sind für eine implizite Dividendenstrategie zum anderen Sektoren des Aktienmarktes, die mit dem aktuellen Konjunkturzyklen verbunden sind. Zyklische Sektoren entwickeln sich parallel dazu und erzielen bei guter Konjunktur in der Regel eine bessere Performance als der breite Markt. Dagegen verhalten sich defensive Sektoren in turbulenteren Phasen stabiler und bieten in schweren Zeiten höhere Dividenden als der breite Markt.

iNav

Der iNAV (indikativer Nettoinventarwert) ist ein Referenzwert für den Intraday-Preis (Kurs) eines ETF. Für seine Berechnung wird der zuletzt verfügbare Preis der Wertpapiere verwendet, die für die Performance des ETF massgeblich sind. Anschliessend werden die Preise dieser Wertpapiere zusammengezählt, gegebenenfalls die Barkomponenten hinzugefügt und die Verbindlichkeiten abgezogen. Dadurch entsteht der «Gesamtwert» des ETF, der in der Folge in einen Wert «je Aktie» umgewandelt wird, indem der «Gesamtwert» durch die Anzahl der emittierten ETF-Aktien dividiert wird. Von Bedeutung ist dabei, dass der iNAV nicht den Preis verkörpert, zu dem Sie den ETF erwerben können. Er bietet jedoch einen Referenzwert, mit dem sich der Handelspreis (Handelskurs) des an der Börse angebotenen ETF vergleichen lässt.

Investment grade

Grobeinteilung der Bonitätseinstufungen BBB bis AAA, die besagt, dass Wertpapiere von befriedigender bis sehr guter Qualität sind.

Kreditqualität

Die Kreditqualität ist ein Indikator dafür, inwiefern Schuldner in der Lage sind, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Bei Emittenten von Wertpapieren, etwa von Unternehmens- oder Staatsanleihen, ist die Kreditqualität ein Indikator für die Fähigkeit des Emittenten, die Emission inklusive Zinsen zu bedienen und am Ende der Laufzeit durch Rückzahlung des Anleihebetrages zu tilgen.

Laufende Kosten

Eine Zahl, welche sämtliche jährlichen Kosten und weitere Aufwendungen (hauptsächlich Managementgebühren und Verwaltungskosten) enthält, die dem OGAW-Vermögen jährlich belastet werden. Diese Zahl wird jährlich publiziert und zeigt die negative Wirkung der Betriebskosten auf die Performance. Sie kann über die Jahre variieren und sollte daher nicht als feste Grösse über die Zeit verstanden werden.

Lineare Inflation

Eine lineare Inflation bedeutet eine gleichmässige Steigerung des Preisniveaus und eine entsprechend gleichmässige Reduzierung der Kaufkraft. In der Praxis verläuft die Entwicklung der Inflation allerdings meist nicht linear, da die sie unter anderem auch von nicht vorhersehbaren politischen und wirtschaftlichen Ereignissen beeinflusst wird.

Market-Maker

Börsenmitglied, das für bestimmte Wertpapiere Geld- und Briefkurse stellt und auf eigenes Risiko und Rechnung eigene selbst handelt.

Mark-to-market

Tägliche Neubewertung von zumeist an der Börse gehandelten derivativen Kontrakten zur Berechnung der täglichen Gewinne oder Verluste auf der entsprechenden Position.

Maximum Drawdown

Der Maximum Drawdown ist eine Kennzahl, die in der Finanzwelt häufig benutzt wird. Die Kennziffer stellt den maximalen kumulierten Verlust innerhalb eines betrachteten Zeitraums dar und wird in der Regel als Prozentwert angegeben.

Non investment grade

Grobeinteilung der Bonitätseinstufungen unter BBB, die besagt, dass es sich um Wertpapiere spekulativer Natur handelt.

Passives Management

Passives Management unterscheidet sich dadurch vom aktiven Management, dass der Asset Manager keine aktiven Anlageentscheidungen trifft. Vielmehr bildet ein Fonds bei passivem Management einen Index ab und reagiert immer dann, wenn sich die Zusammensetzung des Index ändert. Die bekanntesten Investmentprodukte mit passivem Management sind Exchange Traded Funds (ETFs). Weil bei passivem Management die Notwendigkeit von Marktanalysen entfällt und deutlich weniger Transaktionen vorgenommen werden, ergeben sich gegenüber dem aktivem Management oft Kostenvorteile. Zudem bieten ETFs den Vorteil, dass sie Investoren in der Regel die Marktrendite abzüglich etwaiger Kosten liefern.

Physisch replizierter ETF

Bei den physisch replizierten ETFs unterscheidet man zwischen der vollständigen Replikation und der optimierten Replikation mit Hilfe eines mathematischen Optimierungsverfahrens («Stratified Sampling»).
Bei der vollständigen Replikation ist der ETF im physischen Besitz aller im Index vertretenen Wertpapiere entsprechend ihrer Gewichtung im zugrunde liegenden Index. Indexanpassungen und Kapitalmassnahmen machen regelmässige Transaktionen erforderlich.

Bei der optimierten Replikation mit «Stratified Sampling» ist der ETF im physischen Besitz einer Teilmenge der Indexwerte. Die Performance des Wertpapierkorbs beruht auf den physischen Positionen im ETF. Dabei werden Optimierungsstrategien und -tools eingesetzt, die dazu dienen, die Transaktionskosten zu senken, die Liquidität zu erhöhen und den Tracking Error zu minimieren. UBS Portfolio Management in London verwendet ausgereifte Analysetools zur Festlegung einer Teilmenge mit Indexwerten, die eine ähnliche Rendite wie die ursprünglich im Index vertretenen Aktien erzielen. Entsprechend den Angaben im Verkaufsprospekt beträgt die Renditedifferenz höchstens fünf Prozent. Derzeit wird der «Stratified Sampling»-Ansatz bei lediglich drei ETFs angewandt.

Physische und synthetische Indexnachbildung

Physisch:
Bei der physischen Replikation investiert ein ETF direkt in die im abgebildeten Index enthaltenen Wertpapiere. Dabei erwirbt der ETF entweder alle Titel, aus denen sich der Index zusammensetzt - diese Methode wird vollständige Replikation genannt und eignet sich für liquide Indizes. Oder der ETF erwirbt nicht alle, sondern nur einen Teil der entsprechenden Basiswerte - dieses Sampling genannte Vorgehen kann sinnvoll sein, wenn sich ein Index aus vielen Wertpapieren zusammensetzt, die schwer handelbar, also illiquide sind. Von der physischen Replikation unterscheidet sich die synthetische Replikation.

Synthetisch:
Im Gegensatz zur physischen Replikation investiert ein ETF bei einer synthetischen Replikation nicht direkt in die Wertpapiere, aus denen sich ein Index zusammensetzt. Stattdessen schliesst er eine Swap-Vereinbarung mit einer Gegenpartei ab. Diese verpflichtet sich, dem ETF die Performance des abgebildeten Index zu liefern. Der ETF wiederum liefert an die Gegenpartei entweder die Rendite eines von ihm gehaltenen Asset-Portfolios oder er liefert sein Barvermögen und erhält dafür neben der Indexperformance  Sicherheiten, die in der Regel den Wert des Kontrahentenrisikos übersteigen. Dadurch wird das bei einer Swap-Vereinbarung entstehende Kontrahentenrisiko des Fonds, welches laut UCITS-IV-Richtlinien auf 10 Prozent begrenzt ist, faktisch ausgeschaltet.

Primärmarkt

Markt, auf dem die Emission und Inverkehrsetzung von neuen Effekten stattfindet.

Renditedifferenz

Die Rendite ist eine Kennzahl für den Ertrag eines Wertpapiers, ausgedrückt in Prozent des Kapitals. Mit Renditedifferenz wird allgemein die Differenz zwischen den Erträgen verschiedener Anlageinstrumente bezeichnet. Speziell bei Anleihen beziffert die Renditedifferenz aber auch die Differenz zwischen lang- und kurzfristigen Zinsen. Die Renditedifferenz, in diesem Fall auch Renditespread genannt, bezeichnet zudem den Risikoaufschlag beziehungsweise -abschlag von Anleihen einer bestimmten Kategorie von Emittenten oder eines einzelnen Emittenten gegenüber anderen Anleihen mit vergleichbarer Laufzeit.

Schaffungseinheiten («Creation Units»)

Über den Creation- und Redemption-Mechanismus werden neue ETF-Anteile ausgegeben und bestehende Anteile aufgelöst. Der Mechanismus ermöglicht professionellen Marktteilnehmern, jederzeit Aktienkörbe mit der gleichen Zusammensetzung gegen ETFs - und umgekehrt - mit der Fondsgesellschaft zu tauschen. Sie sorgen damit für eine höhere Liquidität der ETF-Anteile.

Sharpe-Ratio

Kennzahl zur risikobereinigten Performancemessung eines Portfolios, bei der die Überrendite (gegenüber dem Geldmarktsatz) durch die Standardabweichung der erzielten Portfoliorendite dividiert wird.

Spread

Der Spread ist die Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Verkaufspreis eines Wertpapiers, zum Beispiel eines ETF. Diese Geld-Brief-Spanne hängt in der Regel vom Angebot, von der Nachfrage und vom Handelsvolumen des Wertpapiers ab. Der Spread kann gerade bei hohen Anlagevolumina ein Auswahlkriterium für einen ETF sein: Je geringer der Spread ist, desto niedriger sind die impliziten Kosten beim Kauf oder Verkauf des ETF.          

Substanzaktien

Substanzaktien, auch Value-Aktien genannt, zeichnen sich dadurch, dass sie günstig bewertet sind, der Kurs der Aktie also nicht der erwarteten Ertragskraft oder dem Wert des Unternehmens entspricht. Bei der Identifizierung von Substanzwerten liegt der Fokus deshalb in der Regel auf Aktien von Unternehmen mit möglichst hoher Dividendenrendite, möglichst niedrigem Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) oder möglichst niedrigem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV).

Swap

Ein Swap ist ein Begriff für ein Finanzinstrument zum Austausch von zukünftigen Zahlungsströmen. ETFs, die bei der Indexabbildung die synthetische Replikation anwenden, greifen auf Swaps zurück. Sie tauschen dabei mit dem Swap-Partner die Performance der von ihnen gehaltenen Vermögenswerte gegen die Performance des Index.

Total Cost of Ownership

Die Total Cost of Ownership beziffert die Gesamtkosten, die durch den Kauf und die Nutzung eines Produktes verursacht werden. Eine vergleichbare Kennziffer bei Investmentfonds und speziell bei ETFs ergibt sich durch Addition der Total Expense Ratio (TER) oder Gesamtkostenquote und der Kosten für den An- und Verkauf - also etwa Börsenhandelsgebühren und Geld-Brief-Spanne.

Total Expense Ratio (TER)

Total Expense Ratio (TER): Diese Kennzahl wird gemäss den «Richtlinien zur Berechnung und Offenlegung der TER und PTR von kollektiven Kapitalanlagen» der Swiss Funds & Asset Management Association (SFAMA) in ihrer aktuellen Fassung berechnet und entspricht der Summe aller Kosten und Kommissionen, die laufend dem Nettovermögen belastet werden Prozentsatz (Betriebsaufwand) und rückwirkend als des Nettovermögens ausgedrückt werden.

Falls anstelle der TER «k.A.» steht, liegt dies daran, dass der Fonds vor kurzem lanciert wurde und erst nach Publikation der ersten Berichtsperiode für den Fonds eine TER ausgewiesen wird.

Tracking Error

Der Tracking Error ist ein Mass für die Konsistenz der Performance zwischen einem Fonds und einem Index. Er drückt die Stabilität der Renditedifferenz aus. Der Tracking Error reflektiert die Fähigkeit des Fonds, ähnliche Renditen zu generieren wie der Vergleichsindex. Je höher / niedriger der Tracking Error, desto grösser / kleiner die Differenz zwischen den Renditen des Fonds und dem Vergleichsindex über einen Beobachtungszeitraum.

Vermögensbausteine

Vermögensbausteine bezeichnen die unterschiedlichen Säulen, auf denen der Vermögensaufbau beruht. Im Sinne der modernen Portfoliotheorie des US-Ökonoms Harry Markowitz ist es sinnvoll, das Risiko im Portfolio durch die Streuung des Anlagekapitals auf verschiedene Anlageklassen - wie zum Beispiel Aktien, Anleihen, Rohstoffe etc. - zu reduzieren. Greifen Investoren für die Umsetzung ihrer Strategie auf ein passives Management zurück, können sie von Kostenvorteilen profitieren.

Verpfändung

Einräumung eines beschränkt dinglichen Rechts an einer Sache oder Forderung. Die Verpfändung erfolgt aufgrund eines Pfandvertrags. Bei Verzug des Kreditnehmers kann der Gläubiger das Pfand verwerten und sich durch Pfandverwertung (Exekution) am Erlös schadlos halten. Im Bankverkehr bildet die Wertpapierverpfändung das häufigste Kreditsicherungsgeschäft, v.a. beim Kontokorrentkredit und beim Darlehen.

Volatilität

Mass für die Schwankungen des Kurses oder der Rendite eines Wertpapiers innerhalb einer bestimmten Periode. Meistens wird die Volatilität als annualisierte Standardabweichung angegeben.

Währungssicherung

Eine Währungssicherung minimiert das Wechselkursrisiko. Dieses ergibt sich immer dann, wenn der Investor auf eine Anlageregion mit Fremdwährung setzt und deren Währung gegenüber der Heimatwährung abwertet. Eine einfache, transparente und kostengünstige Möglichkeit, Devisenrisiken im Portfolio zu reduzieren, sind währungsgesicherte ETFs. Sie erlauben eine Währungssicherung, ohne dass ein Investor selbst mit Derivaten handeln und seine entsprechenden Positionen ständig anpassen muss. Vielmehr funktioniert die Währungssicherung über den Kauf eines einzigen Anlageinstruments. ETFs sichern die Fremdwährungen der Indizes zum Beispiel ab, indem sie Fremdwährungs-Termingeschäfte abschliessen.

Wechselkursrisiko

Risiko von Kursschwankungen zwischen Rechnungswährung und Referenzwährung des Anlegers


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