Säule 3a Ihre Vorsorgegelder verdienen mehr

Vorsorgegelder werden oft mit langfristigem Horizont angelegt. Das spricht für Anlagefonds mit hohem Aktienanteil in der Säule 3a.

von UBS Wissen 30. Jan 2018

«Früher war alles besser». Das trifft zumindest auf die Zinsen zu. Vor 20 Jahren lag das Zinsniveau von Sparkonten noch im Bereich von 1,75 Prozent. Heute sind es oft noch bescheidene 0,01 Prozent Jahreszins. Berücksichtigt man die Inflation, die UBS für 2018 auf 0,6 Prozent schätzt, wird der Jahreszins von Sparkonten von der Teuerung mehr als nur weggefressen.

Auf dem aktuellen Leistungsniveau der beiden obligatorischen Säulen (AHV und Pensionskasse) ist in aller Regel eine zusätzliche Vorsorge auf privater Basis nötig, damit Sie den Lebensstandard auch nach der Pensionierung halten können. Besonders attraktiv für die ergänzende freiwillige Vorsorge ist die Säule 3a.

Wichtig: Beim Vorsorgesparen sind die Anlagedauer und die Rendite entscheidend. Auch mit regelmässig einbezahlten kleinen Beiträgen kommt über die Jahre ein ansehnliches Vorsorgekapital zusammen.

Die Rendite verbessern

Der Zinssatz des Säule 3a-Kontos liegt heute meist nur leicht über der Nullprozentmarke. Auf diesem tiefen Niveau wird es schwierig, auch über einen längeren Zeitraum genügend Kapitalwachstum zu erzielen. Daher ist es ratsam, auch in der persönlichen Vorsorge etwas höhere Schwankungen zu tolerieren und die Renditechancen an den Märkten besser zu nutzen. Wertschriften, insbesondere Aktien, sind dafür geeignet.

Vorsorgefonds der Säule 3a investieren unter Einhaltung der gesetzlichen Richtlinien breit diversifiziert in Obligationen, Immobilien und auch in Aktien. Da insbesondere Aktienkurse mitunter stark schwanken können, ist eine bestimmte Risikotoleranz gefragt.

Altersgerechtes Investieren

Eine UBS-Studie zeigt, dass Säule 3a-Guthaben je nach Alter unterschiedlich investiert werden sollen. Bis 44-Jährige können ihre 3a-Ersparnisse in Vorsorgefonds mit bis zu 75 Prozent in Aktien investieren. 45- bis 56-Jährigen empfiehlt UBS ein Portefeuille mit 46-prozentigem Aktienanteil. Sind Sie über 57 Jahre alt, sollten Sie Ihre laufenden Einzahlungen auf ein Zinskonto überweisen.