40 bis 55 Jahre

Die Vorsorge optimieren: Was wir oft gefragt werden

Bei der Vorsorge und der Pensionierungsplanung gibt es vieles zu wissen und zu beachten – Antworten und Ratschläge unserer Experten.

Wie kann ich bei der Vorsorge Steuern sparen?

Mit einer geschickten Planung können Sie durch die berufliche Vorsorge (2. Säule) und die private Vorsorge (3. Säule) mehrfach Steuern sparen. Doch es gibt noch weitere Möglichkeiten, etwa durch einen Einkauf in die Pensionskasse. Wichtig ist auch, die Auszahlung richtig zu planen.

Steuern sparen mit der 2. Säule

Mit freiwilligen Einkäufen in die Pensionskasse reduzieren Sie Ihre Steuerlast und profitieren von weiteren steuerlichen Vorteilen:

  • Den einbezahlten Betrag dürfen Sie von Ihrem steuerbaren Einkommen abziehen. 
  • Ihr Pensionskassenguthaben ist von der Vermögenssteuer befreit.
  • Die Zins- und Kapitalerträge sind steuerfrei.

Steuern sparen mit der 3. Säule

Auch Einzahlungen in die Säule 3a lohnen sich steuerlich in mehrfacher Hinsicht:

  • Den einbezahlten Betrag dürfen Sie von Ihrem steuerbaren Einkommen abziehen. 
  • Während der Ansparphase ist Ihr Vermögen in der Säule 3a steuerfrei.
  • Die Zins- und Kapitalerträge sind steuerfrei.

Je nach Einkommen, Wohnort und Höhe des eingezahlten Betrags können Sie mit der Säule 3a mehrere hundert Franken Steuern sparen. Es gilt jedoch ein Maximalbetrag, den Sie jährlich in die Säule 3a einzahlen dürfen.

Unsere Tipps

Vorsorgegelder aus der Säule 3a werden bei der Auszahlung besteuert. Deshalb lohnt es sich, die Auszahlung früh zu planen. Idealerweise legen Sie über die Jahre noch ein zweites oder sogar drittes Vorsorgekonto an. So können Sie das Geld später gestaffelt beziehen – und so die steuerlichen Abzüge geringer halten.

Als Faustregel gilt: Sobald Sie auf Ihrem Vorsorgekonto etwa 50 000 Franken angespart haben, sollten Sie ein weiteres Konto eröffnen.

Möchten Sie sich später auch Pensionskassenguthaben auszahlen lassen, sollten Sie darauf achten, dass Sie im gleichen Jahr nicht auch eine grössere Auszahlung aus der Säule 3a erhalten.

Einkauf in die Pensionskasse

Haben Sie vor, einen grösseren Betrag in Ihre Pensionskasse einzuzahlen, sollten Sie die Einzahlungen über mehrere Jahre splitten. Durch den gestaffelten Einkauf erzielen Sie in der Regel eine höhere Steuerersparnis als bei einer einmaligen Einzahlung.

Holen Sie sich Rat

Einkäufe in die Pensionskassen sollten gut überlegt sein. Ob ein Einkauf für Sie Sinn macht, ist abhängig von Ihrer Lebenssituation und Ihren Zielen. Bevor Sie eine Entscheidung treffen, sollten Sie sich mit einem Vorsorgeexperten beraten. Wir sind gerne für Sie da – zum Thema Einkauf in die Pensionskasse und zu allen anderen Themen rund um die Vorsorge.  

Steuerersparnis berechnen

Mit unserem Steuerrechner finden Sie heraus, wie viel Steuern Sie mit der Säule 3a sparen können.

Ist meine Vorsorge ausreichend?

Mit etwa 50 Jahren wird es Zeit für eine Bestandsaufnahme. Denn AHV und Pensionskasse reichen in der Regel nicht aus, um im Alter den gewohnten Lebensstandard zu sichern. So berechnen Sie, wie viel Sie im Alter zur Verfügung haben, und erfahren, wie Sie eine allfällige Einkommenslücke schliessen.

Wie viel Geld brauchen Sie im Ruhestand?

Stellen Sie Ihre heutigen Ausgaben dem zu erwartenden Einkommen gegenüber, um Ihre finanzielle Situation einzuschätzen:

  • Heutiges Budget: aktuelle Ausgaben für Wohnen, Leben, Steuern, Versicherungen, Krankenkasse, Telefonieren, Auto, ÖV, Freizeit und Reisen
  • Voraussichtliches Einkommen im Ruhestand: AHV-Rente, Rentenbezug aus Pensionskasse oder Kapitalbezug,
    3. Säule sowie Miet- und Wertschriftenerträge

Eine allfällige Einkommenslücke schliessen

Brauchen Sie heute mehr Geld, als Ihnen nach der Pensionierung zur Verfügung stehen würde?

Haben Sie heute mehr Einkommen zur Verfügung als voraussichtlich nach der Pensionierung? Und möchten Sie sich später auch nicht einschränken? Oder haben Sie Träume, für die Sie sogar zusätzliches Budget benötigen? Dann heisst es handeln. Noch haben Sie Zeit, Ihr Einkommen im Alter aufzupolstern:

  • Machen Sie einen freiwilligen Einkauf in die Pensionskasse.
  • Schöpfen Sie bei der Säule 3a den Maximalbetrag aus. 
  • Bauen Sie zusätzliches Kapital auf, zum Beispiel mit einem Sparkonto oder einer Geldanlage.

Die Vorsorge optimieren

Wie Sie dabei am besten vorgehen, ist abhängig von Ihrer momentanen Lebenssituation und Ihren Plänen nach der Pensionierung. Oft ist es eine Kombination von mehreren Massnahmen. Gerne unterstützen wir Sie und zeigen Ihnen Ihre Möglichkeiten im Detail auf.

Wie sichere ich meine Familie ab?

Das Leben ändert sich oft unverhofft. Durch Unfall, Krankheit oder einen Todesfall können gravierende finanzielle Engpässe entstehen. Deshalb ist es wichtig, sich und die Familie abzusichern. Ist die finanzielle Situation geregelt, haben Sie und Ihre Familie im Ernstfall zumindest eine Sorge weniger.

Todesfall

Welche Leistungen AHV (1. Säule) und Pensionskasse (2. Säule) im Todesfall erbringen, ist von vielen Faktoren abhängig. Die Renten von AHV und Pensionskasse reichen aber in der Regel nicht aus, damit die Hinterbliebenen den gewohnten Lebensstandard beibehalten können.

Ausserdem wichtig für Konkubinatspartner: Die AHV zahlt keine Witwen- oder Witwerrente an Konkubinatspartner aus. Auch Pensionskassen sind nicht verpflichtet, Renten an Konkubinatspartner auszuzahlen. Viele Kassen sehen aber Leistungen vor, wenn die Partnerschaft seit mehr als fünf Jahren besteht und eine schriftliche Mitteilung an die Pensionskasse erfolgte.

Erwerbsunfähigkeit

Bei einem Unfall sind Erwerbstätige meist ziemlich gut abgesichert. Bei Invalidität greift ausserdem die Invalidenvorsorge (IV) mit Massnahmen zur Wiedereingliederung in den Beruf oder einer Invalidenrente.
Bei Erwerbsunfähigkeit infolge Krankheit entstehen trotz allfälliger Leistungen aus Pensionskasse und IV oft grössere finanzielle Einbussen.

Unsere Tipps

Mit der gebundenen Vorsorge (Säule 3a) und der freien Vorsorge (Säule 3b) können Sie zusätzliches Kapital aufbauen und so Ihre Familie absichern.

Haben Sie ein Eigenheim, dann sind Vorsorge und finanzielle Absicherung von Partner und Familie besonders wichtig. Unvorhergesehene Schicksalsschläge können gravierende finanzielle Engpässe zur Folge habe – vor allem, wenn das Familieneinkommen stark von einem Partner abhängt. Eventuell ist die Tragbarkeit der Hypothek nicht mehr gewährleistet, was im schlimmsten Fall bedeutet, dass das Eigenheim verkauft werden muss. Mit einer Risikolebensversicherung können Sie das verhindern.

Gesetzlich sind Konkubinatspartner Ehepartnern nicht gleichgestellt. Wenn Sie nicht verheiratet sind, sollten Sie einige Vorkehrungen treffen:

  • Regeln Sie die partnerschaftliche Vorsorge auf privater Ebene. Halten Sie individuelle Vereinbarungen in einem Testament oder Erbvertrag fest. 
  • Viele Pensionskassen sind auch für Ihren Partner da. Informieren Sie sich und teilen Sie Ihrer Pensionskasse die begünstigte Person mit.
  • Die Auszahlung der gebundenen Vorsorge 3a ist gesetzlich geregelt. Konkubinatspartner sind begünstigt, wenn die Lebensgemeinschaft seit mindestens fünf Jahren besteht. Die freie Vorsorge 3b lässt sich flexibel handhaben. 
  • Die Auszahlung der gebundenen Vorsorge 3a ist gesetzlich geregelt. Konkubinatspartner können sich begünstigen, wenn die Lebensgemeinschaft seit mindestens fünf Jahren besteht. Die Begünstigung muss schriftlich bei der Vorsorgestiftung hinterlegt sein. 
  • Die freie Vorsorge 3b lässt sich flexibel handhaben.

Holen Sie sich Expertenrat

Welche Massnahmen sinnvoll sind, um sich und Ihre Familie abzusichern, ist von vielen Faktoren abhängig. Gerne schauen wir Ihre Lebenssituation an und beraten Sie umfassend.

Wie kann ich ein Eigenheim mit Vorsorgegeldern finanzieren?

Vorsorge und Wohneigentum sind eng miteinander verknüpft, deshalb dürfen Sie beim Kauf auch Vorsorgegelder aus der 2. und 3. Säule nutzen – vorausgesetzt, Sie ziehen selbst in die Immobilie ein. Für die Finanzierung gilt: Mindestens 20% des Kaufpreises benötigen Sie als Eigenkapital. Maximal die Hälfte davon darf aus der 2. Säule stammen.

Wenn Sie Vorsorgegelder für die Finanzierung nutzen möchten, haben Sie bei beiden Säulen folgende Möglichkeiten:

  • Vorbezug – das heisst, das Geld wird aus Ihrem Vorsorgevermögen entnommen. 
  • Verpfändung – Ihr Vorsorgevermögen dient lediglich als Sicherheit; die Vorsorgeleistungen reduzieren sich nicht.

Unser Tipp

Möchten Sie Ihre Pensionskassengelder für die Finanzierung verwenden, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Ihre Altersrente sowie die Leistungen bei Invalidität und Todesfall trotzdem erhalten bleiben.

Hypothek mit der Säule 3a amortisieren

Haben Sie bereits ein Eigenheim, kann es sich lohnen, angespartes Vorsorgekapital zur Rückzahlung der Schuld zu nutzen.

Bei der direkten Amortisation wird die Hypothek schrittweise mit Teilbezügen aus dem freien Vermögen oder aus dem Säule3a-Guthaben getilgt. So sinkt die Schuld stetig – allerdings werden auch die steuerlich abzugsberechtigten Zinskosten Jahr für Jahr geringer. Ausserdem gilt: Bezüge von Säule 3a-Guthaben zur Abzahlung einer Hypothek sind nur alle fünf Jahre möglich.

Bei der indirekten Amortisation wird die Hypothekarschuld nicht in Raten zurückbezahlt – stattdessen werden die Beträge in die Säue 3a investiert. So bleibt die Hypothek in vollem Umfang bestehen, was die Steuerlast über Jahre niedriger hält. Die Hypothek wird erst getilgt, wenn das Vorsorgeguthaben mit Erreichen des Pensionsalters ausgezahlt wird.

Finanzierung planen

Fakt ist: Mit einer umfassenden Planung zur Amortisierung der Hypothekarschuld können Sie Steuern sparen. Gerne zeigen wir Ihnen die Möglichkeiten im Detail auf.

Wie sollte ich mein Säule 3a-Vermögen in meinem Alter investieren?

Grundsätzlich haben Sie bei der Säule 3a zwei Möglichkeiten: Konto- oder Depotlösung. Auf einem Vorsorgekonto wird Ihr Guthaben verzinst. Möchten Sie mehr aus Ihrem Geld herausholen, ist ein Vorsorgedepot eine ideale Ergänzung. So können Sie von der Entwicklung der Finanzmärkte profitieren und haben höhere Renditechancen.

Vitainvest Anlagefonds

Mit den UBS Vitainvest Anlagefonds bieten wir Ihnen acht massgeschneiderte Vorsorgefonds an. Die Fonds unterscheiden sich in der Gewichtung von Anleihen, Aktien und Immobilien. Für welchen Fonds Sie sich entscheiden, ist abhängig von Ihrem Anlagehorizont, sprich Ihrem Alter, sowie von Ihrer persönlichen Anlagestrategie und Ihrer Risikotoleranz. Es ist auch möglich, Ihr Geld in mehrere Fonds zu investieren.

Wir empfehlen: Je näher die Pensionierung rückt, desto geringer sollte der Aktienanteil des Fonds sein.

Guter Rat zahlt sich aus

Gerne zeigen wir Ihnen die verschiedenen Anlagefonds im Detail auf und erarbeiten für Sie eine Lösung, wie Sie Ihr Vorsorgevermögen rendite-optimiert anlegen können.

Warum sollte ich ein zweites Vorsorgekonto eröffnen?

Einzahlungen auf ein Säule-3a-Konto lohnen sich doppelt: Sie sorgen vor und sparen Steuern, weil Sie den Betrag von Ihrem steuerbaren Einkommen abziehen können. Je nach Einkommen, eingezahltem Betrag und Wohnort können Sie mehrere hundert Franken Steuern sparen. Zudem sind die Zinserträge steuerfrei, ebenso wie das Vermögen während der Ansparphase.

Vorsorgegelder werden bei der Auszahlung besteuert

Gelder aus der Säule 3a können Sie bis zu fünf Jahre vor Erreichen des AHV-Rentenalters beziehen. Dieses liegt für Frauen bei 59 Jahren, für Männer bei 60 Jahren. Jedoch fallen bei der Auszahlung Steuern an.

Die Steuern steigen progressiv mit der Höhe des ausbezahlten Betrags. Wenn Sie ein zweites oder sogar drittes Vorsorgekonto haben, können Sie sich Ihr Geld über mehrere Jahre gestaffelt auszahlen lassen. So lässt sich die Steuerlast deutlich reduzieren.

Als Faustregel gilt: Haben Sie auf einem Vorsorgekonto 50 000 Franken angespart, sollten Sie ein zweites Vorsorgekonto oder -depot eröffnen.

Berechnen Sie Ihre Steuerersparnis

Finden Sie heraus, wie viel Steuern bei der Auszahlung fällig sind.

Wie regle ich meinen Nachlass?

Niemand weiss, wie das Leben kommt. Deshalb ist es für die Nachlassplanung nie zu früh. Regeln Sie Ihren Nachlass zudem schriftlich – so schaffen Sie Klarheit und stellen sicher, dass Ihre Vermögenswerte nach Ihren Wünschen weitergegeben werden.

Beim Vorsorgevermögen gelten allerdings gesetzliche Regelungen, die Sie auch mit einem Testament nicht umgehen können:

1. Säule

Die AHV zahlt bei Todesfall keine Vermögen aus, sondern nur eine monatliche Hinterlassenenrente.

2. Säule

Vor der Pensionierung zahlt die Pensionskasse im Todesfall eine im Reglement festgehaltene Hinterlassenenleistung. Je nachdem, ob Sie sich bei der Pensionierung für Rentenbezug oder Kapitalbezug entschieden haben, sieht die Nachlassplanung wie folgt aus:

  • Rentenbezug: Das Reglement entscheidet, in welchem Umfang der Ehegatte oder ein Konkubinatspartner rentenberechtigt ist. 
  • Kapitalbezug: Im Rahmen der Pflichtteilregelung können Sie frei testamentarisch über Ihr Vermögen verfügen.

3. Säule

Bei der Säule 3a ist die Begünstigung im Todesfall gesetzlich geregelt: Der hinterbliebene Ehepartner erhält das gesamte Säule 3a-Vermögen. Unter Umständen haben Sie die Möglichkeit, den Konkubinatspartner zu begünstigen – dies sollten Sie aber unbedingt schriftlich festhalten. Gibt es keinen Ehegatten oder Partner, haben die Kinder Anspruch auf das Vermögen.

Sonstige Vermögenswerte

Ehepartner und Kinder haben in jedem Fall Anspruch auf einen Pflichtteil bei Werten wie Immobilien, Sparkonten, Wertschriften oder Lebensversicherungen. Über alles, was darüber hinaus geht, können Sie frei verfügen.

Das Erbe regeln

Besteht weder ein Testament noch ein Erbvertrag, kommt die gesetzliche Erbfolge zum Zug. Werden dadurch die gewünschten Personen begünstigt, brauchen Sie grundsätzlich nichts zu unternehmen.

Mit einem Testament vermeiden Sie Unklarheiten oder gar Streit. Ein Testament kann beispielsweise handschriftlich unter Einhaltung von gewissen Formvorschriften verfasst werden. Hierfür ist es empfehlenswert, einen Experten hinzuzuziehen. Sie können ein Testament jederzeit ändern oder widerrufen.

Ratgeber Nachlassplanung

Ausführliche Informationen zum Thema Nachlass und Erbschaft finden Sie in unserem kostenlosen Ratgeber.