Nutzungsbedingungen

     

Besondere Bestimmungen zur Nutzung Ihrer UBS Kredit- oder Prepaidkarte für Mobile Zahlungslösungen

Die vorliegenden Bestimmungen regeln die Hinterlegung Ihrer UBS Kredit- oder Prepaidkarte (nachstehend «Karte») in mobilen Zahlungslösungen von Drittanbietern.

  1. Gegenstand: UBS Switzerland AG (nachstehend «UBS») ermöglicht es Ihnen, Ihre Karte in mobilen Zahlungslösungen zu hinterlegen. Mit «mobilen Zahlungslösungen» lassen sich Zahlungen mittels Wallet (elektronisches Portemonnaie) über mobile Geräte wie Smartphones und Wearables (nachstehend «Geräte») ausführen.
  2. Verhältnis zu weiteren Bestimmungen von UBS: Die vorliegenden Bestimmungen bilden einen integralen Bestandteil der bestehenden auf Ihr Kartenverhältnis anwendbaren Vereinbarungen zwischen Ihnen und UBS - wie insbesondere der Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Benützung der UBS Kredit- oder Prepaidkarten (nachstehend «UBS Karten-AGB»). Bei einem Widerspruch gehen die vorliegenden Bestimmungen vor. Sofern in den vorliegenden Bestimmungen nicht abweichend definiert, haben die verwendeten Begriffe dieselbe Bedeutung wie in den UBS Karten-AGB.
  3. Anbieter mobiler Zahlungslösungen: Die mobile Zahlungslösung wird vom Anbieter des Wallets und/oder Geräts (einschliesslich dessen Gruppengesellschaften oder beauftragte Dritte) gemäss dessen separaten Bedingungen und Instruktionen angeboten (nachstehend «Anbieter»). UBS ist nicht Anbieterin der mobilen Zahlungslösung, sondern ermöglicht Ihnen lediglich die Hinterlegung Ihrer Karte in der mobilen Zahlungslösung des Anbieters. Sie akzeptieren, dass der Anbieter die Funktionalitäten der mobilen Zahlungslösung jederzeit nach freiem Ermessen ändern bzw. anpassen kann und es dem Anbieter jederzeit freisteht, die mobile Zahlungslösung temporär oder vollständig einzustellen. Ein Anspruch gegenüber UBS auf Funktionalität der mobilen Zahlungslösung besteht nicht.
    Sie nehmen zur Kenntnis, dass UBS und der Anbieter bezüglich Bearbeitung Ihrer Personendaten voneinander unabhängig und eigenständige Verantwortliche sind. Der Anbieter erhebt Ihre Personendaten zum Angebot der mobilen Zahlungslösung selber (z.B. Angaben über Karteninhaber und aktivierte Karten sowie Transaktionsdaten aus dem Einsatz virtueller Karten) . Er bearbeitet diese in der Schweiz oder im Ausland für seine eigenen Zwecke gemäss seinen eigenen Nutzungsbestimmungen und seiner Datenschutzerklärung. Sie anerkennen, dass es in der jeweils eigenständigen Verantwortung von UBS und dem Anbieter liegt, die anwendbaren gesetzlichen und vertraglichen Anforderungen bei der Bearbeitung Ihrer Personendaten einzuhalten. UBS hat keinen Einfluss auf die Datenbearbeitung des Anbieters. Widersprüche gegen die Personendatenbearbeitung des Anbieters sind direkt an den Anbieter zu richten.
    Mit Hinterlegung Ihrer Karte in der mobilen Zahlungslösung des Anbieters erklären Sie sich ausdrücklich damit einverstanden, dass der Anbieter Personendaten inkl. Transaktionsdaten gemäss seinen Nutzungsbestimmungen und seiner Datenschutzerklärung verwendet.
  4. Kartenfreischaltung und SMS-Versand: Sie dürfen nur auf Sie lautende Karten in der mobilen Zahlungslösung hinterlegen. Dabei müssen Sie auch die Bedingungen des Anbieters beachten. UBS ist nicht verpflichtet, Ihre Karte(n) für die mobile Zahlungslösung zuzulassen. Die Freischaltung Ihrer Karte zur Nutzung der mobilen Zahlungslösung kann über verschiedene Kanäle erfolgen, beispielsweise via App, SMS oder Telefonanruf. UBS kann zu diesem Zweck an die im Rahmen Ihres Kartenverhältnisses bekannt gegebene Mobiltelefonnummer einmal verwendbare Aktivierungscodes senden. Dadurch können Dritte wie Netz- oder Dienstbetreiber allenfalls auf die Bankbeziehung schliessen sowie an Bankkundeninformationen gelangen.
  5. Genehmigung von Transaktionen: Transaktionen können gemäss den Vorgaben des Anbieters, beispielsweise durch PIN Eingabe oder blosse Verwendung des Geräts, genehmigt werden. Indem Sie Transaktionen über Ihre Karte mittels mobiler Zahlungslösung veranlassen, berechtigen Sie UBS, Ihr Kartenkonto zu belasten.
  6. Sorgfaltspflichten: Es gelten die Sorgfaltspflichten gemäss den UBS Karten-AGB. Zusätzlich müssen Sie die Geräte sorgfältig aufbewahren und durch geeignete Massnahmen schützen, wie z.B. durch regelmässige Updates. Der Zugriff auf Ihre Wallets bzw. Ihre Geräte muss gemäss den Vorgaben des Anbieters mit einem persönlichen Passwort/PIN oder anderweitig (z.B. persönlicher Fingerprint oder Gesichtserkennung) geschützt werden. Solche Legitimationsmittel gemäss den Vorgaben des Anbieters können auch die Genehmigung von Transaktionen mittels mobiler Zahlungslösung ermöglichen. Für diese Legitimationsmittel gelten dieselben Sorgfaltspflichten wie für die Zugangsmittel gemäss den UBS Karten-AGB. Sie sind insbesondere geheim zu halten. Bei Verdacht auf Missbrauch, Verlust oder Diebstahl Ihrer Karte oder eines Geräts sowie bei Verdacht auf Missbrauch Ihres Wallets müssen Sie sofort (ungeachtet einer allfälligen Zeitverschiebung) eine Sperre veranlassen und dies dem Kundendienst melden. Bei Nichtgebrauch oder vor einem Wechsel eines Geräts müssen Sie sicherstellen, dass die mobile Zahlungslösung nicht durch unberechtigte Dritte verwendet werden kann (mittels Löschen der hinterlegten Kartendaten und Sperre des gerätespezifischen Token).
  7. Transaktionsabwicklung und Datenbearbeitung durch UBS: Weitere Informationen dazu, wie UBS Personendaten bearbeitet, finden Sie in den UBS Karten-AGB und der Datenschutzerklärung von UBS (unter www.ubs.com/data-privacy-notice-switzerland).
    Um die Dienstleistung zu erbringen – auch dann, wenn Ihnen eine neue Karte mit einer neuen Kartennummer oder einem neuen Verfalldatum ausgestellt wird (Aktualisierungs-Services) – kann UBS Ihre Kartennummer und das Verfalldatum Ihrer Karte an die internationalen Kartenorganisationen übermitteln. Diese Daten können wie in den UBS-Karten AGB beschrieben bearbeitet werden. Mit Nutzung der mobilen Zahlungslösung erlangen die internationalen Kartenorganisationen Kenntnis von denselben Daten wie durch den Einsatz der Karte gemäss den UBS Karten-AGB. Zusätzlich erlangen diese Kenntnis von Informationen zu den Geräten (z.B. Device-ID) sowie personenbezogene Informationen, die für die Verwendung des Wallets notwendig sind (z.B. Name und Adressinformationen des Karteninhabers und Informationen zu Ihrer Karte wie die Funding Primary Account Number (PAN)). Die Anbieter können ebenfalls Kenntnis von diesen Daten erlangen, wenn sie von UBS im Zusammenhang mit der mobilen Zahlungslösung an die internationalen Kreditkartenorganisationen oder die Anbieter übermittelt werden oder gemäss den Karten-AGB. Die Anbieter können ausserdem Informationen zu den Geräten erhalten, z.B. um Ihnen eine Transaktionsübersicht zur Verfügung zu stellen. Die internationalen Kartenorganisationen und die Anbieter bearbeiten Ihre Personendaten in eigener Verantwortung wie in Ziffer 3 im 2. Absatz beschrieben. Die vorgenannten Kartendaten und Daten zu den Geräten werden wie in den UBS Karten-AGB beschrieben an UBS und beauftragte Konzerngesellschaften und Dritte im In- und Ausland weitergeleitet und können von diesen zur Erbringung der Dienstleistung sowie auch gemäss den UBS Karten-AGB bearbeitet werden.
    Durch die Weiterleitung von Daten an Dritte kann auf eine Bankbeziehung mit UBS geschlossen werden.
    Ins Ausland übermittelte Daten sind nicht mehr von der schweizerischen Gesetzgebung geschützt. In diesem Umfang entbinden Sie UBS von der Pflicht zur Wahrung des Bankkundengeheimnisses.
  8. Verantwortlichkeit und Haftung: Die von UBS erbrachte Leistung beschränkt sich ausschliesslich darauf, die Möglichkeit zur Hinterlegung Ihrer Karte in der mobilen Zahlungslösung zu schaffen. UBS haftet nicht für Schäden aus der Verwendung der mobilen Zahlungslösung, es sei denn, UBS habe die geschäftsübliche Sorgfalt verletzt.
  9. Änderung der Bedingungen: UBS ist berechtigt, die vorliegenden Bestimmungen jederzeit zu ändern oder diese Dienstleistung einzustellen. Dabei obliegt es UBS, die Änderungen vorgängig und in geeigneter Weise bekannt zu geben. Ohne schriftlichen Widerspruch innert Monatsfrist seit Bekanntgabe, auf jeden Fall aber mit der ersten Benützung der Karte, gelten die Änderungen als genehmigt
  10. Anwendbares Recht und Gerichtsstand: Die vorliegende Vereinbarung untersteht schweizerischem materiellen Recht. Ausschliesslicher Gerichtsstand für alle Verfahren ist Zürich oder der Ort der kontoführenden Geschäftsstelle. Dies ist zugleich auch der Erfüllungsort sowie für Kunden mit Domizil im Ausland der Betreibungsort. Vorbehalten bleiben zwingende gesetzliche Gerichtsstände.

April 2020