Verantwortungsvoller Konsum ist Ihnen ein Anliegen

     

Sind Investitionen in nachhaltige Produkte und Dienstleistungen auch sinnvoll für Ihr Portfolio?

Unser täglicher Konsum trägt massgeblich zum Ressourcenverbrauch und zu der damit verbundenen Umweltbelastung bei. Um die Verbreitung von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen zu fördern und dem steigenden Ressourcenverbrauch entgegenzuwirken, sind Investitionen in innovative Bereiche nötig. Mit nachhaltigen Anlagestrategien können gleichzeitig solche zukunftsweisenden Projekte gefördert und Erträge erzielt werden.

Was haben Sie am 7. Mai 2019 gemacht? Auch wenn das Licht wie üblich anging und fliessendes Wasser aus dem Hahn kam – an jenem Tag waren die natürlichen Ressourcen der Schweiz für das Jahr 2019 im Grunde verbraucht.

Am sogenannten «Overshoot Day» der Schweiz rutscht unsere Ökobilanz ins Defizit. Gleichzeitig türmen wir immer mehr ökologische Schulden auf. Während der Globale Erdüberlastungstag 2018 erst am 1. August erreicht war, hatte die Schweiz ihre Ressourcen theoretisch schon am 6. Mai 2018 aufgebraucht.

Daraus ergeben sich zwei wichtige Fragen: Welche Bedeutung hat diese Tatsache für die vorhandenen Ressourcen? Und welche Ressourcen müssen wir selbst entwickeln?

Ein ökologischer Wechsel für die Zukunft

Dass wir zu viele ökologische Ressourcen verbrauchen, hat drastische Konsequenzen – vom Artensterben und der Überfischung bis hin zu Wasserknappheit und der globalen Erwärmung. Wenn im Jahr 2050, wie prognostiziert, 9,6 Milliarden Menschen auf der Erde leben und sich am aktuellen Konsumverhalten nichts ändert, würden wir die natürlichen Ressourcen von drei Erden benötigen.

Auch die Medien beschäftigen sich zunehmend mit der Frage, wie Güter aktuell produziert werden. Die Diskussion über Kunststoffe im Meer ist ein gutes Beispiel: Jedes Jahr gelangen acht bis 13 Tonnen Plastik in die Weltmeere. Schätzungen der britischen Ellen MacArthur Foundation zufolge wird das Gewicht der im Meer schwimmenden Kunststoffe in den kommenden drei Jahrzehnten größer sein als das aller Fische zusammengenommen.

Wasserknappheit, Lebensmittelverschwendung und sekundäre Effekte wie zum Beispiel die Rolle der Fleischindustrie bei der Herausbildung von Antibiotikaresistenzen, die im Gesundheitswesen zunehmend Anlass zur Sorge gibt, sind Themen, über die in jüngster Zeit diskutiert werden. Allein in den USA werden rund 80 Prozent aller verkauften Antibiotika in der Fleisch- und Geflügelproduktion eingesetzt. Dies hat weitreichende Folgen für die Wasser- und Landnutzung sowie für das Gesundheitswesen.

Aus den Umweltproblemen ergeben sich gleichzeitig beträchtliche Chancen für Unternehmen, die Umweltfragen lösen und die Produktion nachhaltiger gestalten möchten. „Es hat spürbare Auswirkungen auf Produktions- und Konsummuster, wenn der Kapitalmarkt in nachhaltige Unternehmen investiert“, erklärt Michael Nelskyla, Head of Investor Solutions bei UBS Investment Bank.

So wurden zum Beispiel im Jahr 2017 weltweit über eine Million Elektroautos verkauft. Im Vergleich sind das zwar immer noch nicht viele, aber die Zahl deutet darauf hin, dass sich die Verbraucher zunehmend für nachhaltige Produkte interessieren. Mehrere internationale Autokonzerne wollen nun verstärkt Elektro- oder Hybridfahrzeuge anbieten. „Gezielte soziale Entwicklungsprogramme, beispielsweise hin zu einer ökologischen Landwirtschaft in China, können die Produktionsbedingungen direkt beeinflussen. Aufklärung zu Gesundheits-, Ernährungs- und Umweltthemen wirkt sich auf das Konsumverhalten aus“, so Nelskyla.

Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Lieferkette

Glücklicherweise haben bereits zahlreiche Manager erkannt, welche beträchtlichen Chancen diese Entwicklung für Unternehmen bietet. Auch Anleger können ihrerseits bestimmte Sektoren oder Nischen unterstützen, in denen nachhaltige Unternehmen gedeihen. Diese Entwicklung nutzt unserem ganzen Planeten.

Die NGO Canopy hat beispielweise ein nachhaltiges Segment in einem traditionellen Markt identifiziert. Canopy wurde von Nicole Rycroft gegründet. Im Rahmen von Partnerschaften unterstützt die NGO globale Unternehmen dabei, die Wälder der Erde durch eine nachhaltigere Lieferkette für Papier und Zellstoff zu schützen.

„Innerhalb großer Unternehmen sprechen wir sogenannte Champions an, die mit ihren Teams Umweltstandards ausarbeiten und Benchmarks und Umsetzungspläne zum Schutz der Wälder und zur umweltverträglicheren Ausgestaltung ihrer Lieferketten für Papier, Verpackungsmaterialien und/oder Textilien einführen“, so Rycroft. „Dabei konzentrieren wir uns vor allem auf die praktische Unterstützung sowie auf Instrumente und Strategien, mit denen die Unternehmen ihre Lieferkettenrisiken verringern können. An dieser Stelle erbringen wir unsere Leistung.“

Canopy unterstützt die Unternehmen bei der gemeinsamen Nutzung von Ressourcen und der Entwicklung neuartiger Lösungen. Dabei kann es sich zum Beispiel um Verpackungsmaterialien aus Stroh statt aus Holz oder Stoffe aus recycelten Textilien handeln. „Wir stehen heutzutage vor komplexen ökologischen Herausforderungen, die ein gewisses Überforderungsgefühl hervorrufen können“, erläutert Rycroft. „Wir zeigen den Managern Wege auf, wie sie zu einer Lösung beitragen können.“

In den vergangenen fünf Jahren hat Canopy Partnerschaften mit weiteren Unternehmen abgeschlossen und so sichergestellt, dass neue Papiermühlen im Wert von Milliarden Dollar nicht mitten in gefährdeten Regenwäldern gebaut werden.

Bessere Aufklärung der Verbraucher

„Im Research stoßen wir immer wieder auf das Konzept vom ‚grünen Konsumenten‘“, sagt Julie Hudson, Head of ESG Research bei der UBS Investment Bank. Sie weist auf den zunehmenden Einsatz von natürlichen Zutaten in der Lebensmittelindustrie hin. „Die Unternehmen reagieren darauf, dass die Kunden nach nachhaltigeren Produkten verlangen. Unter den Begriff Nachhaltigkeit kann vieles fallen, von gesünderen Inhaltsstoffen in Lebensmitteln bis hin zu einem effizienten Wasserverbrauch entlang der Lieferkette.“

Bei den Verbrauchern wächst das Bewusstsein für ökologische Herausforderungen und für die Tatsache, dass dringend eine Lösung für aktuelle Umweltproblematiken gefunden werden muss. Dadurch haben sich die Verbrauchsmuster insgesamt erkennbar verändert. Einer Studie von Cone Communications CSR aus dem Jahr 2017 zufolge hoffen knapp zwei Drittel der Verbraucher, dass „die Unternehmen mangels staatlicher Vorgaben beim sozialen und ökologischen Wandel vorangehen“. Offensichtlich besteht eine klare Nachfrage nach nachhaltig produzierten Gütern. Daraus ergeben sich auch konkrete ökonomische Chancen für nachhaltig produzierende Unternehmen.

Rycroft erläutert: „Seit dem Jahr 1999 sind Themen wie der Klimawandel oder der Verlust an Biodiversität und die Auswirkungen solcher Entwicklungen auf unsere Gesellschaft und Wirtschaft deutlich stärker ins Bewusstsein gerückt. Gleichzeitig wurde immer klarer, welchen Beitrag Manager zur Lösung dieser komplexen globalen Probleme leisten können – und wie sie ihren Unternehmen dadurch nützen. Da es bei ökologischen Fragen an einer ehrgeizigen und konsistenten politischen Führung mangelt, sind die Manager zunehmend in die Bresche gesprungen und haben sich zu ökologischen Vorreitern entwickelt.“

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