Nachhaltige Unternehmensführung ist Ihnen wichtig

     

Diversität als entscheidender Faktor

Nachhaltige Unternehmensführung zahlt sich aus: Eine UBS-Studie befragte 22'000 Unternehmen in 91 Ländern und fand heraus, dass Unternehmen, die mindestens 30 Prozent der leitenden Stellen mit Frauen besetzen, eine höhere Nettomarge erwarten können als Unternehmen ohne Frauen in Führungspositionen. Nachhaltige Anlagestrategien ermöglichen, Chancengleichheit und Diversität zu fördern und gleichzeitig Erträge zu erzielen bzw. genau solche Unternehmen zu fördern.

Nicht nur in der Geschäftswelt, sondern auch in der Politik sind die Führungsebenen heutzutage längst nicht mehr so homogen wie noch vor einem Jahrzehnt. Gleichzeitig hängt das künftige Wirtschaftswachstum zahlreichen Studien zufolge davon ab, wie gut die Einbindung von Menschen mit unterschiedlichem Geschlecht, unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlicher religiöser oder sexueller Orientierung gelingt.

„Diversität ist ein zentraler Bestandteil einer nachhaltigen Geschäftsstrategie“, erklärt Simon Smiles, Chief Investment Officer für Ultra-High-Net-Worth Clients bei UBS Wealth Management. „Im Gegenzug können Diskriminierung von oder Vorurteile gegen Menschen aufgrund von deren persönlichen Eigenschaften dazu führen, dass bereits heute die potenziellen Gewinne niedriger ausfallen und der künftige Wohlstand geschmälert wird. Exkludierende Strategien sind nicht nachhaltig und außerdem schlecht für das Geschäft.“

Darüber hinaus können inklusive Unternehmen mit größerer Wahrscheinlichkeit talentiertere Arbeitskräfte an sich binden, den Bedarf einer breiteren Kundenbasis erfüllen und potenziell auch die größten Gewinne erzielen. Diversität ist natürlich keine Garantie dafür, dass ein Unternehmen auch bei plötzlichen Veränderungen am Markt nicht aus dem Tritt gerät. Aber sie sorgt dafür, dass die Unternehmen aufmerksamer sind, rascher reagieren und gegebenenfalls auch besser auf die nächste Krise vorbereitet sind.

Diversität ist günstig für die Performance

Wenn alle Mitglieder der Führungsebene dasselbe Geschlecht, dieselbe Hautfarbe und denselben Bildungsweg haben, bleibt die von ihnen geführte Organisation sicher auf Kurs – bis der immer stärker werdende Wandel sie gewaltsam davon abdrängt. In manchen Organisationen wird das Problem noch durch hierarchische Strukturen verschärft.

Die Geschlechterdiversität hat sich in den vergangenen zehn Jahren in zahlreichen Unternehmen bereits deutlich verbessert. So hat sich der Anteil von Frauen auf der obersten Führungsebene der Fortune-500-Unternehmen von 10 Prozent im Jahr 1996 auf gut 20 Prozent im Jahr 2016 erhöht. Auch im Berichtswesen sind Verbesserungen festzustellen, zumal Anleger und Politik auf mehr Transparenz drängen, zum Beispiel bei der unterschiedlichen Bezahlung von Männern und Frauen.

Es gibt Hinweise darauf, dass Unternehmen mit einem hohen Grad an Diversität besser auf dem Markt abschneiden. Untersuchungen von UBS von 2011 bis Ende 2017 ergaben, dass ein Portfolio, dem Unternehmen angehören, bei denen über 20 Prozent der Führungspositionen von Frauen besetzt sind, den MSCI World im Durchschnitt um 1,6 Prozentpunkte pro Jahr überholte.

Nimmt man nun die Geschlechterdiversität als Indikator, so sollten Anleger im Sinne einer langfristig nachhaltigen Anlage darauf achten, dass die Unternehmen in jeglicher Hinsicht – seien es Alter, Kultur oder andere Faktoren – auf Inklusion und Integration achten.

Unternehmen, die sich in Bezug auf Diversität vergleichsweise im oberen Viertel bewegen, erzielen mit einer bis zu 33 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit überdurchschnittliche Gewinne, im Vergleich zu ihren wenig divers ausgerichteten Wettbewerbern. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie von McKinsey, die 1'000 Unternehmen aus 12 Ländern hinsichtlich ihrer Diversität untersuchte.

Diese Vorteile dürften divers ausgerichtete Unternehmen im Laufe der Zeit noch weiter ausbauen. Wenn die Berichterstattung weiter verbessert wird und immer mehr Anleger bei der Unternehmensauswahl auch auf Diversität achten, wird ein schwaches Management am Aktienmarkt zunehmend abgestraft. Es erscheint auch logisch, dass eine diverse Belegschaft auf eine gute Unternehmensführung hindeutet. Die Unternehmen müssen schließlich ihre Kunden verstehen, die ihrerseits in Bezug auf ethnische Herkunft, Geschlecht und sexuelle Orientierung ganz unterschiedlich sind.

Um die zahlreichen Kundenwünsche besser zu erfüllen, ist eine diverse Unternehmensführung von zentraler Bedeutung. Besonders, wenn die Heterogenität innerhalb einzelner Länder und Regionen zunimmt.

Diversität messen und damit umgehen

Wie können die Unternehmen ihre Diversität erhöhen? Natürlich können sie eine Performance-Kennzahl dafür entwickeln. Es gibt zahlreiche Indizes zur Messung der Diversität im Unternehmen. Ein Beispiel hierfür wäre der im April 2017 vorgestellte Solactive Equileap Gender Equality Index. Er besteht aus Unternehmen, die anhand verschiedener Kriterien der Geschlechtergerechtigkeit ausgewählt werden. Dazu gehören die unternehmensweite Diversität am Arbeitsplatz, die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen und weitere Faktoren, wie beispielsweise Elternzeit oder Kinderbetreuung, die Eltern eine Weiterbeschäftigung erleichtern.

McKinsey empfiehlt, dass Unternehmen sich mit Hilfe nachhaltiger, unternehmensweiter Maßnahmen im Bereich Diversität profilieren. Laut dem Strategieberatungsunternehmen müssen Firmen ihre Kriterien bei der Einstellung neuer Führungskräfte breiter fassen und sich nicht nur an der aktuellen demographischen Zusammensetzung der Führungsebene orientieren. So könnten sie sicherstellen, dass unterschiedliche Kandidaten eine faire Chance bekommen.

Es geht nicht darum, bestimmte Wirtschaftsziele zu erreichen, sondern eine nachhaltige Unternehmenskultur zu etablieren. Eine Zauberformel für Diversität, die in allen Sektoren und unter allen Marktbedingungen funktioniert, gibt es jedoch nicht.

Vielmehr müssen die Entscheidungsträger das strategische Ziel fest im Blick behalten: Das Unternehmen sollte dank der verschiedenen Hintergründe seiner Mitarbeiter eventuelle Risiken früh erkennen und letztlich besser abschneiden als homogenere Wettbewerber.

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