Der Klimaschutz liegt Ihnen am Herzen

     

Mit nachhaltigen Anlagen Werte und Rendite in Einklang bringen

Der Anteil an erneuerbaren Energien auf dem Strommarkt nimmt stetig zu. Der Strom aus Schweizer Steckdosen stammt heute zu 62% aus Wasserkraft, Fotovoltaik, Windkraft und Biomasse. Das Ziel der Schweiz: bis 2050 ganz auf fossile Energieträger verzichten. Mit nachhaltigen Anlagestrategien ist es möglich, den Klimaschutz zu fördern und dabei Erträge zu erzielen.

Als nachhaltige Anlagestrategien entwickelt wurden, konzentrierten sie sich häufig auf Unternehmen, die zu einem bestimmten Umweltproblem eine konkrete Lösung suchten: Die Reduzierung von Schadstoffen, die Verbesserung der Wasser- oder Luftqualität oder der Umgang mit CO2-Emissionen.

Inzwischen hat ein weiterer Nachhaltigkeitsfaktor für die Anleger an Bedeutung gewonnen: Welche negativen Auswirkungen hat der Klimawandel möglicherweise auf die Unternehmen selbst, und wie können Investoren diese Risikofaktoren im Hinblick auf ihre Anlageergebnisse beurteilen?

Diese Fragen werden immer drängender, denn Naturkatastrophen – z.B. Wirbelstürme, Überschwemmungen, Dürren und Feuer – entwickeln sich zu einem wachsenden Risiko für den Unternehmensbetrieb. Weltweit müssen Manager mit zahlreichen Herausforderungen umgehen, von regulatorischen Änderungen bis hin zu Unterbrechungen der Lieferkette. So wird über die Hälfte des weltweiten BIP in gut 300 Städten rund um die Welt erwirtschaftet. Schätzungen zufolge könnten davon jedoch 1,5 Billionen US-Dollar bis 2025 durch die Auswirkungen des Klimawandels gefährdet sein.

Glücklicherweise entwickelt sich gerade eine neue Analyserichtung, die sich genau mit dieser Verknüpfung zwischen wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen befasst. Sowohl etablierte als auch junge Unternehmen unterstützen Anleger dabei, die Risiken des Klimawandels für die Unternehmensentwicklung einzuschätzen. Die Risikoumfrage des World Economic Forum im Jahr 2018 ergab: Extreme Wetterereignisse, Naturkatastrophen und das Scheitern von Klimaschutzmaßnahmen hielten die Befragten für die potentiell wahrscheinlichsten Entwicklungen, die zudem die größten Schäden anrichten könnten.

Zunehmende Risiken und Chancen

Zu den führenden Unternehmen in diesem Wachstumssektor gehört Carbon Delta, ein Finanztechnologieunternehmen, das im Jahr 2015 gegründet wurde. Carbon Delta hat eine eigene Datenbank aufgebaut, mit deren Hilfe die Risiken und Chancen des Klimawandels für rund 22.000 Unternehmen rund um die Welt eingeschätzt werden können. „Manche bezeichnen die Umstellung auf eine CO2-arme Wirtschaft als vierte industrielle Revolution“, erläutert Oliver Marchand, einer der Unternehmensgründer. „Hier bieten sich beträchtliche geschäftliche Chancen – und für manche Unternehmen auch Risiken. Wir möchten beides transparenter machen.“

Nehmen wir zum Beispiel die Erderwärmung. Im Pariser Abkommen haben sich 195 Länder im Jahr 2015 das Ziel gesetzt, die durchschnittliche globale Erwärmung auf unter zwei Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Das kann für Unternehmen sehr kostspielig sein. Dem Modell von Carbon Delta zufolge, so Marchand, könnten in einem breiten globalen Aktienindex rund sieben Prozent der Unternehmen über 30 Prozent ihrer Marktkapitalisierung einbüßen, wenn sie die regulatorischen Kosten für eine Senkung ihrer Emissionen in vollem Umfang tragen müssten.

Rund fünf Prozent der Unternehmen könnten dagegen ihren Börsenwert laut Carbon Delta um über 30 Prozent steigern – ganz einfach deshalb, weil sie Produkte oder Dienstleistungen mit niedrigeren Emissionen anbieten.

Außerdem könnten die 2017 veröffentlichten Empfehlungen der G20 zur klimabezogenen finanziellen Offenlegung laut Marchand einen „Durchbruch“ zur Förderung von mehr Transparenz beim Thema Klimawandel bringen. Mit dem Dokument verfügen Aufsichtsbehörden über ein theoretisches Rahmenwerk, um die Vorschläge der G20 praktisch umzusetzen.

Ein Sensibilisierungsindex für den Klimawandel

Bereits vor über einem Jahrzehnt erkannte UBS, dass eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung zum globalen Wachstumstrend werden würde. Der Vermögensverwalter begann mit dem Aufbau einer eigenen Datenbank, die Angaben darüber sammelt, welche Risiken und Chancen der Klimawandel und andere Nachhaltigkeitsfaktoren für einzelne Unternehmen bedeuten. Beim Asset Management für institutionelle Anleger berücksichtigt UBS immer auch Nachhaltigkeitsaspekte.

Im vergangenen Jahr hat die Gruppe in der Schweiz, in Großbritannien und in den USA die Climate Aware Funds für institutionelle Investoren aufgelegt. Ausgehend von einem breit gefassten Benchmark-Index, werden einzelne Unternehmen entsprechend ihrer Haltung zum Klimawandel über- beziehungsweise untergewichtet.

Ein britischer Pensionsfonds wendet eine ähnliche Strategie an. Er hat UBS damit beauftragt, den CO2-Fußabdruck eines Aktienportfolios zu verringern und gleichzeitig langfristig eine Rendite zu erwirtschaften, die derjenigen des Benchmark-Index des Portfolios entspricht.

„Mit Hilfe eines Negativfaktors werden Investitionen in Unternehmen reduziert, die vergleichsweise hohe Treibhausgasemissionen aufweisen, Energie aus Kohle nutzen oder über große Kohle-, Öl- und Erdgasreserven verfügen“, erläutert Michael Baldinger, Head of Sustainable and Impact Investing bei UBS Asset Management. „Im Gegenzug dient ein Positivfaktor zur Erhöhung der Investitionen in Unternehmen, die erneuerbare Energien oder entsprechende Technologie anbieten oder die Umstellung auf eine CO2-arme Wirtschaft vorantreiben.“

Bei diesem Ansatz werden keine Unternehmen allein aufgrund ihres aktuellen CO2-Fußabdrucks ausgeschlossen. Baldinger zufolge besteht bei einem allzu stark vereinfachenden Ansatz die Gefahr, dass komplexere Gemengelagen von vornherein herausgefiltert werden. „Einige große Ölkonzerne gehören zu den wichtigsten Investoren in alternative Energien“, erklärt Baldinger. Außerdem möchte sich UBS als Anteilseigner ein Mitspracherecht in einigen Sektoren sichern, zum Beispiel bei der Produktion von fossilen Brennstoffen, um dadurch den Wandel voranzutreiben.

„Wenn man diesen Sektor einfach ausschließt, kann man auch keinen Einfluss auf die Herangehensweise und den Zeitpunkt der Umstellung nehmen“, so Baldinger. Auf der positiven Seite bieten sich laut Baldinger derzeit Anlagechancen in zahlreichen Sektoren, von erneuerbaren Energien bis hin zu Industrieunternehmen, deren Produkte und Services zur Lösung des Energieproblems beitragen können.

Nach seiner Auffassung müssen alle Bereiche der globalen Wirtschaft einen Beitrag zur dauerhaften Verlangsamung des Klimawandels leisten. Unternehmen, die auf fossile Brennstoffe setzen, müssen umweltfreundlichere Möglichkeiten in Erwägung ziehen. Die Industrie ist in der Pflicht, die Treibhausgasemissionen über die Produktions- und Lieferkette hinweg zu reduzieren. Außerdem müssen für Industrie und Endverbraucher energieeffiziente Produkte und Services bereitgestellt werden.

Vor vier Jahren wurde die globale Wirtschaft deutlich in diese Richtung gedrängt. „Durch das Pariser Abkommen hat sich der Klimawandel als zentrales Investmentrisiko herauskristallisiert“, sagt Baldinger. „Diese Risiken durchziehen das gesamte Anlageuniversum, von Aktien über Unternehmensanleihen und Immobilien bis hin zu Staatsanleihen.“

UBS stützt sich beim Portfoliomanagement sowohl auf Nachhaltigkeits- als auch auf fundamentale Analysen. So ermöglicht es die Bank Anlegern, die Chancen und Risiken besser zu erfassen, die sich aus dem gestiegenen globalen Bewusstsein für den Klimawandel ergeben.

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