Weitergabe von Immobilien

Überlegen Sie sich frühzeitig, wann und wie Sie Ihre Immobilien aufteilen und weitergeben möchten

Allein die Tatsache, dass eine Liegenschaft nicht einfach geteilt werden kann, macht die Weitergabe von Immobilien zu einer Herausforderung. Vor einer solchen stand auch das Ehepaar Reto und Annagret S. Beide wollten ihre Liegenschaften gerecht unter ihren drei Kindern aufteilen und trotzdem zu Lebzeiten auf nichts verzichten.

Reto und Annagret S. haben drei erwachsene Kinder. Das Ehepaar hat ein privates Ferienhaus und ein Mehrfamilienhaus als Renditeliegenschaft. Dem Ehepaar ist wichtig, dass ihre Immobilen in der Familie bleiben.

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Mein Mann und ich wollten zuerst alles dem Erbrecht überlassen. Dann merkten wir, dass wir doch eigene Vorstellungen zur Weitergabe unserer Immobilien hatten. Eine Übertragung zu Lebzeiten war für uns die beste Lösung.

Annagret S.

Das Ehepaar S. stellte schnell fest, dass das Erbrecht ihre Situation sehr ungenau erfasst. Denn beim Ableben eines Ehegatten können Immobilien, z.B. das Elternhaus, nach einer güterrechtlichen Auseinandersetzung, vollständig zur Erbmasse gerechnet werden. Davon erhalten die Kinder die eine, der überlebende Elternteil die andere Hälfte.

Wenn nun eine erbberechtigte Partei die Auszahlung ihres Erbteils wünscht, stellen sich u.a. folgende Fragen:

  • Ist genügend liquides Vermögen vorhanden, um einen Erben auszahlen zu können bzw. die Erbschaftssteuern zu begleichen?
  • Und wenn alle Erben dem überlebenden Elternteil ein Nutzniessungsrecht einräumen, wie viel ist dieses wert und wie muss es versteuert werden?
  • Wäre allenfalls das Fortbestehen der Erbengemeinschaft, ohne das Nachlassvermögen zu teilen, eine gute Idee?

Eine Möglichkeit ist die Übertragung zu Lebzeiten. Das heisst, die Kinder werden frühzeitig zu Eigentümern der Liegenschaften. Auf den ersten Blick scheint bei Familie S. folgende Lösung naheliegend: Ein Kind erhält das private Ferienhaus, die andern beiden Kinder teilen sich die Renditeliegenschaft. Die Eltern behalten das Nutzniessungsrecht bis an ihr Lebensende.

Doch aufgepasst: Auch bei dieser Variante lauern einige Fallstricke. Die Kinder möchten beispielsweise renovieren, die Eltern nicht. Oder die Renditeliegenschaft gewinnt an Wert, das Ferienhaus nicht. Der Abschluss eines Erbvertrags mit allen Beteiligten kann diesbezüglich vieles regeln.

Wussten Sie, dass...

  • … auch ein Nutzniessungsrecht der Erbschaftssteuer unterliegen kann?
  • … ein Erbvorbezug von Eltern an Kinder oft steuerfrei ist, beim Todesfall eines Kindes jedoch bei erbberechtigten Eltern Erbschaftssteuern anfallen können?
  • … sich bei Immobilien die Schenkungs- und Erbschaftssteuer nach dem Steuergesetz desjenigen Kantons richtet, in welchem die Immobilie liegt?

So sorgen Sie vor

Die Weitergabe von Immobilien ist äusserst komplex. Lassen Sie sich beraten und prüfen Sie unbedingt, ob Sie an alles gedacht haben. Zur Information und Unterstützung haben wir für Sie zwei Dokumente bereitgestellt. Bestellen Sie diese jetzt, wir schicken sie Ihnen gerne kostenlos per E-Mail zu.

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