Western Winners: der schlaue Weg vom Wachstum der Schwellenländer zu profitieren

Die Schwellenländer werden langfristig deutlich stärker wachsen als Europa oder die USA. Aus Risikoüberlegungen wollen nicht alle Investoren direkt in den Emerging Markets anlegen. Einen weniger risikoreichen Ansatz, um vom Wachstum der Schwellenländer als Investor zu profitieren, bieten Engagements bei Western Winners. Dies sind Unternehmen mit Sitz in entwickelten Ländern in Europa, Nordamerika und vereinzelt auch Japan, die aber einen grossen Umsatzanteil in den Schwellenländern erzielen. Dieses Q&A geht auf häufige gestellte Fragen zu Western Winners ein.

Die Aktienmärkte in den Schwellenländern haben in den vergangnen Wochen korrigiert. Ist die Wachstumsgeschichte der Emerging Markets vorbei?

Die Aktienmärkte in Ländern wie Brasilien, China oder Indien haben im Juni korrigiert. Das sagt jedoch nichts über die langfristigen Wachstumsperspektiven dieser Länder aus. Nach wie vor dürfte das Wachstumspotenzial der Emerging Markets intakt sein. Allein die Anzahl Menschen, die durch den zunehmenden Wohlstand zur Mittelklasse aufrücken wird, wird sich in den kommenden 20 Jahren vervierfachen.

Was bedeutet diese Entwicklung für Anleger?

Die Nachfrage nach Konsumgütern wird sich massiv ausweiten. Und das beginnt mit den Basics wie Zahnpasta, Shampoo oder Crème. Derzeit wird in Indien bloss rund zwei Franken pro Kopf für Kosmetik ausgegeben. In den entwickelten Ländern sind es über 130 Franken. Die Erfahrung zeigt, je wohlhabender eine Gesellschaft wird, desto mehr wird für Kosmetik ausgegeben. Aber auch für Getränke, Hauseinrichtungen oder Autos.

Natürlich unterliegt das Wirtschaftswachstum in den Schellenländern Schwankungen. Dieses Jahr dürften die Emerging Markets nur unterdurchschnittlich wachsen. Dieses Wachstum ist jedoch noch immer viel höher als in Europa oder Nordamerika.

Was sind Western Winners Unternehmen?

Viele Western Winners sind sehr bekannt. Dazu zählen etwa grosse Getränke- und Nahrungsmittelhersteller oder Kosmetikkonzerne. Diese Unternehmen sind in Nordamerika oder Europa verankert und erfüllen deshalb strenge Offenlegungsbestimmungen. Gleichzeitig erwirtschaften sie 20 bis oft 50 Prozent ihrer Umsätze in den langfristig schnell wachsenden Schwellenländern. Wichtig dabei: das Engagement der Western Winners in den Schwellenländern beschränkt sich nicht auf die bekannten vier Bric-Riesen - Brasilien, Russland, Indien und China. Western Winners Unternehmen sind oft auch in kleineren aufstrebenden Nationen tätig. Dies ist ein weiterer Vorteil für Investoren. Zudem sind sie sowohl in zyklischen wie auch in defensiven Industrien tätig. Dies hilft, das Risiko eines Portfolios zu minimieren.

Verstehen Western Winners Unternehmen, wie die Konsumenten in den Emerging Markets ticken?

Western Winners Unternehmen passen ihr Angebot oftmals sehr geschickt an die lokalen Gegebenheiten an. So vertreibt etwa ein Plastikwarenhersteller in den grossen Städten Indiens dasselbe Sortiment wie bei uns. Also etwa Behälter für Nahrungsmittel, die direkt in die Mikrowelle gestellt werden können. Auf dem Land hingegen werden Behälter verkauft, die es erleichtern, Früchte und Gemüse aus dem Garten einzulagern. Auch die Autobranche gibt sich anpassungsfähig: So bietet ein Premiumhersteller speziell für China eine gestreckte Variante eines Mittelklassemodells an.

Was sind die Perspektiven für Western Winners?

Langfristig dürfte ein Portfolio mit gut ausgewählten Western Winners Titeln im einstelligen Prozentbereich besser abschneiden als ein Weltaktienportfolio. Wenn die Emerging Markets jedoch boomen, dann schneiden Western Winners tendenziell schwächer ab als ein Portfolio, das nur aus Schwellenländer-Aktien besteht. Und umgekehrt, wie im Juni 2013, als die Schwellenländerbörsen korrigierten. Western Winners Titel eigenen sich für Investoren, die am Wachstumspotenzial der Emerging Marktes teilhaben wollen. Dies aber bei einem im Vergleich zum direkten Engagement reduzierten Risiko.

Für weitere Angaben zum Anlagethema Western Winners fragen Sie ihren UBS-Anlageberater.