Replikationsstrategien Synthetische Replikation

Bei der synthetischen Indexreplikation wird die Wertentwicklung des dem ETF zugrunde liegenden Index durch ein Tauschgeschäft (engl. Swap) erzielt. Der ETF geht mit einer Investmentbank, der Swap-Gegenpartei, eine Vereinbarung ein (die Swap-Vereinbarung). Der Inhalt dieser Vereinbarung ist die Übertragung von Geldflüssen des ETF auf die Swap-Gegenpartei, die im Gegenzug dem ETF die Wertentwicklung des abgebildeten Index garantiert. Das Risiko einer präzisen Indexabbildung wird vom ETF auf die Swap-Gegenpartei übertragen. Weil das physische Eigentum der im Index enthaltenen Werte nicht mehr Voraussetzung für die Partizipation an der Wertentwicklung des Index ist, können beispielsweise Märkte, die aufgrund von Handelsrestriktionen nicht oder nur schwer zugänglich sind, effizient abgebildet werden.

UBS setzt bei der synthetischen Replikation zwei verschiedene synthetische Swap-Strukturen ein: den vollständig abgesicherten Swap (Fully Funded Swap) und ein kombiniertes Modell (Fully Funded Swap / Total Return Swap und Asset-Portfolio).

Bei dieser Replikationsmethode erhält die Swap-Gegenpartei den Mittelzufluss in den ETF und verpflichtet sich im Gegenzug dazu, die Index-Performance an den ETF zu liefern. Die Swap-Gegenpartei erzielt diese Performance durch Anlagen in Wertpapiere und Derivate, die die Indexentwicklung abbilden. Um den ETF gegen das Risiko, dass die Swap-Gegenpartei ihren Verpflichtungen nicht nachkommen kann, abzusichern, stellt die Swap-Gegenpartei Sicherheiten in Höhe von 105 Prozent in Form von Staatsanleihen von G10-Staaten und supranationale Anleihen. Diese Sicherheiten werden auf einem gesonderten Konto bei einer externen Depotstelle im Namen des ETF gehalten (Eigentumsübertragung, engl. Transfer of Ownership). Sollte die Swap-Gegenpartei ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können, kann der ETF unmittelbar auf diese Sicherheiten zugreifen.

  1. Der ETF transferiert seine Mittelzuflüsse an die Swap-Gegenpartei
  2. Die Swap-Gegenpartei garantiert die Indexperformance
  3. Die Swap-Gegenpartei stellt per Eigentumsübertragung Sicherheiten in Höhe von 105% in Form von G10-Staatsanleihen

Bei dieser Replikationsmethode wird der Mittelzufluss in den ETF im Verhältnis von zirka 80 zu 20 geteilt.

Fully Funded Swap (FFS)

Zirka 20 Prozent des Fondsvermögens wird dazu verwendet, eine vollständig abgesicherte Swap-Vereinbarung mit der Swap-Gegenpartei einzugehen. Die Swap-Gegenpartei verpflichtet sich darin, die Indexperformance zu liefern. Um den ETF gegen das Risiko abzusichern, dass die Swap-Gegenpartei ihren Verpflichtungen nicht nachkommen kann, stellt die Swap-Gegenpartei Sicherheiten in Höhe von 105 Prozent in Form von Staatsanleihen von G10-Staaten. Diese Sicherheiten werden bei einer externen Depotstelle im Namen des ETF gehalten (Eigentumsübertragung, engl. Transfer of Ownership). Sollte die Swap-Gegenpartei ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können, kann der ETF unmittelbar auf diese Sicherheiten zugreifen.

Total Return Swap und Asset-Portfolio (TRS + AP)

Zirka 80 Prozent des Fondsvermögens verwendet der ETF für den Kauf eines Wertpapierkorbs, des Asset-Portfolios. Dieser Korb kann nur einen Teil der Indexwerte oder Wertpapiere ohne Bezug zum Index enthalten und ist nach Rendite- und Risikogesichtspunkten so optimiert, dass nur wenige Umschichtungen anfallen und die Transaktionskosten niedrig sind. In einer Swap-Vereinbarung tauscht der ETF die Erträge dieses Portfolios gegen die Indexperformance.

  1. Der ETF kauft für ca. 80% seiner Mittel einen Wertpapierkorb
  2. Der ETF überträgt die Wertenwicklung des Korbs an die Swap-Gegenpartei
  3. Die Swap-Gegenpartei garantiert die Indexperformance
  4. Der ETF geht mit ca. 20% seiner Mittel einen vollbesicherten Swap mit der Swap-Gegenpartei ein
  5. Die Swap-Gegenpartei garantiert die Indexperformance
  6. Die Swap-Gegenpartei stellt per Eigentumsübertragung Sicherheiten in Höhe von 105% in Form von G10-Staatsanleihen