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Immobilienblasenindex zeigt weiter erhöhtes Korrekturpotenzial an

Zurich/Basel | | Media Releases Switzerland

Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index steht nach leichter Zunahme bei 1,23. Trotz rückläufigen Wachstumsraten bei Preisen und Hypothekarvolumen hat das Korrekturpotenzial erneut weiter zugenommen. Zusätzliche regulatorische Massnahmen könnten regional zu einer Verschärfung der Ungleichgewichte führen.

Zürich/Basel, 5. Februar 2014 – Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index steht nach leichter Zunahme von 0,03 Indexpunkten aktuell bei 1,23. Die Fallhöhe und das Risiko einer Korrektur haben damit erneut leicht zugenommen. Der Anstieg war primär durch das Preiswachstum bei Wohnimmobilien von real 3,6 Prozent im Vorjahresvergleich getrieben. Die Indexentwicklung bestätigt jedoch die sich in Preisen und Hypothekarnachfrage widerspiegelnde graduelle Marktberuhigung.

Doch für eine spürbare Beruhigung bedarf es keiner grösseren Preiskorrektur. Bereits bei einem Preisrückgang von 5 Prozent würde der UBS Swiss Real Estate Bubble Index auf einen Wert von unter 1 fallen und damit die Risikozone verlassen. Eine ähnliche Wirkung hätte eine Halbierung des Hypothekarwachstums im laufenden Jahr auf unter 2 Prozent.

Die schweizweite Abflachung der Preisentwicklung war primär durch leicht fallende oder stagnierende Preise in den Hotspots am Genfersee und Zürichsee beeinflusst, während die Preise beispielsweise in der Ostschweiz weiterhin stark zulegten. Die Abwanderung der einheimischen Bevölkerung aus den Hochpreisregionen in erweiterte Agglomerationsräume und periphere Lagen wirkt sich damit dämpfend auf die Preisentwicklung in den am höchsten bewerteten Regionen aus.

Regulatorische Massnahmen zur Reduktion der Risiken am Immobilienmarkt wie der antizyklische Kapitalpuffer können regional unterschiedliche Phasen des Preiszyklus nicht berücksichtigen. So könnten strengere Kreditvergaberichtlinien beispielsweise zu einer Kreditverknappung führen, was in bereits korrigierenden Märkten einen übertriebenen Preiszerfall auslösen würde. Andererseits könnte beispielsweise eine Verschärfung der Belehnungsgrenze als unerwünschte Nebenwirkung eine Verschiebung der Nachfrage in günstigere Regionen bewirken, wodurch dort wiederum ein verstärktes Ungleichgewicht aufgebaut würde.

Die Wirtschaftsregion Martigny zählt aufgrund eines sich beschleunigenden Preiswachstums in den letzten drei Jahren neu zu den Gefahrenregionen. In den Region Saanen-Obersimmental und Unteres Baselbiet ist hingegen eine Marktberuhigung zu beobachten. Aufgrund ihrer hohen Bewertung zählen die Regionen aber weiterhin zu den Monitoringregionen.

Methodik
Gemäss Definition kann der Index in Abhängigkeit des aktuellen Wertes folgende fünf nach Risiken aufsteigend geordneten Stufen einnehmen: Baisse, Balance, Boom, Risiko und Blase. Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index setzt sich aus den folgenden sechs Subindizes zusammen: Verhältnis von Kauf- zu Mietpreisen, Verhältnis von Hauspreisen zum Haushaltseinkommen, Entwicklung von Hauspreisen zur Inflation, Verhältnis von Hypothekarverschuldung zum Einkommen, Verhältnis von Bautätigkeit zum Bruttoinlandprodukt (BIP) sowie Anteil der gestellten Kreditanträge für zur Vermietung vorgesehene Liegenschaften zum Total der Kreditanträge von UBS Privatkunden.

Auswahl der Gefahren- und Monitoring-Regionen

Unsere Auswahl der Gefahrenregionen ist gekoppelt an den Stand des UBS Swiss Real Estate Bubble Index und basiert auf einem mehrstufigen Selektionsverfahren basierend auf regionalen Bevölkerungs- und Immobilienpreisdaten.

Regionale Gefahrenkarte – 4. Quartal 2013

UBS AG

Kontakte


Claudio Saputelli, Leiter CIO WM Swiss & Global Real Estate Research
Tel. +41 79 513 50 45

Dr. Matthias Holzhey, Ökonom CIO WM Swiss & Global Real Estate Research
Tel. +41 44 234 71 25

Der Report UBS Swiss Real Estate Bubble Index kann unter folgendem Link im Internet abgerufen werden: http://www.ubs.com/swissrealestatebubbleindex-de.

Der Index erscheint vierteljährlich. Der nächste Publikationstermin ist der 5. Mai 2014.

www.ubs.com