Projektbeispiele

School in a Box - Bildung

Standorte: Ghana, Liberia und Sierra Leone

Wir suchen ständig nach innovativen Möglichkeiten, Kindern eine bessere Schulbildung zu ermöglichen. Ein Weg ist die Unterstützung günstiger Privatschulen. Viele staatliche Schulen, die Kinder in den afrikanischen Slums unterrichten, verfügen nicht über ausreichende Mittel und ausreichend Lehrer, um eine adäquate Schulbildung zu ermöglichen. Das führt dazu, dass nur 60 Prozent der Kinder die Grundschule abschliessen. Über 40 Prozent der Kinder können nicht ihrem Alter gemäss lesen.

Das Projekt «School in a Box» funktioniert, weil es Kindern eine bessere Schulbildung ermöglicht und mit Schulgebühren verbunden ist, die selbst Eltern mit einem Einkommen an der Armutsgrenze aufbringen können. Die Gebühren liegen in der Regel bei 2 US-Dollar pro Monat, die in täglichen Raten bezahlt werden.

Wir konnten nachweisen, dass Kinder auf diese Weise besser lesen, schreiben und rechnen lernen, und das bei Kosten, die viel niedriger als bei anderen Privatschulen und ähnlich denen von staatlichen Schulen sind. Derzeit werden Ketten dieser Schulen aufgebaut, um noch mehr Kinder erreichen und mehr Lehrer ausbilden zu können. Omega Schools in Ghana ist eine von vielen Erfolgsgeschichten. Wir hoffen, mit diesem Projekt bis 2014 rund 30 000 Kinder zu erreichen.

Magic Glasses - Bildung und Gesundheit

Mehr als 100 Millionen chinesische Kinder sind zurzeit an parasitären Wurminfektionen erkrankt, die Durchfall, Mangelernährung, Anämie, Schwächeanfälle, Auszehrung, Kleinwuchs und Lernschwäche verursachen. Auch wenn Massenbehandlungen der Eckstein der Infektionskontrolle sind, können sie Reinfektionen nicht verhindern.

Weil Kinder die mikroskopisch kleinen Würmer nicht sehen können, halten sie es nicht für wichtig, sich nach dem Toilettengang die Hände zu waschen. Was könnte es bewirken, wenn sie eine magische Brille aufsetzen und plötzlich sehen könnten, was sich da wirklich auf ihren Händen tummelt? Genau auf diese Weise konnte den Kindern mit Hilfe des Aufklärungsvideos «Magic Glasses» das nötige Wissen vermittelt werden. Mehr Kinder wuschen sich daraufhin regelmässig die Hände - und die Reinfektionsraten sanken um 50 Prozent.

Dieses Projekt wird jetzt auf den Philippinen eingeführt und soll auch nach Afrika ausgeweitet werden.

Bis Januar 2018 wird es 4 000 Kinder direkt und indirekt bis zu 20 000 000 Kinder erreichen.

Happy-Meals - Gesundheit

Standorte: Uganda und Kenia

Mehr als die Hälfte aller Todesfälle bei afrikanischen Kindern unter fünf Jahren ist auf Mangelernährung zurückzuführen. Und mehr als ein Drittel aller Kinder unter fünf Jahren in Afrika haben infolge dieser Mangelernährung Wachstumsstörungen. Lebenslange körperliche und kognitive Einschränkungen stehen ihnen bevor. Sie werden nicht in der Lage sein, gute schulische Leistungen zu erbringen, und haben infolgedessen auch keine guten Einkommensaussichten. Diesen Kindern mangelt es nicht nur an gesunden und nahrhaften Lebensmitteln, sondern oft wissen ihre Eltern auch nur sehr wenig über die Bedeutung und Verfügbarkeit solcher Lebensmittel.

Unser Projekt «Happy-Meals» soll das ändern. Um die bedürftigsten unter den Kindern zu erreichen, gehen wir von Haus zu Haus. Wir haben ein Mikrofranchise aufgebaut, dessen Mitarbeiter vor Ort mit den Müttern und Vätern über Ernährung sprechen. Über dieses Netzwerk entwickelt und testet das Projekt eine neue Produktlinie erschwinglicher Kraftnahrung und Nahrungsergänzungsmittel, die speziell entwickelt wurden, um Kinder unter fünf Jahren gesund zu halten. Die Eltern erhalten ausserdem Textnachrichten auf ihr Handy, die sie darüber aufklären, wie sie für eine gesunde Ernährung ihrer Kinder sorgen können.

Dieses Projekt wird mehr als 700 000 Menschen erreichen und die Gesundheit von über 240 000 Kindern verbessern - darunter mehr als 39 000 Schwangere und Neugeborene.

Dengue-Torpedo - Gesundheit

Standorte: Brasilien und Nicaragua

Denguefieber ist eine der verheerendsten Krankheiten, die durch Moskitos übertragen werden. Derzeit sind 2,5 Milliarden Menschen infektionsgefährdet. Es gibt keine Impfungen und die Infektion kann tödlich verlaufen, wenn sie nicht richtig behandelt wird. Das bedeutet, dass die Beseitigung von Moskitobrutstätten entscheidend im Kampf gegen das Denguefieber ist.

Damit dies gelingt, brauchen wir Menschen, die Brutstätten aufspüren, Informationen verbreiten und Massnahmen ergreifen. Aus diesem Grund haben wurde die Handy-App «Dengue-Torpedo» entwickelt. Sie bietet den Einwohnern die Möglichkeit, Moskitobrutstätten einer zentralen Datenbank zu melden. Wichtig dabei ist, dass die App auch Spass macht und die Kinder sofort anfingen, damit herumzuspielen. Sie enthält Echtzeitkarten und Spiele, was die Nutzung und die Datensammlung attraktiver gestaltet.

Da sich die Fälle von Denguefieber in Brasilien seit 2009 verdoppelt haben, hoffen wir, dass diese App sich als ultimative Waffe im Kampf gegen dieses Fieber erweisen wird.

Mehr Sicherheit für Kinder - Kinderschutz

Standort: weltweit

Sexuellen Missbrauch von Kindern gibt es in allen Ländern und allen sozialen Schichten. Laut Schätzungen werden 20 bis 30 Prozent aller Kinder Opfer von sexuellen Übergriffen. Scham und Tabus sorgen jedoch oft dafür, dass Fälle unentdeckt bleiben und nicht gemeldet werden. Dies hat dazu geführt, dass nur wenige wissenschaftliche Daten und Informationen darüber vorliegen, wie und warum diese Straftaten verübt werden. Infolgedessen basieren Kinderschutzmassnahmen häufig nur auf Vermutungen statt auf Fakten. Genau das wollen wir ändern. Probleme von so kritischem Ausmass erfordern Fakten und keine Vermutungen.

Mit Hilfe der Optimus Studie haben wir die Grundvoraussetzung geschaffen, um die Missbrauchsrate zu senken und den Schutz für Kinder und Jugendliche zu verbessern. Wir haben in dieser Studie systematisch relevante Daten zum Thema zusammengetragen und wollen auf diese Weise das Bewusstsein für die Problematik stärken, die Politik positiv beeinflussen und effektivere Präventionsmassnahmen fördern.

Bisher haben wir Daten in der Schweiz, in China und Südafrika erhoben, werden unsere Forschungen aber bald auch in anderen Ländern fortsetzen.