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UBS-Ergebnis viertes Quartal 2012

Zürich/Basel | | Price Sensitive Information | Quarterly Results

 

UBS führt beschleunigte Strategieumsetzung erfolgreich weiter

  • UBS mit bereinigtem Vorsteuergewinn1 von CHF 3,0 Milliarden im Gesamtjahr
  • Zunahme der Nettoneugelder in den Wealth-Management-Einheiten um CHF 11,3 Milliarden auf CHF 46,9 Milliarden im Gesamtjahr
  • Anstieg der Basel-III-Kernkapitalquote2 (Common Equity Tier 1) auf Basis einer vollständigen Umsetzung um 310 Basispunkte auf 9,8% per Ende Jahr
  • Anstieg der Basel-III-Kernkapitalquote2 (Common Equity Tier 1) auf Basis einer stufenweisen Umsetzung um 460 Basispunkte auf 15,3% per Ende Jahr
  • Reduktion der risikogewichteten Aktiven auf Basis einer vollständigen Umsetzung von Basel III um CHF 122 Milliarden im Jahr 2012
  • UBS hat seit Mitte 2011 Kosteneinsparungen von netto CHF 1,4 Milliarden realisiert; Kontrolle der operationellen Risiken weiter verstärkt
  • UBS ergänzt ihre Vergütungspläne mit einem verlustabsorbierenden aufgeschobenen «High Trigger»-Kapitalinstrument
  • UBS plant Anleihenrückkauf von bis zu ca. CHF 5 Milliarden im öffentlichen Tenderverfahren
  • UBS beantragt Erhöhung der Dividende für 2012 um 50% auf CHF 0.15 je Aktie

Zürich/Basel, 5. Februar 2013 – Gestützt auf ihre branchenführende Kapitalposition war UBS 2012 in der Lage, die Umsetzung ihrer Strategie weiterzuführen, das Kundenvertrauen wiederherzustellen und vergangenheitsbezogene Herausforderungen anzupacken.

UBS hat beträchtliche Fortschritte gemacht beim Aufbau ihrer Kapitalquoten, beim Abbau ihrer risikogewichteten Aktiven und beim Deleveraging ihrer Bilanz. Wie ebenfalls heute angekündigt, ermöglichen diese Fortschritte den Rückkauf eigener Schuldtitel im Tenderverfahren im Umfang von bis zu ca. CHF 5 Milliarden, was dazu beiträgt, die künftigen Finanzierungskosten von UBS zu senken. Auf der Ausgabenseite macht das Unternehmen im Rahmen der bereits bekannt gegebenen Effizienzprogramme ebenfalls Fortschritte. Gleichzeitig werden die Risikokontrollen weiter verstärkt.

Die Wealth-Management-Einheiten von UBS verzeichneten kräftige Nettoneugeldzuflüsse, während Retail & Corporate ein starkes Wachstums des Nettoneugeschäftsvolumens registrierte – ein Beleg für das anhaltende Vertrauen der Kunden in UBS. Die Investment Bank reduzierte ihre risikogewichteten Aktiven auf Pro-forma-Basis gemäss Basel III im Jahr 2012 um CHF 81 Milliarden und operierte per Ende Jahr mit risikogewichteten Aktiven (RWA) von CHF 131 Milliarden. Gemäss Ankündigung vom Oktober zieht sich UBS aus gewissen Geschäften zurück und überträgt diese in das Corporate Center. Per 1. Januar operierte die Core Investment Bank mit RWA auf Pro-forma-Basis gemäss Basel III von CHF 64 Milliarden, unterhalb der Zielgrösse von CHF 70 Milliarden.

UBS kommt mit ihrer beschleunigten Strategieumsetzung plangemäss voran und erhöht damit ihre Stabilität sowie die Qualität und Nachhaltigkeit ihrer Performance. Gleichzeitig verstärkt sich dadurch ihr Fokus auf die Kunden. Als Zeichen ihrer Stärke und anhaltenden Zuversicht beantragt UBS eine 50%ige Erhöhung der Aktionärsdividende für 2012 auf CHF 0.15 je Aktie.

Finanzkennzahlen für das Gesamtjahr:

  • Die Basel-III-Kernkapitalquote2 (Common Equity Tier 1) stieg auf Basis einer vollständigen Umsetzung um 310 Basispunkte auf 9,8%; sehr nahe am regulatorischen Minimum für 2019 von 10%; UBS ist gut positioniert, um ihr Kapitalziel für 2013 von 11,5% zu erreichen
  • Anstieg der Basel-III-Kernkapitalquote2 (Common Equity Tier 1) auf Basis einer stufenweisen Umsetzung um 460 Basispunkte auf 15,3%
  • Deutliche RWA-Reduktion auf Basis einer vollständigen Basel-III-Umsetzung um CHF 122 Milliarden, dies entspricht einer 32%igen Abnahme gegenüber den CHF 380 Milliarden per Ende 2011; Verkäufe und reduzierte Engagements trugen seit Ende September 2011 ca. 84% zur RWA-Reduktion in der Investment Bank und im Legacy-Portfolio bei; die Bilanz wurde um CHF 158 Milliarden verkürzt; die geschätzten Pro-forma-Werte auf Basis von Basel III liegen per Ende Jahr für die Liquidity Coverage Ratio bei 113% und für die Net Stable Funding Ratio bei 108%. Beide übertreffen die regulatorisch geforderten 100%
  • UBS mit Kostensenkungen von netto CHF 1,4 Milliarden seit Mitte 2011; Kontrollsystem im Bereich operationelle Risiken weiter signifikant verstärkt
  • Kombinierter bereinigter Vorsteuergewinn1 der Wealth-Management-Einheiten: CHF 2,9 Milliarden
  • Wealth Management flossen Nettoneugelder in Höhe von CHF 26,3 Milliarden zu, womit die Zuflüsse des Jahres 2011 deutlich übertroffen wurden; in der Region Asien-Pazifik, den Emerging Markets und weltweit im Ultra-High-Net-Worth-Segment blieben die Zuflüsse hoch; Wealth Management Switzerland generierte Nettoneugeldzuflüsse von CHF 4,2 Milliarden, was einer Steigerung von CHF 1,8 Milliarden entspricht
  • Wealth Management Americas erzielte einen Rekordgewinn vor Steuernvon USD 873 Millionen (plus 40%) und generierte Nettoneugelder von USD 22,1 Milliarden (plus USD 8,0 Milliarden)
  • Solides Ergebnis von Retail & Corporate; Zunahme des Nettoneugeschäftsvolumens um 5%; Zugänge bei den Kundeneinlagen von CHF 14 Milliarden; höchste Netto-Vermögensneuzugänge bei Retailkunden in der Schweiz seit dem Jahr 2001
  • Der bereinigte Vorsteuergewinn1 von Global Asset Management stieg um 19% auf CHF 544 Millionen dank erhöhten Performance Fees aufgrund verbesserter Anlageperformance für Kunden, vor allem im Bereich Alternatives und Real Estate; 62% der Kollektivfonds liegen im 1-Jahres-vergleich gegenüber der Konkurrenz im obersten oder zweitobersten Performance-Quartil3
  • Die Investment Bank reduzierte ihre Bilanz um CHF 224 Milliarden; Zunahme der Erträge im Investment Banking um 16% dank höherem Marktanteil in den Bereichen Equity und Debt Capital Markets sowie Global Syndicated Finance; Cash Equities steigerte den Marktanteil in EMEA und APAC; der FX-Bereich profitierte weiter von Investitionen in modernste elektronische Handelsplattformen, was markante Volumensteigerungen möglich machte

Ergebnisse des Gesamtjahrs:

  • Bereinigter Vorsteuergewinn auf Konzernebene von CHF 3,0 Milliarden1
  • Den UBS-Aktionären zurechenbarer Reinverlust von CHF 2,5 Milliarden, hauptsächlich als Folge der Abschreibungen auf Goodwill und Restrukturierungskosten im Zuge der Strategieumsetzung durch UBS, Verluste auf eigenen Verbindlichkeiten sowie Kosten für Rechtsfälle, regulatorische und ähnliche Angelegenheiten; verwässertes Ergebnis pro Aktie von minus CHF 0.67
  • Bereinigtes operatives Konzernergebnis1 von CHF 27,6 Milliarden
  • Bereinigter Vorsteuergewinn1 von CHF 2,1 Milliarden in Wealth Management; CHF 813 Millionen bei Wealth Management Americas; CHF 507 Millionen in der Investment Bank; CHF 544 Millionen bei Global Asset Management und CHF 1,5 Milliarden bei Retail & Corporate

UBS kündigt neues Vergütungsmodell an:

Die Gesamtsumme der leistungsabhängigen Vergütung von UBS wurde für 2012 gegenüber 2011 um 7% auf CHF 2,5 Milliarden reduziert. Dies entspricht dem tiefsten Stand seit Beginn der Finanzkrise und einer Abnahme um 42% gegenüber 2010. Für 2012 hat UBS ihr Vergütungssystem stark überarbeitet, um die Interessen der Mitarbeitenden und Aktionäre besser in Einklang zu bringen. Die Veränderungen setzen den Fokus der Mitarbeitenden von UBS auf die mittel- und längerfristige Performance und bieten ihnen die Möglichkeit, am längerfristigen Erfolg des Unternehmens zu partizipieren. Zudem wird das Vergütungssystem von UBS dadurch einfacher und somit transparenter. Die Veränderungen beinhalten:

  • längere Aufschubdauer
  • mehrjährige Leistungskriterien auf aktienbasierter aufgeschobener Vergütung
  • ein neues verlustabsorbierendes «High Trigger»-Kapitalinstrument, unter welchem die aufgeschobenen Vergütungszuteilungen für Mitarbeitende verfallen, wenn die Basel-III-Kernkapitalquote (Common Equity Tier 1) einen Schwellenwert von 7% unterschreiten sollte oder ein «Non-Viability»-Ereignis eintritt
  • eine Reduktion der maximalen Barkomponente, die einem Mitarbeitenden als Teil der leistungsabhängigen Vergütung sofort zugeteilt werden kann

Weitere Informationen zum neuen Vergütungsmodell:
www.ubs.com/verguetung

Group CEO Sergio P. Ermotti zum Ergebnis für das Gesamtjahr und das 4. Quartal 2012: «Wir haben im vergangenen Jahr entscheidende Fortschritte bei der Umsetzung unserer Strategie erzielt und sind aus einer Position der Stärke in das Jahr 2013 gestartet. Mit unserer Finanzkraft, dem attraktiven und einzigartigen Businessmix sowie einer globalen Kundenbasis, die ihresgleichen sucht, unterscheiden wir uns von der Konkurrenz. Dies ermöglicht es uns, das Kundenvertrauen wiederherzustellen, während wir unsere Strategie umsetzen und die vergangenheitsbezogenen Herausforderungen anpacken. Gleichzeitig können wir dadurch die Renditen für unsere Aktionäre erhöhen. Ich bin entschlossen, die Umsetzung unserer Strategie 2013 erfolgreich weiterzuführen, zum Vorteil unserer Kunden und Aktionäre.»

Ergebnisse des 4. Quartals:

  • Bereinigter Vorsteuerverlust von CHF 1,2 Milliarden1
  • Den UBS-Aktionären zurechenbarer Reinverlust von CHF 1,9 Milliarden, primär als Folge der Netto-Rückstellungen für Rechtsfälle, regulatorische und ähnliche Angelegenheiten sowie Netto-Restrukturierungskosten und eines Verlusts auf eigenen Verbindlichkeiten
  • Basel-III-Kernkapitalquote (Common Equity Tier 1)² auf Basis einer stufenweisen Umsetzung erhöhte sich auf 15,3%, verglichen mit 13,6%
  • Basel-III-Kernkapitalquote (Common Equity Tier 1)² auf Basis einer vollständigen Umsetzung erhöhte sich auf 9,8%, gegenüber 9,3%
  • Basel-III-RWA auf Basis einer vollständigen Umsetzung um CHF 43 Milliarden auf CHF 258 Milliarden reduziert
  • Wealth Management Americas mit bereinigtem Vorsteuergewinn1 von USD 219 Millionen; Nettoneugeldzuflüsse von USD 8,8 Milliarden, so viel innerhalb eines vierten Quartals wie zuletzt 2007; Nettoneugeldziel übertroffen; Aufwand-Ertrags-Verhältnis und Bruttomarge auf den verwalteten Vermögen innerhalb der Zielbandbreiten
    [Berichtigung: diese Zahl wurde in der deutschen Fassung dieser Medienmitteilung vom 5. Februar 2013 fälschlicherweise in CHF anstatt in USD angegeben.]
  • Wealth Management mit bereinigtem Vorsteuergewinn1 von CHF 415 Millionen; Nettoneugelder von CHF 2,4 Milliarden dank starker Zuflüsse aus der Region Asien-Pazifik, den Emerging Markets und dem Ultra-High-Net-Worth-Segment weltweit
  • Retail & Corporate mit bereinigtem Vorsteuergewinn1 von CHF 362 Millionen; starkes Wachstum des Nettoneugeschäftsvolumens um 4,4% und damit oberhalb der Zielbandbreite; Aufwand-Ertrags-Verhältnis sowie Nettozinsmarge innerhalb der Zielbandbreiten
  • Global Asset Management mit bereinigtem Vorsteuergewinn1 von CHF 164 Millionen, höhere Netto-Management-Fees und gestiegene Performance Fees in den Bereichen alternative und quantitative Anlagen sowie Global Real Estate; Bruttomarge und Aufwand-Ertrags-Verhältnis innerhalb der Zielbandbreiten
  • Investment Bank mit bereinigtem Vorsteuerverlust1 von CHF 333 Millionen; risikogewichtete Aktiven gemäss Basel III um 19% reduziert; gute Performance im Investment Banking; Ertragszunahme in den Bereichen Advisory (plus 8%) und Capital Markets (plus 14%) durch Restrukturierungskosten neutralisiert

Den UBS-Aktionären zurechenbarer Reinverlust von CHF 1890 Millionen im 4. Quartal

Der den UBS-Aktionären zurechenbare Reinverlust belief sich im 4. Quartal auf CHF 1890 Millionen, verglichen mit CHF 2137 Millionen im 3. Quartal. Der Vorsteuerverlust betrug CHF 1823 Millionen, nach einem Verlust von CHF 2529 Millionen im Vorquartal. Der Verlust im 4. Quartal wurde vor allem verursacht durch Netto-Rückstellungen für Rechtsfälle, regulatorische und ähnliche Angelegenheiten in Höhe von CHF 2081 Millionen, Restrukturierungskosten von CHF 258 Millionen sowie Verluste von CHF 414 Millionen aus der Neubewertung eigener Verbindlichkeiten, die zum Fair Value bilanziert sind. Die Verluste im 3. Quartal waren primär die Folge von Wertminderungen auf Goodwill und übrigen immateriellen Anlagen in Höhe von CHF 3064 Millionen sowie Verlusten auf eigenen Verbindlichkeiten von CHF 863 Millionen. Im 4. Quartal verbuchten wir einen Steueraufwand von CHF 66 Millionen, verglichen mit einer Steuergutschrift von CHF 394 Millionen im Vorquartal. Der Geschäftsertrag belief sich insgesamt auf CHF 6222 Millionen, gegenüber CHF 6287 Millionen im 3. Quartal. Ohne Berücksichtigung eigener Verbindlichkeiten verringerte sich der Geschäftsertrag um CHF 514 Millionen auf CHF 6636 Millionen. Der Geschäftsaufwand sank um CHF 772 Millionen auf CHF 8044 Millionen.

Bei Wealth Management belief sich der Vorsteuergewinn im 4. Quartal 2012 auf CHF 398 Millionen, verglichen mit CHF 582 Millionen im Vorquartal. Die Bruttomarge auf den verwalteten Vermögen ging um 4 Basispunkte auf 85 Basispunkte zurück. Die Hauptgründe dafür sind ein rückläufiger Zinsertrag, bedingt durch die anhaltend niedrigen Zinsen, und niedrigere transaktionsabhängige Erträge infolge geringerer Kundenaktivitäten. Die Nettoneugelder beliefen sich auf CHF 2,4 Milliarden, gegenüber CHF 7,7 Milliarden im Vorquartal. Während in der Region Asien-Pazifik und in den Emerging Markets die Nettoneugelder weiter zunahmen, wurden in Europa vor allem bei Kunden aus Westeuropa Nettoabflüsse verzeichnet, die sich gegen Ende des Quartals noch verstärkten. Im Ultra-High-Net-Worth-Segment flossen UBS im 4. Quartal weltweit CHF 5,6 Milliarden zu, verglichen mit CHF 4,8 Milliarden im Vorquartal. Die verwalteten Vermögen erhöhten sich im 4. Quartal um CHF 5 Milliarden auf CHF 821 Milliarden per 31. Dezember 2012. Diese Zunahme war in erster Linie der positiven Marktperformance und den Nettoneugeldzuflüssen zu verdanken, wurde jedoch durch negative Wechselkursentwicklungen teilweise neutralisiert. Der Geschäftsertrag verringerte sich um CHF 41 Millionen von CHF 1789 Millionen auf CHF 1748 Millionen, primär infolge der tieferen Zinserträge und transaktionsabhängigen Einkünfte. Der Geschäftsaufwand stieg von CHF 1207 Millionen auf CHF 1350 Millionen und beinhaltete Restrukturierungskosten in Höhe von CHF 17 Millionen.

Wealth Management Americas erzielte im 4. Quartal 2012 einen Vorsteuergewinn von USD 216 Millionen, verglichen mit einem rekordhohen Vorsteuergewinn von USD 232 Millionen im Vorquartal. Der Geschäftsertrag stieg um USD 115 Millionen von USD 1631 Millionen auf USD 1746 Millionen. Grund dafür waren höhere Einkünfte aus Konten mit Verwaltungsauftrag, gestiegene Gebühren bei Anlagefonds und Rentensparplänen als Folge revidierter buchhalterischer Schätzungen und eine Zunahme des Erfolgs im Zinsengeschäft. Dieser Anstieg wurde teilweise neutralisiert durch eine Wertberichtigung für Kreditrisiken und geringere realisierte Gewinne aus dem Verkauf von Finanzanlagen im Zusammenhang mit dem zur Veräusserung verfügbaren Portfolio. Der Geschäftsaufwand erhöhte sich um USD 129 Millionen auf USD 1529 Millionen, was in erster Linie auf einen Anstieg der Rückstellungen für Rechtsfälle, regulatorische und ähnliche Angelegenheiten um USD 87 Millionen zurückzuführen war. Die Nettoneugelder beliefen sich im 4. Quartal auf insgesamt USD 8,8 Milliarden, gegenüber USD 4,8 Milliarden im Vorquartal. Zu verdanken war dies den erhöhten Zuflüssen bei Finanzberatern, die seit mehr als einem Jahr bei UBS tätig sind. Einschliesslich Zins- und Dividendenerträgen stiegen die Nettoneugeldzuflüsse auf USD 16,7 Milliarden. Dieser Betrag umfasst auch saisonal höhere Dividendenzahlungen im Quartalsverlauf. Die Bruttomarge auf den verwalteten Vermögen stieg in US-Dollar um 4 Basispunkte auf 84 Basispunkte und bewegte sich somit weiterhin im Zielband von 75 bis 85 Basispunkten.

Die Investment Bank verzeichnete im 4. Quartal 2012 einen Vorsteuerverlust von CHF 557 Millionen, verglichen mit einem Vorsteuerverlust von CHF 2856 Millionen im 3. Quartal. Das Ergebnis im 3. Quartal beinhaltete Wertminderungen von CHF 3064 Millionen auf Goodwill und übrigen immateriellen Anlagen. Bereinigt um Wertminderungen und die Auswirkungen der Restrukturierung verbuchte die Investment Bank einen Vorsteuerverlust von CHF 333 Millionen, gegenüber einem Vorsteuergewinn von CHF 192 Millionen im Vorquartal. Die Abnahme ist eine Folge des Ertragsrückgangs in unserem Wertpapiergeschäft und teilweise bedingt durch die im Oktober 2012 angekündigte beschleunigte Strategieumsetzung. Der Geschäftsertrag verringerte sich gegenüber dem Vorquartal um 26% von CHF 2277 Millionen auf CHF 1682 Millionen. Der Geschäftsaufwand fiel um 56% auf CHF 2239 Millionen, vor allem als Folge der im 3. Quartal verbuchten Wertminderungen von CHF 3064 Millionen auf Goodwill und übrigen immateriellen Anlagen. Auf bereinigter Basis, unter Ausklammerung der Wertminderungen und der Auflösung von Rückstellungen für Restrukturierungskosten im 3. Quartal sowie der Restrukturierungskosten im 4. Quartal, verringerte sich der Geschäftsaufwand um 3% von CHF 2084 Millionen auf CHF 2015 Millionen. Die risikogewichteten Aktiven auf Basis von Basel 2.5 sanken um CHF 13 Milliarden auf CHF 89 Milliarden per Ende 4. Quartal.

Bei Global Asset Management belief sich der Vorsteuergewinn im 4. Quartal 2012 auf CHF 149 Millionen, verglichen mit CHF 126 Millionen im Vorquartal. Hauptgründe dafür sind die erhöhten Netto-Management-Fees und Performance Fees. Der Geschäftsertrag betrug CHF 492 Millionen, gegenüber CHF 468 Millionen im 3. Quartal. Die Netto-Management-Fees erhöhten sich, insbesondere im Bereich Global Real Estate. Die Performance Fees nahmen ebenfalls zu, vor allem im Bereich alternative und quantitative Anlagen sowie Global Real Estate. Der Geschäftsaufwand belief sich auf CHF 343 Millionen, gegenüber CHF 342 Millionen im 3. Quartal. Ohne Berücksichtigung der Mittelflüsse bei den Geldmarktfonds resultierte ein Nettoneugeldabfluss von Drittparteien in Höhe von CHF 1,4 Milliarden, gegenüber Nettozuflüssen von CHF 0,3 Milliarden im 3. Quartal. Nettozuflüsse, speziell der öffentlichen Hand, wurden durch Nettoabflüsse insbesondere von Kunden in der Region Americas grösstenteils neutralisiert. Die Bruttomarge stieg von 32 Basispunkten im Vorquartal auf 34 Basispunkte – eine positive Verschiebung und innerhalb unseres Zielbandes von 32 bis 38 Basispunkten.

Retail & Corporate wies im 4. Quartal 2012 einen Vorsteuergewinn von CHF 361 Millionen aus, verglichen mit CHF 395 Millionen im Vorquartal. Das Wachstum des Nettoneugeschäftsvolumen lag wiederum oberhalb der Zielbandbreite. Der Geschäftsertrag erhöhte sich um CHF 1 Million auf CHF 933 Millionen, wobei höhere Erträge fast vollständig durch höhere Wertberichtigungen für Kreditrisiken ausgeglichen wurden. Der Geschäftsaufwand stieg von CHF 537 Millionen im Vorquartal auf CHF 572 Millionen, was vor allem auf den erhöhten Sachaufwand zurückzuführen war.

Corporate Center – Core Functions registrierte im 4. Quartal 2012 einen Vorsteuerverlust von CHF 1874 Millionen, nachdem im Vorquartal ein Verlust von CHF 936 Millionen entstanden war. Das Ergebnis des 4. Quartals beinhaltet Rückstellungen für Rechtsfälle, regulatorische und ähnliche Angelegenheiten von CHF 1470 Millionen. Diese beruhen hauptsächlich auf Geldbussen und Gewinnherausgaben nach aufsichtsrechtlichen Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Libor und anderen Referenzsätzen. Zudem umfasst das Ergebnis einen Verlust von CHF 414 Millionen auf eigenen Verbindlichkeiten, gegenüber einem Verlust von CHF 863 Millionen im Vorquartal. Die bei Corporate Center – Core Functions verbleibenden Treasury-Einnahmen (nach Zuweisung an die einzelnen Unternehmensbereiche) beliefen sich auf CHF 63 Millionen, verglichen mit CHF 125 Millionen im Vorquartal.

Das Legacy Portfolio verzeichnete einen Vorsteuerverlust von CHF 501 Millionen, gegenüber einem Vorsteuerverlust von CHF 62 Millionen im Vorquartal. Hauptgründe dafür waren die höheren Rückstellungen für Rechtsfälle, regulatorische und ähnliche Angelegenheiten sowie der geringere Wertzuwachs unserer Option für den Kauf des Eigenkapitals des SNB StabFund im 4. Quartal. Teilweise aufgefangen wurde dies durch die Auflösung von Wertberichtigungen für Kreditrisiken im 4. Quartal, nachdem im 3. Quartal Wertberichtigungen für Kreditrisiken vorgenommen worden waren.

Kapital und Bilanz

Unsere Kernkapitalquote (Tier 1) gemäss Basel 2.5 erhöhte sich erneut und lag per 31. Dezember 2012 bei 21,3%. Dies entspricht einer Steigerung um 1,1 Prozentpunkte gegenüber dem Stand per 30. September 2012. Unser Tier-1-Kapital gemäss Basel 2.5 sank um CHF 1,4 Milliarden, was auf unseren Reinverlust im 4. Quartal und negative Währungseffekte zurückzuführen war. Die risikogewichteten Aktiven (RWA) auf Basis von Basel 2.5 verringerten sich gegenüber dem 3. Quartal um CHF 17,8 Milliarden auf CHF 192,5 Milliarden per Ende 4. Quartal, da die RWA für Kreditrisiken um CHF 16,1 Milliarden und jene für Marktrisiken um CHF 1,5 Milliarden zurückgingen. Per 31. Dezember 2012 belief sich unsere Bilanzsumme auf CHF 1259 Milliarden, was einem Rückgang von CHF 107 Milliarden gegenüber dem Stand per 30. September 2012 entspricht. Für 2012 lanciert UBS einen neuen Vergütungsplan, den Deferred Contingent Capital Plan (DCCP). Der DCCP stärkt die Kapitalposition von UBS, da die DCCP-Zuteilungen von der UBS-Aufsichtsbehörde (FINMA) als verlustabsorbierendes High-Trigger-Kapital anerkannt werden. In den nächsten fünf Jahren könnte UBS infolge Zuteilungen unter dem DCCP ca. 100 Basispunkte an verlustabsorbierendem High-Trigger-Kapital aufbauen.

Verwaltete Vermögen

Die verwalteten Vermögen beliefen sich am 31. Dezember 2012 auf CHF 2230 Milliarden, gegenüber CHF 2242 Milliarden am 30. September 2012. Die verwalteten Vermögen teilen sich wie folgt auf: CHF 821 Milliarden bei Wealth Management, CHF 772 Milliarden bei Wealth Management Americas und CHF 581 Milliarden bei Global Asset Management.

Ausblick

Das Jahr 2012 brachte in vielen Punkten Fortschritte, doch viele der zugrunde liegenden Probleme blieben auch Anfang des neuen Jahres bestehen. Wie bereits in den vergangenen Quartalen werden folgende Faktoren das Vertrauen der Kunden und damit die Kundenaktivitäten auch im ersten Quartal 2013 stark beeinflussen: die weiteren Fortschritte im Hinblick auf eine nachhaltige und glaubwürdige Verbesserung der Verschuldungssituation in der Eurozone, die Probleme im europäischen Bankensystem und die ungelöste US-Haushaltsfrage, die anhaltenden geopolitischen Risiken sowie der globale Konjunkturausblick. Wenn in diesen Punkten keine Fortschritte erzielt werden, sind weitere Ergebnisverbesserungen unter den herrschenden Marktbedingungen unwahrscheinlich. Dies wiederum würde bedeuten, dass das Ertragswachstum, die Nettozinsmargen sowie die Nettoneugeldentwicklung unter Druck geraten. Dessen ungeachtet und trotz der fehlenden Fortschritte bei bestimmten bilateralen Steuerabkommen bleiben wir zuversichtlich, dass unsere Asset-Gathering-Einheiten als Ganzes auch weiterhin Nettoneugelder anziehen werden – als Ausdruck des anhaltenden Vertrauens unserer Kunden in das Unternehmen. Wir sind überzeugt, dass die von uns ergriffenen Massnahmen den langfristigen Erfolg des Unternehmens gewährleisten und in Zukunft nachhaltige Renditen für unsere Aktionäre generieren werden.

¹ Wo nicht anders angegeben, verstehen sich «bereinigte» Zahlen, soweit anwendbar, unter Ausklammerung der folgenden Faktoren auf Ebene des Konzerns und der Unternehmensbereiche: Verluste auf eigene Verbindlichkeiten, die zum Fair Value bilanziert sind und sich auf Konzernebene im 4. Quartal 2012 auf CHF 414 Millionen beliefen (Verlust von CHF 863 Millionen im 3. Quartal 2012; Gewinn von CHF 239 Millionen im 2. Quartal 2012, Verlust von CHF 1164 Millionen im 1. Quartal 2012); Restrukturierungskosten im Konzern von netto CHF 258 Millionen im 4. Quartal 2012 (Auflösung von Netto-Rückstellungen von CHF 22 Millionen im 3. Quartal 2012; Aufwand von netto CHF 9 Millionen im 2. Quartal 2012 und von netto CHF 126 Millionen im 1. Quartal 2012); Wertminderungen von CHF 3064 Millionen auf Goodwill und übrige immaterielle Anlagen in Verbindung mit dem Goodwill-Wertminderungstest für die Investment Bank im 3. Quartal 2012; Reduktion beim Personalaufwand im Zusammenhang mit Änderungen in einem Gesundheits- und Lebensversicherungsplan für Pensionierte in den USA (Restatement von CHF 116 Millionen im Konzern gemäss IAS19R im 2. Quartal 2012) und Veränderungen bei der Schweizer Pensionskasse (Restatement von CHF 730 Millionen im Konzern gemäss IAS19R im 1. Quartal 2012).

² Die Pro-forma-Informationen gemäss Basel III müssen nicht ausgewiesen werden, da die Basel-III-Anforderungen per 31. Dezember 2012 noch nicht in Kraft waren. Diese Angaben sind Nicht-GAAP-Finanzmessgrössen gemäss Definition nach SEC-Regelungen. Dennoch stellen wir Informationen auf Basis der Basel-III-Anforderungen zur Verfügung, weil diese ab 1. Januar 2013 gültig sind und unsere risikogewichteten Aktiven sowie unser anrechenbares Eigenkapital deutlich beeinflussen. Unsere Pro-forma-Berechnung der risikogewichteten Aktiven gemäss Basel III bildet eine Kombination aus den bestehenden risikogewichteten Aktiven gemäss Basel 2.5, einer revidierten Behandlung von Verbriefungspositionen mit niedrigem Rating, die nicht mehr vom Kapital abgezogen, sondern mit einer Risikogewichtung von 1250% versehen werden, sowie neuen Kapitalanforderungen, die auf Modellen basieren. Einige dieser neuen Modelle müssen von der Aufsichtsbehörde noch definitiv genehmigt werden. Unsere Pro-forma-Berechnung beinhaltet deshalb (mit unserem Hauptregulator besprochene) Schätzungen der Auswirkungen dieser neuen Kapitalanforderungen und wird mit der fortschreitenden Umsetzung der neuen Modelle und damit verbundenen Systeme weiter verfeinert.

³ Wholesale-Fonds mit Schweizer, Luxemburger, deutschem und irischem Domizil im Lipper-Konkurrenzvergleich.

Die Medienmitteilung ist verfügbar auf www.ubs.com/media und www.ubs.com/investors

Weitere Informationen zum UBS-Quartalsergebnis unter www.ubs.com/investors:

  • Finanzbericht für das 4. Quartal 2012
  • Powerpoint-Präsentation für das 4. Quartal 2012
  • Aktionärsbrief (Englisch, Deutsch, Französisch und Italienisch)

Webcast

Die Präsentation der Finanzergebnisse durch Sergio P. Ermotti, Group Chief Executive Officer, Tom Naratil, Group Chief Financial Officer, und Caroline Stewart, Global Head of Investor Relations, wird am 5. Februar 2013 auf dem Internet unter www.ubs.com/media zu folgenden Zeiten live übertragen:

  • 09.00 Uhr MEZ
  • 08.00 Uhr GMT
  • 03.00 Uhr US EST

Eine Aufzeichnung der Präsentation ist am 5. Februar 2013 ab 14.00 Uhr MEZ verfügbar.

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Cautionary Statement Regarding Forward-Looking Statements
This report contains statements that constitute “forward-looking statements”, including but not limited to management’s outlook for UBS’s financial performance and statements relating to the anticipated effect of transactions and strategic initiatives on UBS’s business and future development. While these forward-looking statements represent UBS’s judgments and expectations concerning the matters described, a number of risks, uncertainties and other important factors could cause actual developments and results to differ materially from UBS’s expectations. These factors include, but are not limited to: (1) the degree to which UBS is successful in effecting its announced strategic plans and related organizational changes, in particular its plans to transform its Investment Bank, its efficiency initiatives and its planned reduction in Basel III risk-weighted assets, and whether in each case those plans and changes will, when implemented, have the effects intended; (2) developments in the markets in which UBS operates or to which it is exposed, including movements in securities prices or liquidity, credit spreads, currency exchange rates and interest rates and the effect of economic conditions and market developments on the financial position or creditworthiness of UBS’s clients and counterparties; (3) changes in the availability of capital and funding, including any changes in UBS’s credit spreads and ratings; (4) changes in financial legislation and regulation in Switzerland, the US, the UK and other major financial centers which may impose constraints on or necessitate changes in the scope and location of UBS’s business activities and in its legal and booking structures, including the imposition of more stringent capital and liquidity requirements, incremental tax requirements and constraints on remuneration; (5) changes in UBS’s competitive position, including whether differences in regulatory capital and other requirements among the major financial centers will adversely affect UBS’s ability to compete in certain lines of business; (6) the liability to which UBS may be exposed, or possible constraints or sanctions that regulatory authorities might impose on UBS, due to litigation, contractual claims and regulatory investigations, including those that may arise from the ongoing investigations relating to the setting of LIBOR and other reference rates, from market events and losses incurred by clients and counterparties during the financial crisis of 2007 to 2009, and from the unauthorized trading incident announced in September 2011; (7) the effects on UBS’s cross-border banking business of tax treaties negotiated or under discussion between Switzerland and other countries and future tax or regulatory developments; (8) UBS’s ability to retain and attract the employees necessary to generate revenues and to manage, support and control its businesses, which may be affected by competitive factors including compensation practices; (9) changes in accounting standards or policies, and accounting determinations or interpretations affecting the recognition of gain or loss, the valuation of goodwill and other matters; (10) limitations on the effectiveness of UBS’s internal processes for risk management, risk control, measurement and modeling, and of financial models generally; (11) whether UBS will be successful in keeping pace with competitors in updating its technology, particularly in trading businesses; (12) the occurrence of operational failures, such as fraud, unauthorized trading and systems failures; and (13) the effect that these or other factors or unanticipated events may have on our reputation and the additional consequences that this may have on our business and performance. Our business and financial performance could be affected by other factors identified in our past and future filings and reports, including those filed with the SEC. More detailed information about those factors is set forth in documents furnished by UBS and filings made by UBS with the SEC, including UBS’s Annual Report on Form 20-F for the year ended 31 December 2011. UBS is not under any obligation to (and expressly disclaims any obligation to) update or alter its forward-looking statements, whether as a result of new information, future events, or otherwise.

Rounding
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