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UBS outlook Schweiz 2. Quartal 2010 - Mit Immigration gegen die Wachstumsschwäche

Zürich/Basel | | Media Releases Switzerland

Die Schweiz wächst seit 2004 jährlich um rund einen Prozentpunkt schneller als die Eurozone. Die Ökonomen von UBS Wealth Management Research (WMR) orten einen Wachstumstreiber in der Immigration aus der EU.

Mit dem Inkrafttreten der uneingeschränkten Personenfreizügigkeit zwischen der Schweiz und den 15 alten EU-Staaten im Jahre 2007 sind vermehrt gut qualifizierte Arbeitnehmer aus der EU in die Schweiz gezogen. Da ein Bevölkerungswachstum von 1 Prozent ein zusätzliches Konsumwachstum von 1,3% bringt, wirkt sich die anhaltende Einwanderung aus der EU positiv auf die Wachstumsdynamik der Schweiz aus. Zu diesem Schluss kommt WMR in einem Bericht in der jüngsten Ausgabe des Reports "UBS outlook Schweiz". Für die kommenden Jahre geht WMR von einer konstanten Einwanderung aus der EU aus. "Wir sehen keinen Grund, weshalb die Immigration in den kommenden Jahren deutlich rückläufig sein sollte", schreibt WMR.

Erholung in der Chemie ist weit fortgeschritten
Die im "UBS outlook Schweiz" publizierten jüngsten Umfrageresultate von WMR und der UBS-Konjukturindikator zeigen, dass sich die konjukturelle Erholung in den meisten Industriebranchen fortsetzt. Besonders weit fortgeschritten ist die wirtschaftliche Belebung in der Chemie. Die Uhrenindustrie überrascht mit grossen Sprüngen bei den Auftragseingängen. Im Dienstleistungssektor scheint gemäss den befragten Unternehmen der Aufschwung weniger ausgeprägt auszufallen. Bei gleichbleibenden Personalbeständen rechnen die Unternehmen damit, im zweiten Quartal die Umsätze leicht steigern zu können.

Für das laufende Jahr erwarten die UBS-Ökonomen ein Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent. Angesichts des starken Frankens und steigender Zinsen dürfte das Wachstum im nächsten Jahr 2,1 Prozent betragen.

Hohes Wachstum in den USA und China
Ein Blick auf das Ausland zeigt, dass die Wirtschaft in den USA sehr schnell wächst und die Erholung in V-Form verlaufen könnte. Die UBS sagt für 2010 ein Wachstum von 3 Prozent voraus. Die Eurozone dagegen stagnierte im vierten Quartal 2009 nahezu. Die Prognosen für das Jahr 2010 liegen denn auch nur bei einem Wachstum von 1,5 Prozent. Sehr stark entwickelt sich die Wirtschaft in den Schwellenländern, wobei China tonangebend ist (Prognose für 2010: +10%).

Kontakte:
Caesar Lack, Economics & Swiss Research
Tel. +41 44 234 44 13

Carla Duss, Economics & Swiss Research
Tel. +41 44 234 21 19

UBS-Publikationen und Prognosen zur Schweiz: www.ubs.com/economicresearch