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UBS outlook 3. Quartal 2008 - Schweizer Industriekonjunktur noch nicht ausser Atem

Zürich / Basel | | Media Releases Switzerland

Die schweizerische Industrie läuft immer noch auf guten Touren. Zwar lässt die Wachstumsdynamik gemäss der neusten UBS-Umfrage langsam nach. Alle Indikatoren zum zweiten Quartal sowie die Erwartungen zum dritten bleiben aber im grünen Bereich.

Die Resultate der im Mai/Juni durchgeführten Umfrage von UBS bei rund 410 Unternehmen sind nach wie vor positiv. Zwar schrumpft die Zahl jener Firmen, die weitere Verbesserungen im Geschäftsgang sehen. Dass die Konjunktur aber noch nicht ausser Atem ist, belegen die anhaltend hohe Kapazitätsauslastung, weiterhin steigende Auftragseingänge und Umsätze sowie der weitere Personalzuwachs bei den Unternehmen.

Leicht nachgebender UBS-Konjunkturindikator
Der aus den Umfrageresultaten abgeleitete UBS-Konjunkturindikator als Trendbarometer für das Bruttoinlandprodukt lässt von hohem Niveau aus etwas nach. Mit 2,8% fürs zweite Quartal und 2,3% fürs dritte Quartal signalisiert er aber immer noch ein Wachstum der Schweizer Wirtschaft, das über dem längerfristigen Potenzial liegt. UBS Wealth Management Research rechnet im Jahresdurchschnitt 2008 mit 2,3% Wirtschaftswachstum, welches dann im Jahr 2009 auf 1,4% nachgeben sollte.

Positive Umfragewerte zum zweiten Quartal
Laut UBS-Umfrage ist der Anteil jener Firmen, die im zweiten Quartal von vermehrten Auftragseingängen profitierten, auf 30% geschrumpft. Firmen mit wachsenden Erträgen waren nur noch mit 7% in der Überzahl, und auch die Arbeitsvorräte expandierten weniger verbreitet als noch im Vorquartal. Alle diese Indikatoren blieben aber klar im positiven Bereich. Ebenfalls sehr gute Resultate ergaben sich zur Entwicklung von Personalbestand und Umsatz. Per Saldo haben im zweiten Quartal noch mehr als ein Viertel der befragen Industrieunternehmen ihre Belegschaft ausgebaut. Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass das Vertrauen der Unternehmen in die nähere Zukunft durchaus intakt ist.

Nahrungsmittel- und Uhrenindustrie mit den besten Resultaten
Um Vergleiche zwischen den einzelnen Branchen zu veranschaulichen, fasst UBS jeweils die Umfrageresultate zu Auftragseingang, Umsatz und Produktion in einen Gesamtindikator "Geschäftsgang" zusammen. Für das zweite Quartal erscheinen dabei die Uhren- und die Nahrungsmittelindustrie auf den obersten Rängen der Branchen-Rangliste. Während sich die Uhrenindustrie durch einen starken Umsatzzuwachs und vermehrte Auftragseingänge profilierte, brillierte die Nahrungsmittelindustrie mit der Produktionsausweitung. An dritter Stelle steht die Elektrobranche. Auf den hinteren Rängen figurieren die Holz- und Möbel- sowie die Textilindustrie, wo sich die Anteile der Firmen mit positiver und negativer Entwicklung von Auftragseingängen und Produktion die Waage halten.

Erwartungen bleiben im grünen Bereich
Der grundlegende Trend einer Verlangsamung der Industriekonjunktur wird sich gemäss den Erwartungen der von UBS befragten Unternehmen auch im dritten Quartal fortsetzen. Die Mehrheit der Firmen mit steigenden Auftragseingängen, wachsenden Umsätzen, zunehmenden Erträgen und expansiver Produktion wird zwar kleiner, es überwiegen aber weiterhin die positiven Tendenzen. Ähnlich wird die Entwicklung des Arbeitsvorrats und der Belegschaft beurteilt. Einzig bei der Ertragsentwicklung zeichnet sich im Mittel aller Industriebranchen eine Stagnation ab. Die Verkaufspreise dürften noch zulegen und die Unternehmen werden zusätzliches Personal einstellen; generell wird das Tempo aber etwas gemächlicher.

Kontakte:
Daniel Kalt, Leiter Economic & Swiss Research
Tel. +41 44 234 25 60

Felix Brill, Economic & Swiss Research
Tel. +41 44 234 35 54

UBS-Publikationen und Prognosen zur Schweiz: www.ubs.com/economicresearch

UBS-Konjunkturindikator und Bruttoinlandprodukt
(Veränderung zur Vorjahresperiode in %)

Daten (in %):