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UBS outlook 2. Quartal 2008 - Dynamik der Schweizer Industrie noch intakt

Zürich / Basel | | Media Releases Switzerland

Die Schweizer Industrie ist nach wie vor gut unterwegs. Gemäss der neusten UBS-Umfrage wird die Kapazitätsauslastung im zweiten Quartal sogar wieder auf 90,4% steigen. Allerdings lässt die Wachstumsdynamik langsam nach.

Die Resultate der Umfrage von UBS bei rund 340 Unternehmen sind nach wie vor erfreulich und zeugen von einer dynamischen, wenn auch etwas langsamer wachsenden Schweizer Wirtschaft. Die Kapazitätsauslastung in der Industrie lag im ersten Quartal bei 90,1% und wird fürs zweite Quartal sogar noch etwas höher veranschlagt.

Anhaltend fester UBS-Konjunkturindikator
Der aus den Umfrageresultaten abgeleitete UBS-Konjunkturindikator als Trendbarometer für das Bruttoinlandprodukt zeigt, dass die Dynamik der Schweizer Wirtschaft zwar ihren Zenit überschritten hat, aber nur allmählich nachlässt. Er deutet auf ein starkes erstes Quartal 2008 (+3,7% BIP-Jahreswachstum) und auf eine leichte Konjunkturverlangsamung im zweiten Quartal hin, wobei selbst dann noch ein Plus von rund 3% erwartet werden darf.

Erfreuliches erstes Quartal
Fast alle von UBS erfragten Indikatoren zum Geschäftsverlauf der Unternehmen entwickelten sich besser als Ende 2007 erwartet. So verbuchten per Saldo immer noch 41% der Firmen eine Steigerung der Auftragseingänge und fast 50% eine Erhöhung des Gesamtumsatzes. Hervorragend verliefen die Geschäfte im Inland; die Auftragseingänge wuchsen ohne wesentliche Abstriche weiter. Sehr erfreulich blieb die Entwicklung auch aus Sicht des Arbeitsmarktes: Seit einem Jahr stellen jedes Quartal per Saldo rund 30% der Firmen zusätzliche Mitarbeiter ein. Die Ertragsdynamik liess zwar im Vergleich zum Schlussquartal 2007 etwas nach, übertraf aber die zu Jahresbeginn skeptischeren Erwartungen deutlich.

Homogene Branchentendenzen
Im ersten Quartal war in der Uhrenindustrie der Anteil Firmen mit per Saldo steigenden Umsätzen, zunehmenden Erträgen, wachsenden Arbeitsvorräten und Preissteigerungen am grössten. Die Nahrungsmittelindustrie verzeichnete die positivste Entwicklung bei den Auftragseingängen, und die Textilbranche zeigte sich am zufriedensten mit den Exportaufträgen. In der Elektrobranche haben per Saldo die meisten Firmen ihr Personal ausgebaut. Andererseits konnten in dieser Branche aber auch die wenigsten Firmen Preissteigerungen durchsetzten. Das Schlusslicht bildete die Kunststoffbranche. In keiner Branche musste aber eine Mehrheit der Unternehmen eine Verschlechterung des Geschäftsgangs hinnehmen. Im Gesamtbild zeigt sich die Schweizer Branchenlandschaft recht homogen: Einzig die Nahrungsmittel- und die Uhrenindustrie wichen positiv und die Kunststoffbranche negativ um mehr als 10 Indexpunkte vom durchschnittlichen Geschäftsgang der Branchen ab.

Erwartungen nur leicht gedämpft
Die Schweizer Industrieunternehmen blicken weiterhin recht zuversichtlich in die nahe Zukunft und rechnen auch im zweiten Quartal mit einer guten Geschäftslage. Entsprechend planen sie, die Produktion und den Personalbestand weiter auszubauen. Die Teilnehmer an der UBS-Umfrage geben sich vorsichtig optimistisch zu Auftragslage und Umsatzentwicklung, und sie erwarten gar eine weitere leichte Erhöhung der Arbeitsvorräte und Erträge im zweiten Quartal. Allerdings dürften diese positiven Aussichten durch die jüngste Aufwertung des Frankens sowie den erwarteten Rückgang der globalen Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte etwas getrübt werden.

Kontakte:
Daniel Kalt, Leiter Economic & Swiss Research
Tel. +41 44 234 25 60

Felix Brill, Economic & Swiss Research
Tel. +41 44 234 35 54

UBS-Publikationen und Prognosen zur Schweiz: www.ubs.com/economicresearch

UBS-Konjunkturindikator und Bruttoinlandprodukt
(Veränderung zur Vorjahresperiode in %)

Daten (in %):