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UBS KMU Barometer 1. Quartal 2008 - KMU Konjunktur: Wachstum schaltet einen Gang zurück

Zürich / Basel | | Media Releases Switzerland

Das UBS KMU-Barometer zeigt ein positives Schlussquartal 2007 an. Die Konjunktur der Schweizer Klein- und mittelgrossen Unternehmen (KMU) hat sich auf hohem Niveau konsolidiert. Per Saldo stellte noch immer die Hälfte der Unternehmen eine Verbesserung des Geschäftsklimas fest. Die Erwartungen für das laufende erste Quartal sind weiterhin positiv, lassen aber eine leichte Abkühlung der KMU-Grosswetterlage erahnen. Generell scheinen die KMU leicht hinter ihren grösseren Konkurrenten nachzuhinken.

Zum Jahreswechsel wurden im Rahmen des KMU Barometers wiederum rund 500 kleine und mittelgrosse Unternehmen (KMU) - sowie für Vergleichszwecke 200 Grossunternehmen - in der Schweiz zu ihrem Geschäftsverlauf befragt. Insgesamt haben rund 510 Unternehmen ihre Einschätzung des vergangenen Quartals und die Erwartungen für das erste Quartal dieses Jahres mitgeteilt. UBS führt diese Umfrage im Auftrag des Schweizerischen Gewerbeverbandes quartalsweise durch.

Erfreuliches Schlussquartal 2007
Die Schweizer KMU-Landschaft hat sich im 4. Quartal 2007 auf hohem Niveau konsolidiert. Per Saldo stellte die Hälfte der befragten KMU eine Verbesserung des Geschäftsklimas fest. Dies ist ein gutes Ergebnis, auch wenn die KMU nicht ganz mit den Grossunternehmen mithalten konnten. Von den Grossunternehmen haben per Saldo rund 60% eine Verbesserung des Geschäftsklima erfahren. Die KMU profitierten von den nur leicht langsamer wachsenden Auftragseingängen. Anders als die Grossunternehmen, welche vor allem in den Exportmärkten über Erwarten viele neue Auftragseingänge verzeichneten, florierte bei den KMU vor allem die Inlandsnachfrage. Die Gewinnerwartungen der KMU wurden leicht übertroffen, der Arbeitsvorrat stieg per Saldo bei einem Drittel der KMU weiter. Rund ein Viertel der KMU vergrösserte den Personalbestand. Auch hier wurden die Erwartungen übertroffen, doch konnten die KMU darin bei weitem nicht mit den Grossunternehmen mithalten: Per Saldo vergrösserten 61% der Grossunternehmen ihre Belegschaft.

Die Gegenüberstellung der KMU aus dem Dienstleistungssektor und jener aus der Industrie zeigt, dass die Dienstleister in Bezug auf Auftragseingänge und Umsätze gegenüber den industriellen KMU leicht die Nase vorn hatten. Sie profitierten von der hervorragenden Binnenkonjunktur und stellten vermehrt steigende Preise und wachsende Gewinne fest. In Bezug auf die Entwicklung von Personalbestand und Arbeitsvorrat waren die Unterschiede gering.

Wachstum schaltet einen Gang zurück
Die Erwartungen für das erste Quartal des laufenden Jahres sind immer noch positiv, obwohl das Wachstum der meisten erfragen Indikatoren etwas moderater ausfallen dürfte. Nach wie vor erwartet per Saldo mehr als ein Drittel der befragten KMU eine Steigerung der Auftragseingänge und über 40% erwarten höhere Umsätze. Die Gewinnerwartungen sind eher gedämpft: Per Saldo gehen lediglich noch 17% der KMU davon aus, dass im Jahresvergleich die Gewinne gesteigert werden können. Hingegen zeigen die Preiserwartungen klar nach oben: Per Saldo rechnen 51% der KMU mit steigenden Verkaufspreisen, wobei dieser Trend vor allem bei den Dienstleistern feststellbar ist (Saldo: +62%). Im Vergleich dazu liegt der Anteil der Firmen, welche von höheren Absatzpreisen ausgehen, bei den industriellen KMU bei 29% und bei den Grossunternehmen insgesamt bei 31%.

Zusammenfassend deutet die Umfrage im ersten Quartal 2008 auf eine Abkühlung der konjunkturellen KMU-Grosswetterlage hin. Der positive Grundtrend scheint aber weiterhin intakt zu sein.

UBS KMU Barometer

Bemerkungen: schwarze Balken = realisierte Werte der vergangenen Quartale; schraffiert = Erwartungen für das laufende Quartal; Saldi der "Zunahme-" und "Abnahme"-Meldungen (Vorjahresvergleich) gemäss UBS-Umfrage; Geschäftsklima = Durchschnitt Saldomeldungen zu Auftragseingang und Umsatz

Erläuterungen zur Methodik des UBS KMU-Barometers
Das UBS KMU-Barometer basiert auf einer Auswertung der seit 1975 durchgeführten UBS-Umfrage in der Industrie, die ab dem 3. Quartal 2006 um Dienstleistungsbetriebe ergänzt wurde. Neu werden quartalsweise rund 700 Betriebe (500 KMU und 200 Grossunternehmen) befragt, die einen repräsentativen Querschnitt der schweizerischen Volkswirtschaft darstellen. Dabei werden jene Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten den KMU zugerechnet. Berichtet wird für die Unternehmens-Gesamtheit der Saldo des aktuellen und des erwarteten Geschäftsklimas, der Beschäftigung, der Verkaufspreise sowie der Gewinne. Diese Indikatoren werden als gewichteter Durchschnitt der jeweiligen Sektorergebnisse (Industrie resp. Dienstleistungen) ausgewiesen, wobei die gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfungsanteile dieser Sektoren aus dem Jahr 2005 für die Gewichtung herangezogen werden. Befragung und Auswertung erfolgen mittels sogenanntem Diffusionsindex: Der Saldo pro Indikator enstpricht der Differenz des Anteils der Unternehmen mit positiver bzw. negativer Trendmeldung. Er vermittelt daher keine prozentualen Veränderungsraten. Um nicht nur eine Aussage zur Entwicklung der KMU-Konjunktur im Zeitverlauf, sondern auch im Vergleich zu Grossunternehmungen treffen zu können, wurde auch ein entsprechender Vergleichsindikator konstruiert. Er ist definiert als Saldo des Geschäftsklimas der KMU abzüglich des Saldos für Grossunternehmungen. Ein Anstieg deutet, unabhängig von der absoluten Konjunktursituation, auf eine relative Verbesserung der KMU im Vergleich zu Grossunternehmungen hin, und umgekehrt.

Appendix: UBS KMU-Barometer in Zahlen

Kontakte:

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Economic & Swiss Research

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Economic & Swiss Research

Tel. +41 44 234 21 19

Schweizerischer Gewerbeverband (SGV)

Dr. Rudolf Horber

Politischer Sekretär SGV / Mitglied der Geschäftsleitung SGV

Tel. +41 31 380 14 34

Edgar R. Minder

Mediensprecher SGV

Tel. +41 31 380 14 41

* Der Schweizerische Gewerbeverband SGV ist der Dachverband der KMU. Er wurde 1879 gegründet und ist heute der grösste Wirtschaftsverband der Schweiz. Der SGV setzt sich für die Interessen der rund 300'000 KMU ein, die zum grossen Teil in seinen rund 250 Branchen- und Berufsverbänden sowie den branchenübergreifenden kantonalen Gewerbeverbänden organisiert sind.