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UBS Lohnumfrage 2008: Lohnrunde 2008 - Reallohnsteigerung um 1,4% erwartet

Zürich / Basel | | Media Releases Switzerland

Gemäss der jüngsten Lohnumfrage von UBS werden die Nominallöhne in der Schweiz nach der diesjährigen Lohnrunde im Jahr 2008 um 2,4% steigen. Da UBS für 2008 eine Teuerung um 1,0% erwartet, dürfte im kommenden Jahr eine reale Aufbesserung der Basissaläre um 1,4% resultieren. Laut den befragten Unternehmen betrug 2007 die effektive Steigerung der Nominallöhne 2%. UBS rechnet für das laufende Jahr mit einer Teuerung von 0.7%. Somit konnten die Arbeitnehmer bereits dieses Jahr von einem Reallohnwachstum von 1,3% profitieren. Dies sind die Hauptergebnisse der 19. UBS Lohnumfrage, die jährlich bei Unternehmen aus 19 Branchen in der Schweiz durchgeführt wird.

Grösster Lohnzuwachs bei Pharma und Chemie
Die höchsten Lohnabschlüsse werden dieses Jahr in der Pharma- und Chemiebranche (2.8%) sowie in den kantonalen Verwaltungen und im Bau mit je 2,7% erwartet. Fast ebenso hoch sind die Erwartungen der befragten Betriebe in der IT sowie in der Metall- und Maschinenbranche (je 2,6%). Mit einem Wachstum der Nominallöhne von 2,5% rechnen die Unternehmen in den Sektoren Energie, Versicherung, Telekommunikation sowie im Bankensektor. Die bescheidensten Lohnentwicklungen werden in der Textilbranche (1,3%), in den Medien und in Druck und Graphik (1,8%) erwartet. Diese Angaben beziehen sich auf die Basissaläre unter Ausklammerung von allfälligen erfolgsabhängigen, nicht garantierten Lohnkomponenten (Bonuszahlungen).

Rund 75% der befragten Unternehmen verfügen über Bonussysteme. Davon rechnen rund 31% in der Industrie, respektive 26% der befragten Dienstleister, für 2008 mit höheren Boni. Demgegenüber gehen 7% der befragten Unternehmen in der Industrie und 22% der Dienstleister von rückläufigen Bonuszahlungen aus. Das effektive Wachstum der Gesamtlöhne dürfte also die Zunahme von 2,4% bei den Basislöhnen übertreffen.

Personenfreizügigkeit hilft bei Engpässen
Im Hinblick auf die Personenfreizügigkeit bestätigen viele Unternehmen, dass ihnen die Rekrutierungsmöglichkeiten im Ausland geholfen haben, Engpässe im Schweizer Arbeitsmarkt zu überwinden. Vor allem wurden gut qualifizierte Arbeitskräfte aus dem EU-Raum eingestellt. Laut den Befragten hat sich dieser Zustrom an Arbeitnehmern aus dem Ausland aber kaum auf die Lohnentwicklungen in der Schweiz ausgewirkt.

Gute Aussichten für den Privatkonsum
Bezüglich der künftigen konjunkturellen Entwicklung äusserten sich die Umfrageteilnehmer weiterhin optimistisch und gehen mehrheitlich von einem anhaltenden Aufschwung aus. Dies zeigt sich in den Erwartungen zur Entwicklung der Personalbestände: 49% der befragten Unternehmen planen den Personalbestand auszuweiten, während nur 15% von einer Reduktion der Belegschaft ausgehen. Eine weitere Beschäftigungszunahme und die erwarteten Reallohnsteigerungen wirken sich günstig auf das verfügbare Einkommen der Haushalte aus. Dies sollte die Konsumausgaben auch in den kommenden Monaten stützen. Insgesamt rechnet UBS deshalb mit einem realen Zuwachs des Privatkonsums von 2,0% im kommenden Jahr.

UBS führt diese Lohnumfrage auf jährlicher Basis durch. Die aktuelle Befragung wurde zwischen dem 5. September und dem 23. Oktober 2007 bei rund 100 Unternehmen, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden aus 19 Branchen durchgeführt. Diese beschäftigen 64% der arbeitenden Bevölkerung in der Schweiz. In den Jahren 1990 bis 2006 wichen die durch die Umfrage geschätzten Lohnsteigerungen im Durchschnitt nur um 0,26% vom Durchschnitt der offiziellen, vom Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichten Lohnstatistiken (Nominallohnindex und GAV) ab.

Die detaillierten Resultate der UBS Lohnumfrage 2008 können unter folgendem Link im Internet abgerufen werden: www.ubs.com/research.

Kontakte:

Daniel Kalt, Leiter Economic & Swiss Research
Tel. +41 44 234 25 60

Felix Brill, Economic & Swiss Research
Tel. +41 44 234 35 54

Nominallohnerhöhungen in ausgewählten Schweizer Branchen (in %)

Tatsächl. Entwicklung 2007 Median

Ergebnis Lohnumfrage 2008 Median

Pharmazeutische, Chemische Industrie

2.1

2.8

Kanton

2.2

2.7

Bauwirtschaft

1.6

2.7

Maschinen, Elektrotechnik, Metall

2.3

2.6

IT Branche

2.0

2.6

Energie

2.5

2.5

Banken

2.5

2.5

Telekommunikation

2.0

2.5

Versicherungen

2.4

2.5

Uhren

2.2

2.3

Detailhandel

2.3

2.2

Transport

2.0

2.1

Gastgewerbe

1.8

2.0

Automobil

2.0

2.0

Nahrungsmittelindustrie

1.4

2.0

Bund

1.2

2.0

Druck und Grafik

1.1

1.8

Medien

1.3

1.8

Textil- und Bekleidungsindustrie

2.5

1.3

Gesamtwirtschaft

2.0

2.4