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UBS outlook 4. Quartal 2007 - Schweizer Industrie läuft an Kapazitätsgrenzen
Der Geschäftsgang der Schweizer Industrie läuft weiterhin auf Hochtouren. Die Kapazitätsauslastung hat gemäss neuster UBS-Umfrage vom September einen Höchststand erreicht. Für das laufende Quartal überwiegt weiterhin Zuversicht.
Der solide Auftrieb der Schweizer Industrie hielt im dritten Quartal dieses Jahres unvermindert an. Dies geht aus der UBS-Umfrage vom September 2007 bei rund 340 Unternehmen hervor. Auch in das laufende Quartal werden optimistische Erwartungen gesetzt.
UBS-Konjunkturindikator zeigt solides Wirtschaftswachstum an
Der aus der Umfrage abgeleitete UBS-Konjunkturindikator veranschlagt für das dritte und vierte Quartal weiterhin hohe Jahreswachstumsraten der Schweizer Wirtschaft von über 2,5%. Indem er seit Jahresbeginn die inzwischen erfolgten Revisionen der offiziellen BIP-Quartalsschätzungen nach oben vorweg genommen hat, bestätigte sich seine Eigenschaft als zuverlässiges Trendbarometer des realen Bruttoinlandprodukts.
Kapazitätsauslastung auf Höchststand
61% der Umfrageteilnehmer meldeten für das dritte Quartal einen besseren Geschäftsgang, der als Mittelwert der Indikatoren Bestellungseingang, Umsatz und Produktion errechnet wird. Besonders lebhaft waren die Exportaufträge (Zunahme bei 52% der Betriebe), aber auch die Inlandnachfrage (41% Zunahme-Meldungen) blieb rege. Mit 91,4% waren die Produktionskapazitäten stärker denn je ausgelastet. 40% der befragten Unternehmen rekrutierten zusätzliches Personal, und nur 12% mussten die Beschäftigung reduzieren.
Etwas nachlassende Ertragsdynamik
Die Erwartungen zum Geschäftsgang im vierten Quartal 2007 sind nur wenig gedämpft. Daher gehen die Unternehmen per Saldo auch von einer weiteren Erhöhung ihrer Verkaufspreise aus. Gleichzeitig machen sich allerdings teurere Vorleistungen und höhere Personalkosten zunehmend bemerkbar. Das in jüngster Zeit beachtliche Gewinnwachstum dürfte damit einen leichten Dämpfer erfahren. Immerhin gehen aber 38% der Befragten von höheren und nur 18% von im Jahresvergleich tieferen Unternehmensgewinnen aus.
Nach Branchen breit abgestütztes Wachstum
Das insgesamt weiterhin erfreuliche Konjunkturbild der Schweizer Industrie präsentiert sich nach Branchen etwas differenzierter. Im dritten Quartal stachen die Uhrenindustrie, Chemie/Pharma sowie Holz und Möbel mit einem überdurchschnittlichem Geschäftsgang hervor, während die Kunststoff- und die Nahrungsmittelindustrie hinterher hinkte. Besonders optimistisch für das vierte Quartal sind die Exponenten der Textil-, Uhren- und Papierindustrie. Am zurückhaltendsten ist man hingegen in der Kunststoffindustrie.
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