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UBS KMU-Barometer 3. Quartal 2007 - KMU-Konjunktur startet durch

Zürich / Basel | | Media Releases Switzerland

Die Schweizer KMU bleiben im konjunkturellen Aufwind. Dies belegt das neuste UBS KMU-Barometer, welches im Juni bei rund 500 Betrieben erhoben wurde. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass sich das Wachstum im zweiten Quartal leicht beschleunigt hat. Volle Auftragsbücher und hohe Auftragseingänge deuten auf intakte Wachstumsperspektiven der KMU im dritten Quartal hin.

Der breit abgestützte Aufschwung bei den kleinen und mittelgrossen Unternehmen (KMU) setzte sich auch im zweiten Quartal dieses Jahres fort. Sowohl Dienstleitstungs- wie Industriebetriebe verzeichneten gegenüber dem Vorjahr zum Teil deutliche Zuwächse von Auftragseingang, Arbeitsvorrat und Umsatz. Das Geschäftsklima hat sich gegenüber dem ersten Quartal weiter verbessert. Dies geht aus der Juni-Umfrage bei rund 500 Betrieben mit weniger als 250 Mitarbeitern hervor, die UBS in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Gewerbeverbandes durchgeführt hat. Gemäss Einschätzungen der Umfrageteilnehmer wird sich das Geschäftsklima zwischen Juli und September nochmals eine Spur verbessern.

Beschleunigtes Wachstumstempo im zweiten Quartal
Gemäss den Umfrageergebnissen vom Juni erwies sich der Aufschwung als lebhafter, als noch im März erwartet worden war. Zwar entwickelte sich die Exportnachfrage im Einklang mit den Annahmen. Für zusätzliche Impulse sorgte aber die deutlich über Erwarten ausgefallene Binnennachfrage. Es fällt auf, dass Dienstleistungsbetriebe stärker vom Aufschwung mitgetragen wurden als die Industrieunternehmen. Während per Saldo über 31% der befragten Industriebetriebe eine weitere Verbesserung ihres Geschäftsklimas verzeichneten, waren es bei den Dienstleistern gar deren 52%. Ferner liessen sich die Verkaufspreise erneut anheben, was die Ertragslage zusätzlich verbessert hat. Die hohen Arbeitsvorräte machten eine weitere Aufstockung des Personalbestandes erforderlich. So lag die Beschäftigtenzahl Ende Juni per Saldo bei 17% der Umfrageteilnehmer über dem Vorjahresstand. Die Rekrutierung verschob sich dabei vermehrt von den Industrie- zu den Dienstleistungsbetrieben.

Anhaltender Auftrieb schafft Lehrstellen
Die gesteigerten Auftragseingänge sowie die hohen Arbeitsvorräte per Ende Juni deuten darauf hin, dass sich der Aufwärtstrend im dritten Quartal praktisch ungebrochen fortsetzen wird. Die befragten KMU rechnen damit, dass sie Umsatz und Ertrag auch im Zeitraum Juli bis September auf dem hohen Niveau der vergangenen Monate halten können. Die befragten Dienstleister sind diesbezüglich im Vergleich zu den Industriebetrieben deutlich optimistischer. Zwar zeichnet sich ab, dass die Nachfrage aus dem Ausland solide bleiben wird. Zusätzliche Impulse sind jedoch vom Inlandmarkt zu erwarten. Dank vollen Auftragsbüchern, und um der wachsenden Nachfrage Herr zu werden, beabsichtigt per Saldo jeder fünfte Betrieb, die Belegschaft weiter aufzustocken. Dabei werden nicht nur erfahrene Fachkräfte rekrutiert, sondern auch vermehrt Lehrlinge ausgebildet: Während 16% der befragten KMU in diesem Herbst mehr Lehrstellen anbieten, planen lediglich 5% ihren Lehrlingsbestand zu straffen. Ferner sieht per Saldo jede fünfte Fima erhöhten Spielraum, die teurer gewordenen Vorleistungen auf die Verkaufspreise überwälzen zu können. Dies ist ein weiteres Indiz für die Erwartung einer anhaltend hohen Nachfragedynamik.

UBS KMU-Barometer

Bemerkungen: schwarze Balken = realisierte Werte der vergangenen Quartale; schraffiert = Erwartungen für das laufende Quartal; Saldi der "Zunahme-" und "Abnahme"-Meldungen (Vorjahresvergleich) gemäss UBS-Umfrage; Geschäftsklima = Durchschnitt Saldomeldungen zu Auftragseingang und Umsatz

Erläuterungen zur Methodik des UBS KMU-Barometers
Das UBS KMU-Barometer basiert auf einer Auswertung der seit 1975 durchgeführten UBS-Umfrage in der Industrie, die ab dem 3. Quartal 2006 um Dienstleistungsbetriebe ergänzt wurde. Neu werden quartalsweise rund 700 Betriebe (500 KMU und 200 Grossunternehmen) befragt, die einen repräsentativen Querschnitt der schweizerischen Volkswirtschaft darstellen. Dabei werden jene Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten den KMU zugerechnet. Berichtet wird für die Unternehmens-Gesamtheit der Saldo des aktuellen und des erwarteten Geschäftsklimas, der Beschäftigung, der Verkaufspreise sowie der Gewinne. Diese Indikatoren werden als gewichteter Durchschnitt der jeweiligen Sektorergebnisse (Industrie resp. Dienstleistungen) ausgewiesen, wobei die gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfungsanteile dieser Sektoren aus dem Jahr 2005 für die Gewichtung herangezogen werden. Befragung und Auswertung erfolgen mittels sogenanntem Diffusionsindex: Der Saldo pro Indikator enstpricht der Differenz des Anteils der Unternehmen mit positiver bzw. negativer Trendmeldung. Er vermittelt daher keine prozentualen Veränderungsraten. Um nicht nur eine Aussage zur Entwicklung der KMU-Konjunktur im Zeitverlauf, sondern auch im Vergleich zu Grossunternehmungen treffen zu können, wurde auch ein entsprechender Vergleichsindikator konstruiert. Er ist definiert als Saldo des Geschäftsklimas der KMU abzüglich des Saldos für Grossunternehmungen. Ein Anstieg deutet, unabhängig von der absoluten Konjunktursituation, auf eine relative Verbesserung der KMU im Vergleich zu Grossunternehmungen hin, und umgekehrt.

Appendix: UBS KMU-Barometer in Zahlen

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UBS-Publikationen und Prognosen zur Schweiz: www.ubs.com/economicresearch