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UBS erwartet starkes Wachstum der Schweizer Wirtschaft

Zürich / Basel | | Media Releases Switzerland

Die Schweizer Wirtschaft befindet sich zur Zeit in blendender Form. Für die kommenden Quartale deuten die Vorlaufindikatoren eine anhaltend starke Dynamik an. Deshalb erhöht UBS die Wachstumsprognose für 2007 auf 2,6% und für 2008 auf 2,3%.

Die Schweizer Wirtschaft hat in den ersten drei Monaten des Jahres ihren Höhenflug fortgesetzt. Das reale Bruttoinlandprodukt ist auf das Jahr hochgerechnet mit 3,2% expandiert. Dies war der stärkste Anstieg seit dem 3. Quartal 2005 und lag deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Zuversichtlich stimmt nicht nur die Stärke, sondern auch die breite Abstützung der Wirtschaftsaktivität. Die meisten Konjunkturindikatoren deuten auf eine anhaltend positive Dynamik hin. So ist die Erholung auf dem Arbeitsmarkt in vollem Gange und dürfte in den kommenden Monaten weiter anhalten. Die damit einhergehende Beschäftigungszunahme und die in diesem Umfeld zu erwartenden Reallohnsteigerungen wirken sich günstig auf das verfügbare Einkommen der Haushalte aus. UBS ist darum zuversichtlich, dass der Privatkonsum die Konjunktur weiter stützen wird. Auch die Ausrüstungsinvestitionen sollten in den nächsten Quartalen kräftig zulegen, wofür die sehr hohe Kapazitätsauslastung in der Industrie und die gute Auftrags- und Gewinnlage sprechen. Vom Aussenhandel dürften ebenfalls positive Impulse zu erwarten sein. Dafür sprechen das anhaltend gute Weltwirtschaftswachstum sowie die im Zuge der Frankenabwertung weiter gestiegene Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft. Insgesamt erwarten die UBS-Ökonomen deshalb ein reales BIP-Wachstum von 2,6% (zuvor 1,8%) im laufenden und 2,3% (zuvor 2,0%) im nächsten Jahr.

Trotz der aktuell starken Wirtschaftsdynamik und der Frankenschwäche gegenüber dem Euro bleiben die mittelfristigen Aussichten auf niedrige Inflationsraten intakt. Dafür sprechen insbesondere strukturelle Faktoren wie der verstärkte Wettbewerb im Schweizer Binnenmarkt sowie die weitere Öffnung des Arbeitsmarktes gegenüber EU-Bürgern. Insgesamt rechnet UBS damit, dass die Konsumentenpreise 2007 um 0,4% und 2008 um 0,8% ansteigen werden.

Angesichts des starken binnenwirtschaftlichen Wachstums dürfte die Schweizerische Nationalbank ihren Kurs der graduellen geldpolitischen Normalisierung weiter fortführen. UBS rechnet mit zwei weiteren Zinsschritten um je 25 Basispunkte im September und Dezember, was die Mitte des Zielbandes für den Dreimonats-Libor bis Ende 2007 auf 3,0% bringen würde.

Contact:

Daniel Kalt

Head of Swiss Economic Research

Tel. +41-44-234 25 60

Felix Brill

Economic & Swiss Research

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UBS-Publikationen und Prognosen zur Schweiz: www.ubs.com/economicresearch