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UBS outlook 2. Quartal 2007 - Industriekonjunktur schaltet einen Gang tiefer

Zürich / Basel | | Media Releases Switzerland

Die Schweizer Industrie bleibt im konjunkturellen Aufwind. Die Ergebnisse der neusten UBS-Umfrage vom März deuten jedoch auf eine leichte Wachstumsverlangsamung hin.

Nach dem kräftigen Aufschwung der Schweizer Industrie trat im ersten Quartal des laufenden Jahres eine Wachstumsberuhigung ein. Für das zweite Quartal wird eine Stabilisierung der Wachstumsdynamik auf allerdings weiterhin hohem Niveau erwartet. Dies geht aus der UBS-Umfrage vom März 2007 bei rund 340 Unternehmen hervor.

UBS-Konjunkturindikator verharrt auf hohem Niveau
Der aus der Umfrage abgeleitete UBS-Konjunkturindikator ist ein bisher sehr zuverlässiges Trendbarometer des realen Bruttoinlandprodukts (BIP). Mit weiterhin rund 3% Jahreswachstum zeigt er für die ersten beiden Quartale 2007 einen günstigeren Verlauf an, als es der Trend der offiziellen, aber noch provisorischen Daten der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung vermuten lassen.

Weiterhin klar im grünen Bereich
Im 1. Quartal wiesen Bestellungseingang, Umsatz, Produktion und Ertrag etwas geringere Saldowerte auf als im Schlussquartal 2006. Sie blieben jedoch klar im positiven Bereich. Insgesamt meldeten gut die Hälfte der Umfrageteilnehmer höhere Auftragseingänge und gar 60% eine Zunahme von Produktion und Umsatz. Dank anziehender Verkaufspreise verbesserte sich die Ertragslage weiter, bei allerdings nachlassender Dynamik. Die hohen Arbeitsvorräte machten eine Aufstockung des Personalbestands erforderlich. So lag die Beschäftigtenzahl im März bei 41% der befragten Unternehmen über dem Vorjahresstand, und nur 13% mussten die Belegschaft abbauen. Die Produktionsanlagen blieben mit 88,2% weit überdurchschnittlich ausgelastet.

Kosten dämpfen Ertragsverbesserung
Aufgrund der nach wie vor robusten, wenn auch leicht weniger dynamischen Nachfrage rechnen die von UBS befragten Unternehmen im 2. Quartal mit einer anhaltend positiven Entwicklung aller Indikatoren. Der Nachfrageüberhang ermöglicht es binnen- wie auch exportorientierten Unternehmungen vermehrt, ihre Verkaufspreise zu erhöhen. Dennoch wird sich die Ertragslage in bescheidenerem Umfang verbessern, da gleichzeitig steigende Preise für Vorleistungen und höhere Personalkosten auf die Gewinne drücken.

Nicht alle Branchen optimistisch gestimmt
Nach einem enttäuschenden ersten Quartal rechnen die Betriebe der Kunststoff-, Holz- und Möbelindustrie sowie des Druck- und Grafikgewerbes auch für die nächsten Monate mit einem unterdurchschnittlichen Geschäftsverlauf. Am optimistischsten gestimmt sind hingegen die exportorientierten Industriezweige Uhren, Chemie/Pharma sowie Metall. Auch die Maschinen- und die Papierindustrie erwarten einen dynamischen Geschäftsgang.

Kantone in Wachstumsbranchen sehr unterschiedlich positioniert

Ebenfalls in der aktuellen Ausgabe 2. Quartal 2007 zeigt "UBS outlook" das längerfristige Wachstumspotenzial der Kantone aufgrund ihres Branchenmix auf. Je stärker die kantonale Wirtschaft auf Wachstumsbranchen orientiert ist und je besser sie darin diversifiziert ist, desto günstiger erscheinen ihre längerfristigen Aussichten. Aus dieser Optik sind die beiden Basel, Schaffhausen, Solothurn, Zürich und Aargau am besten positioniert. In einer schwierigeren Ausgangslage befinden sich dagegen die Halbkantone Ob- und Nidwalden sowie Appenzell Ausserrhoden.

UBS-Konjunkturindikator und Bruttoinlandprodukt
(Veränderung zur Vorjahresperiode in %)

Daten (in %):

Kontakte:

Daniel Kalt, Economic & Swiss Research

Tel. +41-44-234 25 60

Karin Schefer, Economic & Swiss Research

Tel. +41-44-234 43 94

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