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Klimawandel - ein heisses Thema

Zürich/Basel | | Media Releases Switzerland

Wissenschaftler erwarten für 2007 die höchsten Jahrestemperaturen seit Beginn der Aufzeichnungen. UBS Wealth Management Research legt in ihrer aktuellen Studie dar, inwieweit der Klimawandel die Anleger tangiert.

Der von Wealth Management Research publizierte «UBS Research Focus» analysiert die neuesten Erkenntnisse zum Klimawandel und die entsprechenden Konsequenzen für einzelne Branchen, beleuchtet die grössten Anlagechancen und -risiken und verdichtet das umfangreiche Datenmaterial zu konkreten Empfehlungen für die Anlagestrategie. Diese Leitplanken werden Anlegern helfen, mit den spürbar werdenden Auswirkungen des Klimawandels umzugehen.

«Treibhausökonomie»
Technologien zur Senkung des Ausstosses an Treibhausgasen existieren zwar bereits, doch fehlen Anreize zur Emissionsbegrenzung auf globaler Ebene fast völlig. Inwieweit sich die Klimaveränderung eindämmen lässt und welche Anlagechancen und -risiken in diesem Zusammenhang entstehen, wird deshalb hauptsächlich durch die zukünftigen gesetzlichen Rahmenbedingungen bestimmt werden.
Dafür sprechen drei Gründe:

  • Der Anstieg von Treibhausgaskonzentrationen ist die Folge eines Marktversagens. Derzeit bringen Treibhausgasemissionen für ihre Verursacher noch fast keine Kosten mit sich.

  • Wettbewerbsfähige Alternativen zu fossilen Brennstoffen sind nur wenige vorhanden.
    Viele erneuerbare Energiequellen, Energiespartechnologien und -dienstleistungen, die den Klimawandel abschwächen könnten, sind weiterhin mit höheren Kosten verbunden als Produktionsverfahren mit Erdöl, Ergas und Kohle.

  • Die nationale Energieversorgung hat einen hohen strategischen Stellenwert.

Die Bekämpfung der Grundursachen von globaler Erwärmung wird immer mehr zu einem Anliegen weiter Teile der Bevölkerung. Dies - in Verbindung mit strengeren gesetzlichen Auflagen für Treibhausgasemissionen - spricht dafür, die im Umfeld des Klimawandels und dessen Bekämpfung entstehenden Anlagechancen aktiv zu nutzen.

Gewinner und Verlierer des Klimawandels sind nicht immer klar
Um einem durch strengere gesetzliche Vorschriften verursachten Kostenanstieg entgegenzuwirken, können Industriezweige mit hohem Treibhausgasausstoss Investitionen in CO2-ärmere Technologien und Projekte tätigen, mit Emissionsrechten handeln oder aber über Lobbying Gesetzesentwürfe abblocken und die Gültigkeit bestehender Vorschriften anfechten. Unternehmen aus umweltbelastenden Branchen, die selber wenig Treibhausgase produzieren, haben daher eine bessere Ausgangslage. Treibhausgasvorschriften dürften sich zudem negativ auf die Hersteller schadstoffreicher oder umweltschädlicher Produkte auswirken.

Branchen, deren Aktivität von klimatischen Bedingungen abhängig ist, tragen ein hohes Risiko, ebenso jene, deren Betrieb bei extremen Wetterverhältnissen unterbrochen werden muss. Dazu zählen die Landwirtschaft, Fischerei, Forstwirtschaft, Wasserversorgung, wasserintensive Betriebe, daneben aber auch der Tourismus, das Gesundheitswesen, die Versicherungen sowie sturmgefährdete Tätigkeiten wie zum Beispiel die Erdölförderung auf hoher See.

Risiken
Der künftige Klimawandel birgt unter anderem folgende einzeln oder kombiniert auftretende Risiken für Unternehmen und Branchen: stärkere Regulierung, höhere Wertminderungen von Liegenschaften und Sachanlagen, Ertragsausfälle, Rufschädigung.

Chancen
Je mehr Anreize bestehen, die Treibhausgasemissionen einzuschränken, desto grössere Anlagechancen ergeben sich im Umfeld des Klimawandels und dessen Eindämmung. Die entsprechenden Anlagemöglichkeiten lassen sich grob in zwei Kategorien unterteilen:

  • Produkte und Prozesse zur Verbesserung der Energieeffizienz und

  • Erschliessung erneuerbarer/CO 2 -armer Energiequellen.

Diese Bereiche mit ihren spezifischen Anlagemöglichkeiten innerhalb der Branche sind ideal positioniert, um vom Klimawandel und den diesbezüglichen Gesetzesänderungen zu profitieren.

Kontakt:

Kurt E. Reiman

Head Thematic Research

Tel. +41-44-234 85 00