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UBS outlook 1. Quartal 2007 - Schweizer Branchen sehr gut in Form

Zürich / Basel | | Media Releases Switzerland

2006 war für fast alle Branchen der Schweizer Wirtschaft ein ausgezeichnetes Geschäftsjahr. Etwas verhaltener, aber weiterhin positiv werden die Aussichten für 2007 eingestuft. Der Finanzsektor sowie die Elektro-, Chemie- und Uhrenindustrie erwarten die stärksten Impulse. Dies ergibt eine breit angelegte Umfrage von UBS bei mehr als 4200 Unternehmen aus 27 Haupt- und 95 Subbranchen.

Am starken Wachstum der Schweizer Wirtschaft hatten 2006 praktisch alle Branchen Teil. Gemäss der jüngsten umfassenden Unternehmensbefragung von UBS erwies sich das vergangene Geschäftsjahr in allen Kriterien - Entwicklung von Umsatz, Ertrag, Verkaufspreisen, Personalbestand und Investitionen - als eines der besten der letzten Jahrzehnte. Die stärksten Umsatztrends meldeten die Unternehmen in den Branchen Pharma, Elektroindustrie, Chemie und Metallindustrie. Auch die Uhrenindustrie vermochte selbst nach der mehrjährigen Hausse in der Spitzengruppe mitzuhalten, ebenso die Banken. Bemerkenswerte Vorstösse gelangen dem Grosshandel, dem Tourismus sowie den Architektur- und Ingenieurbüros. Nur mit einem knappen Umsatzplus schlossen die Unternehmen der Telekommunikationsbranche das Geschäftsjahr 2006 ab.

Beschleunigtes Ertragswachstum
Mit der blühenden Umsatzkonjunktur ging 2006 ein festeres Gewinnwachstum einher. Gemäss UBS-Umfrage verzeichneten die Telekom-Firmen als einzige Branche einen Rückgang, der nebst den stockenden Umsätzen auch einem Investitionsschub in neue Technologien zuzuschreiben war. Das Gesundheits- und Sozialwesen sowie das Autogewerbe blieben ebenfalls weit hinter dem Ertragstrend aller in der Umfrage erfassten Branchen zurück. An vorderster Front standen erneut die Unternehmen aus dem Finanzdienstleistungs-, Pharma- und Chemie-Sektor. Überdurchschnittlich stark schnitten auch die Produzenten von Investitionsgütern ab, deren Exportgeschäft durch den vorteilhaften Frankenkurs zusätzliche Erträge einbrachte.

Preisdruck lässt nach
Der seit 2002 anhaltende Druck auf die Verkaufspreise hat letztes Jahr nachgelassen. Trotz weiterhin intensiver Konkurrenz erlaubte es die feste Nachfrage, die erhöhten Kosten für Energie, Rohstoffe und Personal wenigstens teilweise auf die Abnehmer zu überwälzen. Im Falle der Exportindustrie hob auch der zum Euro schwache Franken die in Franken ausgedrückten Preise an. Im Branchenquervergleich verlief die Preistendenz allerdings weiterhin sehr heterogen. Immerhin noch acht der von der UBS-Umfrage erfassten 27 Branchen erlebten einen anhaltenden Preisdruck - am stärksten in der Telekommunikation. Auch im Detailhandel resultierte aus dem Preiskampf der Grossverteiler ein tieferes Niveau. Am deutlichsten konnten Unternehmensdienstleister, Uhrenproduzenten, Immobilienfirmen, Autogewerbe sowie Freitzeitanbieter ihre Ansätze bzw. Preise anheben.

Man spricht wieder von Personalknappheit
Eine grosse Mehrheit der Betriebe konnte die gute Auftragslage nur mit zusätzlichem Personal bewältigen, und nicht selten stiessen sie mit ihrem Bedarf am Arbeitsmarkt an Grenzen. Gemäss UBS-Umfrage musste einzig in der Telekommunikationsbranche sowie im Detailhandel per Saldo Personal abgebaut werden, während in allen anderen Branchen teils kräftig aufgestockt wurde. Besonders expansiv waren die Uhrenhersteller, die eigentliche Engpässe zu schliessen hatten, sowie die Banken, Informatikdienstleister und Investitionsgüter-Produzenten.

Normalisierung für 2007 angesagt
Das absehbare schwierigere weltwirtschaftliche Umfeld dämpft zwar die Erwartungen der Unternehmen in fast allen Branchen. In ihrer grossen Mehrheit setzen sie gemäss UBS-Umfrage aber auf einen anhaltend positiven Trend für das Jahr 2007. Ausgehend von den erreichten, als erfreulich hoch eingestuften Niveaus von Umsatz und Ertrag darf die Annahme einer weiteren, wenngleich mässigeren Verbesserung somit durchaus als Optimismus interpretiert werden. Bemerkenswert ist, dass die Unternehmen ihren Gewinnen 2007 eine resistentere Entwicklung zutrauen als den Umsätzen. In immerhin 7 Branchen hegen die befragten Unternehmen sogar ehrgeizigere Gewinnerwartungen - am deutlichsten in der Uhrenindustrie und im Autogewerbe. Letzteres hofft gleichzeitig auf eine Erholung der im Vorjahr eher enttäuschenden Umsatztrends. Darin wird das Autogewerbe einzig von den Versicherern überboten, die auf eine markante Steigerung ihres Prämienvolumens setzen.

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