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Unternehmensanleihen

Zürich/Basel | | Media Releases Switzerland

Den Anlegern bieten sich heute zahlreiche neue Möglichkeiten, in Unternehmensanleihen zu investieren. In den vergangenen zwei Jahren erhöhten die vorteilhaften Bedingungen auf den Kapitalmärkten das Angebot von Schuldnern mit geringerer Bonität merklich. Derivative Anlageinstrumente und der Trend zu alternativen Anlageinstrumenten erweitern die Produktpalette für Anleger zusätzlich. Die zunehmende Komplexität der Produktinnovationen erschwert jedoch die Wahl der optimalen Anlagestrategie. Privatanleger tun deshalb gut daran, die Effekte neuer Finanzinstrumente und struktureller Veränderungen genau zu untersuchen.

Die von UBS Wealth Management Research durchgeführte Studie zum Thema «Unternehmensanleihen» analysiert die strukturellen Trends und Produktinnovationen im Markt für Unternehmensanleihen und ihre Folgen für die Portfolios von Privatanlegern. Die Studie gliedert sich in zwei Teile, wovon der erste Teil einen aktuellen Überblick über die Zusammenhänge und die Akteure im Markt für Unternehmensanleihen gibt. Der zweite Teil untersucht die Auswirkungen neuerer Anlagemöglichkeiten in Unternehmensanleihen hinsichtlich der Ertragsoptimierung.

Der Markt für Unternehmensanleihen ist einer der Schlüsselbereiche im weltweiten Finanzmarkt. Mit einem Volumen von 4,3 Billionen US-Dollar ist der Handel mit Unternehmensanleihen ähnlich gross und bedeutend wie der US-Aktienmarkt: Der Wert der im Dow Jones Index gelisteten Aktien beträgt rund 3,6 Billionen US-Dollar. Der US-Dollar-Anleihenmarkt ist der grösste und liquideste der Welt. Die Einführung des Euro hat jedoch dazu geführt, dass die Märkte für Unternehmensanleihen in Europa allmählich an Bedeutung und Liquidität gewinnen. Bei den umlaufenden Anleihen wird der Anteil der Papiere, die von den Agenturen in der höchsten Ratingklasse eingestuft werden, immer kleiner. Obwohl der Finanzierungsbedarf der Unternehmen ausserhalb des Finanzsektors gestiegen ist, entfällt der grösste Anteil am Emissionsvolumen auf Emittenten im Finanzsektor - und dies in zunehmendem Masse.

Die Veränderungen im Markt und die dahinterliegenden Einflussfaktoren haben Auswirkungen auf die optimale Portfoliostruktur. Die Studie versucht, Antworten auf einige der wesentlichen Fragen im Bondportfoliomanagement zu geben. Viele private Investoren konzentrieren ihr Vermögen auf nur eine Handvoll Anleihen mit sehr hohem Rating. Damit verzichten sie auf einen höheren Zins. Durch effiziente Diversifikation des Portfolios kann der Ertrag bei gleichem Risiko gesteigert werden.

Der Geschäftsgang in den verschiedenen Wirtschaftszweigen verläuft in Zyklen. Analog verhält es sich auch mit dem Zinsaufschlag bei Unternehmensanleihen, der als Entschädigung für das Risiko eines Zahlungsausfalls dient. Die Stärke des Wirtschaftswachstums und die Verfassung der Unternehmensbilanzen sind entscheidende Faktoren für dieses Auf und Ab. Diese Beziehung kann dazu verwendet werden, eine vorausschauende Investmentstrategie in Bezug auf das Kreditrisiko zu formulieren.

Während der letzten Jahre sind zahlreiche derivative Instrumente und alternative Anlageinstrumente im Zusammenhang mit Unternehmenskrediten entstanden. Diese können dazu verwendet werden, die Diversifizierung des Kreditrisikos und die Positionierung im Hinblick auf den Kreditzyklus praktisch zu erreichen. Diese Produkte wurden zunächst von institutionellen Anlegern verwendet, um ihr Risiko bei Unternehmenskrediten in eine bestimmte Form zu bringen und es auf den Kapitalmarkt zu transferieren. Mehr und mehr stehen Kreditderivate und strukturierte Produkte auch den Privatanlegern für ihre Bedürfnisse zur Verfügung. In der Fonds-Branche kommen Kreditderivate ebenfalls immer häufiger zum Einsatz und schaffen neue, interessante Anlagestrategien. Wir präsentieren einige innovative Produkte, die sich auf verschiedene Weise auf Kreditderivate stützen, und die Schaffung eines diversifizierten Kreditengagements beträchtlich erleichtern.

Die Entstehung neuer Finanzinstrumente sowie die sichtbaren Schwächen bestehender institutioneller Regeln zieht und zog die Einführung neuer Regulierungen nach sich. Die neue Basler Eigenkapitalvereinbarung ist ein Paket von Richtlinien, das die Stabilität des Finanzsystems verbessern soll. Die bevorstehende Einführung der Bestimmungen wird voraussichtlich bedeutende Auswirkungen auf die Motivation der Banken haben, Kredite in Wertpapierform zu verbriefen. Dies dürfte sich unter anderem auf das Emissionsvolumen von Asset Backed Securities (ABS) und anderer verbriefter Kreditprodukte auswirken. Diese Tatsache ist aus Sicht der Privatanleger gerade auch deshalb relevant, weil heute die grosse Mehrheit der ABS der höchsten Ratingklasse angehören.

Die breiter werdende Anlagepalette und sich ändernde Rahmenbedingungen gestalten die Anlageentscheidungen zunehmend anspruchsvoller. Nur gut informierten Privatanlegern ist es möglich, überdurchschnittliche Renditen zu erzielen. Die in dieser Publikation enthaltenen Interviews mit Wolfgang Reichenberger, CFO Nestlé SA, John Fraser, UBS Global Asset Management, Gerry Rawcliffe, Fitch Ratings, Stephen Kealhofer, DCI und Scott McDonald, Mercer Oliver Wyman, sollen dazu beitragen, für private Investoren relevante Informationen zu liefern.

UBS