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UBS outlook 4. Quartal 2005. Schweizer Industrie bleibt in Fahrt.

Zürich / Basel | | Media Releases Switzerland

Im dritten Quartal konnte die Schweizer Industrie ihr Expansionstempo praktisch halten. Die volleren Auftragsbücher und höheren Arbeitsvorräte deuten gemäss neuester UBS-Umfrage auch auf intakte Wachstumsperspektiven im Schlussquartal hin.

Nachdem die Dynamik der Industriekonjunktur im zweiten Quartal etwas angezogen hatte, blieb das recht solide Wachstumstempo in den Monaten Juli bis September erhalten. Damit hat sich die zur Jahresmitte geäusserte Zuversicht der Unternehmen mehrheitlich bestätigt. Auch im Schlussquartal 2005 bleiben die Wachstumsperspektiven intakt. Dies geht aus der UBS-Umfrage vom September zum Geschäftsgang bei rund 350 Unternehmen der Industrie hervor. Der aus den Umfrageresultaten errechnete UBS-Konjunkturindikator zeigt für das dritte Quartal ein ähnlich hohes reales Jahreswachstum des Bruttoinlandprodukts an, wie es effektiv im Vorquartal (+1,1%) erzielt worden war. In den Monaten Oktober bis Dezember dürfte der Konjunkturmotor sogar etwas aufdrehen.

Optimismus fürs dritte Quartal mehrheitlich bestätigt
Im Zeitraum Juli bis September haben sich die positiven Erwartungen einzig beim Auftragseingang nicht voll erfüllt, indem die Unternehmen mit einem leicht flacheren Wachstum Vorlieb nehmen mussten. Die Umsätze konnten dagegen sowohl auf den Exportmärkten als auch im Inland in ähnlichem Ausmass gesteigert werden wie im Vorquartal. Insgesamt meldeten 43% der befragten Firmen höhere und lediglich 19% tiefere Gesamtumsätze. Weil die Produktion nur teilweise an die höhere Nachfrage angepasst wurde, kletterten die Arbeitsvorräte nochmals in die Höhe. Die Fertigwarenlager konnten gegenüber dem Vorquartal beschleunigt abgebaut werden. Auf der Aufwandseite schlugen die markant gestiegenen Energiepreise nach wie vor stark zu Buche. Weil die höheren Inputkosten nur selten voll auf die Verkaufspreise überwälzt werden konnten, hat sich die Ertragslage trotz höheren Absatzvolumen in der Summe aller Unternehmen lediglich stabilisiert. Angesichts des harten Wettbewerbsdrucks und noch nicht voll ausgelasteter Kapazitäten mussten 28% der Betriebe den Abnehmern Preisnachlässe gewähren; 56% meldeten im Vergleich zum Vorjahr stabile und lediglich 16% der Firmen höhere Verkaufspreise. Die Beschäftigungslage blieb unverändert schwierig. Bei lediglich 21% der Firmen war der Personalbestand Ende September höher als ein Jahr zuvor, bei 26% der Betriebe ist er jedoch während den letzten zwölf Monaten geschrumpft.

Leichte Auftriebstendenz im vierten Quartal
Angesichts voller Auftragsbücher gehen die Unternehmen für das Schlussquartal von soliden Geschäftstrends aus. Dabei rechnen sie sogar mit leicht höheren Zuwächsen bei den Bestellungseingängen sowohl seitens der inländischen als auch der ausländischen Kundschaft. Gleichzeitig nimmt im Vergleich zum Vorquartal der Anteil jener Unternehmen, die von rückläufigen Umsätzen ausgehen, leicht von 19% auf 15% ab, während 41% der Firmen (zuvor 43%) einen positiven Trend erwarten. Durch die geplante Produktionsausweitung sollten die Anlagen mit durchschnittlich 87,6% pro Betrieb (nach 86,1% im Vorquartal) etwas stärker ausgelastet sein. Weil der Druck auf die Verkaufspreise gemäss den Einschätzungen der Unternehmen jedoch nicht abklingen wird, dürfte die Ertragslage lediglich auf Vorjahresniveau verharren. Bei der Beschäftigung überwiegen nach wie vor die negativen Tendenzen leicht. Als einzige Ausnahmen planen die Elektro- und die Uhrenindustrie per Saldo ihre Belegschaften in den Monaten Oktober bis Dezember aufzustocken.

Mehrheit der Branchen rechnet mit positiven Geschäftstrends
Die Aussichten werden in den meisten Industriezweigen zuversichtlich beurteilt. So rechnen sieben der zehn von UBS befragten Branchen mit einem beschleunigten Wachstum des Auftragseingangs im vierten Quartal. Am optimistischsten bezüglich der Entwicklung ihres Geschäftsgangs bleiben die Uhrenhersteller, vor der Elektro- sowie der Holz- & Möbelindustrie. Am skeptischsten geben sich neuerdings die Betriebe der Kunststoffindustrie, Chemie & Pharma sowie die Nahrungsmittelverarbeiter.

UBS-Konjunkturindikator und Bruttoinlandprodukt
(Veränderung zur Vorjahresperiode in %)

Daten (in %):


Zürich / Basel, 06. Oktober 2005
UBS AG