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UBS sieht trotz Revision befriedigendes Wachstum der Schweizer Wirtschaft

Zürich / Basel | | Media Releases Switzerland

Nach einer Verschnaufpause im Winterhalbjahr hat die Schweizer Wirtschaft ab dem zweiten Quartal wieder auf den Wachstumspfad zurückgefunden. Der hohe Erdölpreis und die global flacheren Konjunkturtrends werden allerdings ihre Spuren hinterlassen. Die UBS-Ökonomen revidieren daher ihre Wachstumsprognosen für die Schweiz leicht nach unten.

Nachdem die Schweizer Wirtschaft im letzten Winterhalbjahr kaum vom Fleck gekommen war, hat sie Mitte 2005 wieder auf den Wachstumspfad zurück gefunden. Das Bruttoninlandprodukt (BIP) wuchs im 2. Quartal 2005 gegenüber dem Vorquartal real um 0,3%. Bereits vor der Veröffentlichung dieser Daten war das BIP-Wachstum für das Gesamtjahr 2004 vom Bundesamt für Statistik von 1,7% auf 2,1% hoch revidiert worden. Daraus ergab sich für den Verlauf der Quartalswerte ebenfalls ein vollständig neues Bild. So wurde z.B. das Vorquartalswachstum für das 1. Vierteljahr von 0,0% auf +0,2% korrigiert. Dies bestätigte die bisherige Einschätzung der UBS-Ökonomen, dass die Schweizer Wirtschaft nach dem Durchhänger vom Winter allmählich wieder auf Touren kommt. Getragen wird das Wachstum von weitherhin positiven Aussenhandelsbeiträgen, einem anhaltend starken Wohnbau sowie einem soliden - wenn auch nicht berauschenden - Privatkonsum.

Das internationale Konjunkturumfeld wird geprägt durch die insgesamt leicht dämpfenden Effekte der stark gestiegenen Erdölpreise, welche zu einer graduellen Abkühlung der US-Wirtschaft und zu einem lediglich verhaltenen Wachstum in Europa führen. Einzig in Asien - insbesondere Japan - kann mit einer verbesserten Konjunkturlage gerechnet werden. Für die Schweiz resultiert aus diesem Szenario, in Kombination mit dem hochrevidierten Wachstum im Jahr 2004 (sognenanter Basiseffekt), eine leicht tiefere Prognose für das reale BIP-Wachstum von 1,3% (zuvor 1,6%) im Jahr 2005 bzw. 1,6% (zuvor 1,8%) im Jahr 2006.

Die höheren Energiepreise haben sich bisher noch kaum in höheren Inflationsraten niedergeschlagen, da die Preissteigerungen bei Energieträgern weitgehend durch niedrigere Preise vor allem im Bereich der Telekommunikationsdienstleistungen und in der Gütergruppe Bekleidung kompensiert wurden. Weitere Preissenkungen aufgrund von Deregulierung oder Markteintritt ausländischer Detailhändler werden die Teuerung in der Schweiz auch weiterhin in Schach halten. Zudem erwarten die UBS-Ökonomen im kommenden Jahr leicht rückläufige Erdölnotierungen, womit die durchschnittliche Teuerung 2006 mit 0,6% tiefer ausfallen dürfte als bisher angenommen.

BIP-Wachstum real (% z. Vorjahr)

2003

2004

2005 P

2006 P

Prognose alt (Juli 05)

-0,4

1,7

1,6

1,8

Prognose neu

-0,3

2,1

1,3

1,6

Inflation (in %)

2003

2004

2005 P

2006 P

Prognose alt (Juli 05)

0,6

0,8

1,1

1,0

Prognose neu

0,6

0,8

1,1

0,6


Zürich / Basel, 22. September 2005
UBS