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Kulmination der Schweizer Industriekonjunktur.

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Der Konjunkturaufschwung in der Schweizer Industrie hat den Höhepunkt erreicht. Die jüngste UBS-Unternehmensumfrage deutet für das Startquartal 2005 auf eine leichte Wachstumsverlangsamung hin.

UBS outlook update 1. Quartal 2005

Nachdem die Schweizer Industriekonjunktur 2004 einen starken Wachstumskurs eingeschlagen hatte, zeichnet sich nun eine leichte Abkühlung ab. Dies geht aus der jüngsten UBS-Umfrage vom Januar hervor. Mit einem Vorlauf von zwei Quartalen auf die offiziellen Daten zeigt diese seit 1975 durchgeführte Quartalsbefragung zum Geschäftsgang bei rund 300 Industrieunternehmen die kurzfristige Konjunkturentwicklung in der Schweiz an. Als Trendbarometer des Bruttoinlandprodukts signalisiert der aus den effektiven Umfrage-Ergebnissen errechnete UBS Konjunkturindikator für das vierte Quartal einen erneut starken Zuwachs und für das erste Quartal eine verlangsamte Wachstumsrate von 1,8%.

Verlangsamte Impulse aus dem Ausland

Im vierten Quartal erfreute sich die Schweizer Industrie weiterhin eines sehr guten Geschäftsverlaufs, doch hat sich das Wachstum der ausländischen Aufträge leicht verlangsamt. Auch die Indikatoren Umsatz, Ertrag und Produktion wiesen im Vergleich zum Vorquartal etwas tiefere Saldowerte aus, blieben jedoch durchwegs klar im positiven Bereich. So konnten z.B. 54% aller Umfrageteilnehmer die Umsätze ausweiten, während lediglich 22% der Firmen Einbussen erlitten. Abgesehen von Elektrotechnik, Chemie & Pharma sowie Holz & Möbel verspürten in den letzten Monaten 2004 alle Wirtschaftszweige ein leicht langsameres Wachstum ihres Geschäftsgangs. Die Schlusslichter im Quervergleich bildeten die Kunststoff-, Textil- und die Papierindustrie, wobei letztere sogar als einzige einen gegenüber dem Vorjahr rückläufigen Geschäftsgang verzeichnete. Die chemisch-pharmazeutische Industrie behauptete dagegen ihre Position als Wachstumsleader vor der Metallindustrie.

Verlagerung zur Binnenwirtschaft

Für das Startquartal 2005 rechnen die von UBS befragten Unternehmen mit einem kaum weniger dynamischen Geschäftsgang. Auffallend ist die Verlagerung der Auftriebskräfte hin zu den stärker binnenorientierten Industriezweigen. Während nämlich die Exportbranchen Maschinenbau, Elektrotechnik sowie Chemie & Pharma von einer deutlichen Wachstumsverlangsamung ausgehen, hoffen die Nahrungsmittelindustrie, Holz & Möbel sowie Papier, Druck & Grafik auf eine deutliche Belebung ihres Geschäftsgangs.

Zürich, Basel, 7. Februar 2005, 08.00h
UBS

Kontakte

Dr. Daniel Kalt, Head of Swiss Economic Research

Tel. +41 1 234 25 60

Karin Schefer, Swiss Economic Research

Tel. +41 1 234 43 94

UBS-Publikationen und Prognosen zur Schweiz: www.ubs.com/economicresearch

UBS-Konjunkturindikator und Bruttoinlandprodukt
Veränderung zur Vorjahresperiode in %

Daten (in %):