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UBS Lohnumfrage: Lohnrunde 2005 mit moderaten Gehaltserhöhungen

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Nominallohnwachstum von 1,4% erwartet

Gemäss der jüngsten Lohnumfrage der UBS werden die Nominallöhne mit der Lohnrunde 2005 um 1,4% steigen. Die Umfrageteilnehmer erwarten eine Inflationsrate von 0,9%, wodurch die realen Löhne um 0,5% steigen dürften. Dies sind die Hauptergebnisse der 16. UBS Lohnumfrage, die jährlich bei Unternehmen aus 19 Branchen durchgeführt wird.

Wie schon vor Jahresfrist werden die höchsten Lohnabschlüsse in der Telekommunikations- und der Informatikbranche, sowie im Energiesektor erwartet (2,0%). Ebenfalls sehr hohe Zuwächse erwarten die befragten Betriebe im Bankensektor und der Investitionsgüterindustrie (1,8%). Nur ganz geringe Lohnzuwächse fürs nächste Jahr sehen die stark von der vergangenen Konjunkturschwäche getroffenen Branchen, wie die Druck- und Grafikbranche (0,8%) und die Textilindustrie (0,4%).

Von den Unternehmen, die über Bonussysteme verfügen (der Anteil ist erneut leicht auf 76% gestiegen), geht rund die Hälfte von unveränderten Bonuszahlungen aus. Fast 40% rechnen mit höheren Boni.

Bezüglich der zukünftigen konjunkturellen Entwicklung äusserten sich die Umfrageteilnehmer gegenüber der letzten Umfrage vor Jahresfrist gleich optimistisch. Ein Grossteil der Umfrageteilnehmer rechnet mit einer Fortsetzung des Aufschwungs in 2005 (63%).

Trotz der weiterhin positiven Wirtschaftsaussichten bleiben die Unternehmen vorsichtig, was die Personalplanung angeht: Nur gerade 21% planen den Personalbestand auszuweiten, während rund 40% keine substanzielle Veränderung sehen. Hingegen scheinen massive Reduktionen des Personalbestandes im Gegensatz zur letzten Umfrage auszubleiben.

Diese Ergebnisse stammen aus der jährlich von der UBS durchgeführten Lohnumfrage. Die Umfrage wurde zwischen dem 27. September. und dem 18. Oktober 2004 durchgeführt. Die Umfrage deckt Unternehmen und Arbeitgeberverbände aus 19 Sektoren ab, welche rund 64% der arbeitenden Bevölkerung in der Schweiz beschäftigen. In den Jahren 1989 bis 2003 wichen die durch die Umfrage geschätzten Lohnsteigerungen im Durchschnitt nur um 0,34% von den offiziellen, vom Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichten Lohnstatistiken ab.

Die detaillierten Resultate werden heute ab 12:00 auf dem Internet verfügbar sein:

Zürich, 29. Oktober 2004
UBS

Nominallohnerhöhungen in ausgewählten Schweizer Branchen

2004

2005

Min.

Max.

Median

Min.

Max.

Median

Energie

1.0%

2.5%

2.0%

1.0%

3.5%

2.0%

IT-Branche

1.5%

2.3%

1.9%

0.0%

3.0%

2.0%

Telekommunikation

1.4%

2.5%

2.2%

1.8%

2.3%

2.0%

Banken

0.5%

1.5%

1.0%

1.5%

2.3%

1.8%

Maschinen, Elektronik, Metall

0.0%

2.1%

1.0%

0.0%

2.0%

1.8%

Detailhandel

0.5%

1.8%

1.3%

1.5%

1.8%

1.7%

Automobilbranche

0.0%

1.3%

0.5%

0.6%

2.0%

1.6%

Uhren

0.0%

0.7%

0.5%

1.0%

3.0%

1.5%

Versicherungen

0.4%

1.5%

1.0%

1.0%

2.0%

1.5%

Chemie, Pharma

1.0%

1.5%

1.3%

0.7%

2.3%

1.5%

Baugewerbe

0.0%

1.0%

0.6%

0.9%

1.5%

1.4%

Transport

0.0%

2.0%

0.7%

0.0%

2.0%

1.3%

Medien

0.0%

1.8%

0.6%

1.0%

1.6%

1.2%

Nahrungsmittelindustrie

1.0%

2.0%

1.2%

0.5%

1.8%

1.1%

Kantone

1.0%

1.3%

1.1%

0.0%

1.9%

1.0%

Gastgewerbe

0.2%

3.0%

0.7%

0.0%

1.3%

1.0%

Druck und Grafik

0.0%

1.0%

0.4%

0.7%

1.0%

0.8%

Textil und Bekleidung

0.5%

1.8%

0.8%

0.0%

1.5%

0.4%

Schweizer Durchschnitt

0.9%

1.4%